Werbung

Nachricht vom 02.11.2015    

Asylbegehrende sind eine besondere Aufgabe und Herausforderung

Das Aufnahmelager für Asylbegehrende (AfA) Stegskopf war Ziel eines Informationsbesuches von MdB Erwin Rüddel. Begleitet wurde der Christdemokrat von VG-Bürgermeister Wolfgang Schneider. Gespräche folgten mit der Polizei und dem DRK Altenkirchen sowie Vertretern der Ausländerbehörde.

Bürgermeister Wolfgang Schneider und MdB Erwin Rüddel (von links) beim Informationsgespräch im AfA Stegskopf mit Vertretern von Polizei und DRK. Foto: Reinhard Vanderfuhr/Büro Rüddel

Emmerzhausen/Daaden. „Die eintreffenden Flüchtlinge stellen eine ganz besondere Aufgabe und Herausforderung dar. Allen, die sich hier auf dem Stegskopf um Asylbegehrende kümmern, zolle ich große Anerkennung und höchsten Respekt – ganz besonders meine ich dabei die vielen ehrenamtlichen Helfer, ohne deren Mittun die Aufgabe so nicht zu bewältigen wäre“, betonte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel, als er mit dem ihn begleitenden Bürgermeister Wolfgang Schneider die Einrichtung besuchte. Dort sprachen der Abgeordnete und der Bürgermeister auch mit Vertretern der Polizei und des Deutschen Roten Kreuzes.

Bislang 229 um Asyl begehrende mehrheitlich aus Syrien stammende Menschen, Einzelpersonen wie Familien, haben seit Donnerstagnachmittag vergangener Woche bis Montagmorgen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz eine vorübergehende Bleibe gefunden. Für DRK, Polizei und die ebenfalls vor Ort vertretene Ausländerbehörde der Kreisverwaltung Altenkirchen, bedeutete das schon im Vorfeld ein engagiertes Procedere mit noch vielen Unbekannten. Insbesondere mussten und müssen dabei logistische Maßnahmen geleistet werden.

„Wir wollen den Menschen helfen und sie integrieren, dazu bedarf es aber natürlich auch deren Bereitwilligkeit und Mittun“, erfuhren Rüddel und Schneider. Während das DRK auf dem medizinischen Sektor und bei der Unterbringung federführend ist, steht die Polizei einmal mehr für Sicherheit und Ordnung. Nach Unterkunft und Versorgung der Flüchtlinge müsse nun schnellstmöglich über das Bleiberecht und unbegründete Asylanträge von sogenannten Wirtschaftsflüchtigen unterschieden werden. Hier sei insbesondere das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefordert. „Wir wissen bisher nicht, wann das BAMF hier aufschlägt und tätig wird“, kritisierten Rüddels Gesprächspartner.

Diese Kritik griff der Christdemokrat auf und sagte zu sich in Berlin dafür einzusetzen, dass das BAMF schnellstmöglich Quartier auf dem Stegskopf bezieht und dort mit der erforderlichen Arbeit beginnt. Gleichzeitig möchte er die Frage beantwortet wissen, ob bis dahin vorübergehend die Polizei die Registrierung der Asylbewerber vornehmen kann.

Der Abgeordnete betonte, dass generell jedem verfolgten und um das Leben fürchtenden Menschen der seine Heimat verlassen musste, Solidarität, Schutz und Perspektiven zugestanden werden solle. Andererseits sei es für die Akzeptanz in der Bevölkerung aber auch entscheidend, dass über offensichtlich unbegründete Asylanträge von Wirtschaftsflüchtlingen möglichst rasch befunden und es so zu einer zügigen Rückführung der betroffenen Personengruppen komme müsse. „Generell gilt für uns, dass wir mit jedem, der zu uns kommt, egal ob mit oder ohne Bleibeperspektive menschlich und anständig umgehen. Zu einer wirksamen und gelungen Integration gehören Offenheit und Menschlichkeit, aber auch klare Regeln“, unterstrich Rüddel.

Der Christdemokrat nannte dabei Äußerungen von CDU-Vize- und Landeschefin Julia Klöckner: „Wir müssen klarmachen, dass es tragende Wände in diesem Haus Deutschland gibt, die wir weder einreißen noch verrücken werden.“ Auch für Flüchtlinge gelte eine Hausordnung. Zwar bedürfe es einerseits eines offenen Herzens, andererseits sei aber auch Konsequenz gefordert, wenn es um die Aufrechterhaltung „unserer freiheitlich-aufgeklärten Grundordnung“ gehe.

In diesem Zusammenhang verwies Rüddel auf prägende Werte unserer offenen, aufgeklärten Gesellschaft. „Da ist zum Beispiel die Gleichberechtigung von Mann und Frau zu nennen. Wichtig ist auch die Religionsfreiheit, wobei aber anzumerken ist, dass die Religionsfreiheit nicht über dem Grundgesetz steht. Und einmal mehr ist zu betonen, dass Konflikte bei uns nicht mit Gewalt geklärt werden“, erklärte Rüddel.


Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Herdorf-Daaden auf Facebook werden!


Kommentare zu: Asylbegehrende sind eine besondere Aufgabe und Herausforderung

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Region, Artikel vom 03.06.2020

Corona: Weitere Lockerungen vereinbart

Corona: Weitere Lockerungen vereinbart

Über den Stufenplan der Landesregierung Rheinland-Pfalz hinaus hat die Landesregierung gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden weitere Lockerungen ab dem 10. Juni angekündigt. „Die weiterhin niedrigen Infektionszahlen lassen uns diesen durchdachten und verantwortungsvollen Schritt gemeinsam gehen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer nach dem ersten Präsenztermin mit der kommunalen Familie seit dem Beginn der Corona-Pandemie.


Auto fährt ungebremst in Fahrradfahrer – schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag, 2. Juni, bei Friedewald ist ein 54-jähriger Fahrradfahrer schwer verletzt worden. Der 54-Jährige war mit einem Fahrrad auf der leicht ansteigenden Kreisstraße 109 von Friedewald kommend in Richtung Nisterberg unterwegs, als er von einem Auto angefahren wurde.


Motorradunfall auf der B 256 – Fahrer unter Alkoholeinfluss

AKTUALISIERT | Auf der Bundesstraße 256 in Eichelhardt ist es am Pfingstmontag zu einem schweren Unfall gekommen. Dabei sind zwei Motorradfahrer verletzt worden. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Nun gibt die Polizei weitere Details zum Unfallhergang bekannt. So soll einer der Fahrer Alkohol getrunken haben.


Corona-Entwicklung im Kreis Altenkirchen: Jetzt 150 Geheilte

Keine neuen Infektionen und wieder mehr Geheilte nach dem Pfingstwochenende im Kreis Altenkirchen: Mit Stand von Dienstagmittag, 2. Juni, liegt die Zahl der seit Mitte März positiv auf eine Corona-Infektion getesteten Personen wie an den vorherigen Tagen unverändert bei 163.


Wirtschaft, Artikel vom 02.06.2020

Neue Leitung für die Sparkassen-Filiale in Wissen

Neue Leitung für die Sparkassen-Filiale in Wissen

Mit besonderem Dank und großer Anerkennung für das Geleistete wurde Detlef Vollborth (Leiter der Geschäftsstelle Wissen) nach fast 48 Jahren im Dienst der Sparkasse vom Vorstand der Sparkasse Westerwald-Sieg in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Als Nachfolger wird Peer Pracht (bisher Leiter der Geschäftsstelle Gebhardshain) zukünftig die Geschicke der Geschäftsstelle in Wissen leiten.




Aktuelle Artikel aus Politik


Endlich: Chöre dürfen wieder proben

Region. Mitten in die Videokonferenz zwischen Vertretern des Chorverbandes Rheinland-Pfalz und der Landtagsabgeordneten Jenny ...

Rüddel: Umgehung Straßenhaus könnte bereits im Bau sein

Straßenhaus. Nicht zuletzt auf Rüddels Intention und Drängen hin ist die Aufnahme der Ortsumgehung Straßenhaus in den BVWP ...

Gemeinden können 15.000 Euro für WLAN erhalten

Region. Mit den Gutscheinen können die Kommunen kostenlose Wi-Fi-Netze in öffentlichen Räumen wie beispielsweise Rathäusern, ...

Wirtschafts-, Sicherheits- und Europapolitik in der Corona-Krise

Betzdorf/Mainz. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, über Instagram Live virtuell ihre Fragen und Ideen ...

Verkehrssicherheit von Anliegerstraßen Thema bei CDU Wissen

Wissen. Die Parkstraße stellt laut Anwohnern eine beliebte Ausweichstrecke für die viel befahrene Straße „Auf den Hüllen“ ...

Weeser fordert Öffnungsmodus: Virus hört nicht an Grenzen auf

Berlin/Kreisgebiet. "Wir müssen schauen, wie wir jetzt in den Öffnungsmodus kommen. Wir sollten uns auf Infektionsherde konzentrieren, ...

Weitere Artikel


Auto landete auf dem Dach - Fahrer leicht verletzt

Herdorf. Zum Glück hatte sich der Autofahrer, der in den frühen Abendstunden des 2. November auf dem Glockenfeld verunglückte ...

Gedenkfeiern am Volkstrauertag in der VG Betzdorf

Verbandsgemeinde Betzdorf. Anlässlich des diesjährigen Volkstrauertages finden an verschiedenen Orten in der Verbandsgemeinde ...

Erfolgreiche E-Jugend in Spanien

Wissen. Mit insgesamt 24 Kindern und 24 Erwachsenen trat man die 16-stündige Busfahrt vom Sportplatz in Schönstein nach Spanien ...

Unternehmerforum „Vorsprung durch Energieeffizienz!“

Friedewald. Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz senken die Produktionskosten nachhaltig und können im (inter)nationalen ...

SG Westerwald bietet Selbstverteidigungskurs

Gebhardshain. „Ey, du Opfer“ gehört in der deutschen Jugendsprache aktuell zu den gängigen abwertenden Anreden. Der Begriff ...

IHK-Umfrage: Unternehmen im Landkreis Altenkirchen optimistisch

Altenkirchen. Die Geschäftslage im Landkreis Altenkirchen gibt gegenüber der Vorumfrage leicht von per Saldo plus 14 auf ...

Werbung