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Nachricht vom 23.11.2015    

Neuwieder Bären bezwingen Saale Bulls nach Rückstand

Das Spiel am Sonntag, den 22. November begann mit 45 Minuten Verspätung. Halle steckte auf der Autobahn im Stau, später im Schneechaos fest. Es war eine spannende Partie, die die Bären im letzten Drittel für sich entscheiden konnten.

Foto: fischkoppMedien.

Neuwied Der EHC drückte von der ersten Minute an mit hohem Tempo, Halle versuchte mit aller Ruhe erst einmal, ins Spiel zu finden. EHC-Trainer Craig Streu vertraute erneut allen Jungs auf der Bank, ließ konsequent mit vier Reihen spielen. Schon da deutete sich an, dass besonders die jüngsten im Team den vielen zweitligaerfahrenen Akteuren bei den Gästen an diesem Abend kräftig auf den Zeiger gehen würden. Deion Müller (20), Maurice Keil (19) und Max Wasser (18), ab und an defensiv abgesichert von Garret Pruden (16), sorgten mit hohem Einsatz, viel Tempo und schönen Kombinationen für staunende Gesichter. „Es waren vor allem die ganz Jungen, die dem Team heute die Kraft gegeben haben für diesen Sieg“, gibt Streu später zu Protokoll. „Sie haben die ganze Mannschaft mitgerissen.“

Von mitreißen alleine gewinnst du jedoch keine Spiele – und machst auch keine Tore. 0:0 stand es nach dem ersten Drittel, damit war Halle gut bedient. 3:1 für die Bulls stand es kurz vor der zweiten Drittelpause, damit war Halle richtig gut bedient. Ja, auch die Gäste hatten ihre klaren Chancen. Die aber nutzten sie nicht. Dafür gingen Dinger rein, die normalerweise an irgendeinem Spieler oder Ausrüstungsgegenstand hängenbleiben. Michal Schon traf so zum 0:1 (24.), Travis Martell zum 1:2 (35.). Und wenn es gerade nicht so läuft, dann kassierst du auch mal einen Konter in Überzahl – so wie den Shorthander für Halle von Philipp Gunkel zum 1:3 (38.).

Moralisch wichtig in dieser Phase: EHC-Kapitän Brian Gibbons traf zwischenzeitlich in doppelter Überzahl zum 1:1, Felix Köbele verwandelte zudem einen Penalty (kann man geben, muss man nicht) zum 2:3-Anschlusstreffer kurz vor der zweiten Pause (39.). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der EHC drei kleine Strafen kassiert, zwei davon wegen Spielverzögerung. Die Disziplin sollte an diesem Abend erneut ein Faktor sein auf dem Weg zum Sieg.

Während bei den Bären die vierte Reihe mit Moritz Schug für den immens wichtigen 3:3-Ausgleich sorgte (43.), verlor auf der Gegenseite Bulls-Trainer Ken Latta offensichtlich immer mehr das Vertrauen in sein spielendes Personal. In der entscheidenden Phase ließ er minutenlang quasi nur noch mit zwei Reihen spielen. Streu schickte derweil bis zum Schluss auch die jungen Kerle auf das Eis. „Weil wir so lange mit vier Reihen spielen konnten, hatten wir am Ende die Kraft, die Partie zu drehen. Kraft, die Halle in dieser Phase nicht mehr hatte.“ Josh Myers brachte den EHC zum ersten Mal in Führung (48.), Stephan Fröhlich machte mit einem empty-net-goal – müde Bulls konnten Fröhlich nicht mehr folgen – den 5:3-Sieg perfekt (59.). Dass EHC-Keeper Björn Linda Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss von hinter dem eigenen Tor das leere Bulls-Tor nur um Zentimeter verpasste, war verschmerzbar.

Craig Streu freute sich über ein „ganz besonderes Spiel. Wir waren zum Schluss fitter. Wir hatten die Power dank unserer vier Reihen. Der Treffer von Moritz Schug hat jede Menge Energie gebracht. Unsere Philosophie ist es, den jungen Spielern Vertrauen zu geben – und dann kriegst du es auch zurück. Für unseren Erfolg brauchen wir jeden einzelnen Spieler und nicht nur eine einzelne Reihe.“

Draußen, auf dem Eis, hatten die Fans die Mannschaft derweil zur Humba gebeten. Der „Mann“ am Mikro: Garret Pruden, Förderlizenzspieler aus Bad Nauheim. Der 16-Jährige hatte nach dem Ausfall von Ziolkowski dienstags das erste Mal mit dem EHC trainiert, war in Erfurt und gegen Halle voll zum Einsatz gekommen. „Das war überragend“, fand der Verteidiger. „Die Mannschaft hat mich super aufgenommen.“ Da fiel auch der Griff zum Mikro nicht schwer. Pruden, die Bären und ihre Fans machten die Humba – nach einem durchaus denkwürdigen Abend in der Bärenhöhle.

EHC Neuwied: Linda (Köllejan) - Ochmann, Erk, Sven Schlicht, Dennis Schlicht, Pantic, Wengrzik, Pruden - Köbele, Rabbani, Gibbons, Tegkaev, Fröhlich, Myers, Keil, Wasser, Müller, Butasch, Hergt, Schug.
Schiedsrichter: Peter Morgenstern.
Zuschauer: 1072.
Tore: 0:1 Matt Abercrombie (24.), 1:1 Brian Gibbons (27.), 1:2 Travis Martell (35.), 1:3 Philipp Gunkel (38.), 2:3 Felix Köbele (19., Penalty), 3:3 Moritz Schug (43.), 4:3 Josh Myers (48.), 5:3 Stephan Fröhlich (59., empty net).
Strafen: Neuwied 6, Halle 10.

Der Ausblick:
Freitag, den 27. November um 20 Uhr: EHC Neuwied – Preußen Berlin


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