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Nachricht vom 07.11.2015    

Kriminalpolizei referierte über Gefahren im Alter

Zur Veranstaltung „Kriminalprävention für Senioren –Gefahren im Alter“ konnte Erster Beigeordneter Michael Pagnia am Mittwoch, 4. November 35 interessierte Bürger so wie Franz Orthen von der Kriminalinspektion Betzdorf, den Bezirksbeamten Wolfgang Kirchhöfer sowie Gabi Theis vom Kommisariat für Kriminalprävention in Koblenz begrüßen.

Foto: Veranstalter

Betzdorf. Der Leiter der Betzdorfer Kriminalpolizei, Franz Orthen, gab den Anwesenden einen kurzen Überblick über die Sicherheitslage vor Ort. Wohnungseinbrüche seien zurzeit ein großes Thema in der Region. Während in den vergangenen Jahren durchschnittlich 130 Einbrüche im Kreis Altenkirchen verübt wurden, habe man nun in der dunkelen Jahreszeit allein 30 Wohnungseinbrüche im Raum Betzdorf zu verzeichnen. Meistens seien örtliche Tätergruppen am Werk, doch nun gehe man davon aus, dass auch osteuropäische Banden tätig sind. Die hiesige Polizei habe eine gute Aufklärungsquote, jedoch sei Kriminalität ein gesamtgesellschaftliches Problem und die Mithilfe der Bürger gefordert. Bürger sollten achtsam sein und verdächtige Vorgänge und Personen melden, ebenfalls sei es wichtig selber Schutzmaßnahmen zu treffen.

Gabi Theis, die in der Abteilung Zentrale Prävention in Koblenz tätig ist, erklärte, dass ältere Menschen erfreulicherweise insgesamt seltener von Kriminalität betroffen sind. Aufgrund ihrer Lebenserfahrung seien sie oft besonders vorsichtig und sicherheitsbewusst. Jedoch seien Senioren gerade dort Risiken ausgesetzt wo sie dies gar nicht erwarteten: in der eigenen Wohnung, an der Haus- und Wohnungstür und auch am Telefon. Dabei würden Kriminelle sich beispielsweise am Telefon als Verwandte oder an der Haustür als Handwerker ausgeben, täuschten eine Notlage vor oder stellten ein „gutes Geschäft“ in Aussicht.



Da die Täter immer wieder ähnliche Vorgehensweisen haben, stellte Theis die am häufigsten angewandten Tricks auch durch das Einspielen kleiner Filme vor und gab gute Verhaltenstipps für die Senioren. Wer alle präventiven Chancen nutze, lasse Risiken erst gar nicht entsehen.

Rat und Hilfe gebe es auf jeder Polizeidienststelle, den Polizeilichen Beratungsstellen, den ehrenamtlich tätigen Seniorensicherheitsberatern vor Ort und falls man doch Opfer einer Straftat werde auch beim Verein „Weisser Ring“.
Theis hatte auch zahlreiche Broschüren rund um das Thema „Schutz vor Kriminalität im Alltag“ dabei. Diese Broschüren sind auch bei der Polizei erhältlich und liegen im Rathaus Betzdorf aus.


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