Werbung

Region | - keine Angabe -


Nachricht vom 16.12.2015    

JIM-Studie: Fast alle Jugendlichen haben ein Smartphone

Nach einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest haben 92 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren ein Smartphone zur Verfügung. Die wichtigste App ist dabei für 90 Prozent WhatsApp.

Foto: Julia Heinz

Kreis Altenkirchen. Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) untersucht jährlich die Mediennutzung von Jugendlichen. Dieses Jahr wurden 1500 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren befragt.
Jugendliche haben ein sehr großes Medienangebot zur Verfügung: Praktisch jeder der befragten Zwölf- bis 19-Jährigen besitzt ein Handy (98 Prozent), 92 Prozent ein Smartphone und drei Viertel können mit einer Flatrate online gehen. Gut drei Viertel der Zwölf- bis 19-Jährigen besitzen einen eigenen Computer oder Laptop, über die Hälfte hat einen eigenen MP3-Player (59 Prozent) und Fernseher (57 Prozent), zudem besitzt die Hälfte der Jugendlichen eine Spielkonsole. 47 Prozent haben eine Digitalkamera und 29 Prozent ein eigenes Tablet.

Internet, Musikhören sowie das Smartphone haben unter den Medien den größten Stellenwert für die Jugendlichen, neun von zehn halten dies für (sehr) wichtig. Radio und Bücher haben für die Hälfte der Jugendlichen einen hohen Stellenwert, ebenso Fernsehen und digitale Spiele. Bezogen auf 14 vorgegebene Kategorien sind Jugendliche besonders an der Lösung persönlicher Probleme sowie am aktuellen Zeitgeschehen interessiert, danach folgen Musik sowie Ausbildung und Beruf. Während das Internet zwar bei acht von 14 Themen die bevorzugte Informationsquelle ist, können bestimmte Informationsbedürfnisse besser durch „klassische“ Medien erfüllt werden: So ist das Fernsehen bei Bundespolitik, beim aktuellen Zeitgeschehen sowie Sport auf Bundesebene das Informationsmedium erster Wahl. Die Tageszeitung hat ihre Stärke in der lokalen Berichterstattung zu Sport und Politik.

Die wichtigste App ist für 90 Prozent WhatsApp, danach kommt der Facebook-Messenger (33 Prozent) und die Fotocommunity-App Instagramm (30 Prozent). 23 Prozent der Jugendlichen haben schon einmal im Freundeskreis mitbekommen, dass pornographische oder brutale Filme über das Handy zugestellt wurden, 13 Prozent haben selbst schon einmal solche Inhalte geschickt bekommen.

Die vielen Funktionen, für die das Handy mittlerweile genutzt werden kann, bergen neben etlichen Vorteilen auch einige Probleme. Dadurch, dass es unkompliziert und immer einfacher ist Inhalte zu teilen, wird auch unüberlegter gehandelt. Einmal geteilt verbreitet sich ein Bild oder Video rasend schnell. Das ist dann ein Problem, wenn Inhalte nicht für Kinder geeignet sind, wie etwa pornografische oder gewalthaltige Bilder und Videos.


Die Mehrheit der Jugendlichen hat in der eigenen Wahrnehmung nie Stress oder Ärger wegen ihrer Mediennutzung. Wenn, dann bietet die Nutzungsdauer digitaler Spiele das größte Konfliktpotential: Hier hat ein Drittel der Jugendlichen (30 Prozent) häufig oder gelegentlich Stress oder Ärger, weil zu lange an PC, Konsole oder Handy gespielt wird. Wegen der Handynutzung zuhause bekommt ein Viertel zumindest gelegentlich Stress, einem Zehntel der Jugendlichen bringt die Handynutzung in der Schule häufig oder gelegentlich Ärger ein. Während Jungen öfter Stress wegen der Nutzungsdauer und der Art der digitalen Spiele haben, sind die Handynutzung zu Hause sowie die Fernsehinhalte eher bei den Mädchen ein Konfliktthema.

Die Ergebnisse der JIM-Studie 2015 belegen, dass Jugendliche sich in einem enorm vielfältigen Informations- und Medienangebot bewegen und ein hohes Maß an Selbstkontrolle und Reflektion benötigen, um Inhalte, Maß und Risiken bei der Mediennutzung bewerten zu können. Heranwachsende auch in einer diesbezüglich kritischen und reflektierten Mediennutzung zu unterstützen und diese zu fördern, ist angesichts der rasanten Digitalisierung des Alltags eine große Herausforderung, auch für Eltern, um auf Augenhöhe und als Vorbild zu agieren.

Wichtig ist es, dem Jugendlichen zu zeigen, dass man die neuen Medien an sich nicht grundsätzlich ablehnt. Eltern sollten sich mit dem Jugendlichen über ihre Mediennutzung unterhalten und sich damit beschäftigen.

Filterprogramme oder Zeiteinschränkungsprogramme helfen nur bei kleineren Kindern, ältere (so ab 11/12 Jahren) sind durchaus in der Lage, jegliche Beschränkungen wieder aufzuheben. Hier nützen technische Maßnahmen nichts mehr.

Wie, welche und wie lange Jugendliche Medien nutzen interessieren sowohl Eltern als auch Beratungseinrichtungen wie das Diakonische Werk Altenkirchen. Hier vor allem die Fachdienste der Suchtberatung, Suchtprävention und Erziehungsberatung.



Kommentare zu: JIM-Studie: Fast alle Jugendlichen haben ein Smartphone

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Ersthelfer finden bewusstlose Radfahrerin am Straßenrand

Auf der Landesstraße 269 zwischen Seifen und Döttesfeld ist es am Sonntagabend, 9. August, zu einem Unfall gekommen, bei dem eine Radfahrerin schwer verletzt wurde. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können.


Auto macht sich selbständig und kommt in Bach zum Stehen

Auch an diesem Wochenende wurden die Polizisten aus Betzdorf wieder zu verschiedenen Einsätzen gerufen. So hatte sich in Friesenhagen ein PKW selbständig gemacht, bei einem Unfall in Katzwinkel wurde eine Person verletzt und in der Nacht kam es zu Ruhestörungen.


Altstadt-Brücke in Wissen zeugt von bewegter Vergangenheit

Noch in diesem Jahr soll die Erneuerung der Wissener Siegbrücke (L 278) abgeschlossen sein, so dass der Verkehr hier wieder fließen kann. Aber auch die alten ehemaligen Brücken in der Altstadt sind geschichtsträchtig. Erstmals auf einer Skizze aus dem Jahr 1590 ist die „Alte Zollbrücke“ eingezeichnet.


Auch am Samstagabend musste die Feuerwehr Hamm ausrücken

Der Leitstelle in Montabaur wurde am Samstag, den 8. August, um kurz vor 18 Uhr eine schwarze Rauchsäule im Bereich Hamm gemeldet. Die Anruferin befand sich beim Absetzen des Notrufes in Pracht und konnte den Ort nicht genau bestimmen. Daraufhin wurde die Freiwillige Feuerwehr Hamm/Sieg alarmiert.


Auch Tieren leiden unter Hitze – Kreisveterinäramt kontrolliert

Nicht nur für den menschlichen Organismus sind die aktuell anhaltend heißen Temperaturen anstrengend, auch bei Nutz- und Haustieren kann die Hitze zu Problemen führen. Darauf weist das Kreisveterinäramt Altenkirchen hin. Aufgrund der sehr hohen Temperaturen führt das Kreisveterinäramt vermehrt Tierschutzkontrollen durch.




Aktuelle Artikel aus Region


Ersthelfer finden bewusstlose Radfahrerin am Straßenrand

Seifen. Die 53 Jahre alte Frau war Polizeiangaben zufolge am Sonntag in der Zeit von ca. 20.45 Uhr bis 21 Uhr ohne Helm mit ...

Altstadt-Brücke in Wissen zeugt von bewegter Vergangenheit

Wissen. Am Samstag, 22. August findet in Wissens Altstadt eine Brückenbaustellen-Besichtigung mit dem Landesbetrieb Mobilität ...

Auch am Samstagabend musste die Feuerwehr Hamm ausrücken

Hamm. Kurze Zeit später ging ein weiterer Notruf ein. In Heckenhof in der Eichenstraße sollte ein Anhänger und circa 50 Quadratmeter ...

Kreisfeuerwehrverband warnt eindringlich vor Waldbränden

Kreis Altenkirchen. Durch die immer noch anhaltende Corona-Beschränkungen im öffentlichen Leben suchen viele Bürgerinnen ...

Viele kamen zur Blutspende nach Birken-Honigsessen

Birken-Honigsessen. Zehn davon als Erstspender, was besonders erfreulich ist, so Lars Lauer und Luca Rohs als Rotkreuz-Bereitschaftsleiter ...

Kölner feierten 40. Hochzeitstag in der Grube Bindweide

Steinebach. Kurzerhand wurden die Kinder samt Ehepartner, die beiden Enkelkinder Marie und Philipp und die beiden Paten geladen ...

Weitere Artikel


Start-up-Haus Kirchen in greifbarer Nähe

Kirchen. „Ein Ort an dem junge Gründer alles vorfinden, was sie benötigen.“ So fasst Thilo Kipping, Leiter der Strategie- ...

Vereinsmeister des SV Neptun Wissen geehrt

Wissen. In ihrer Begrüßung freuten sich der Sportwart Christoph Link und die für den Seniorensport zuständige Beisitzerin ...

Dorfplatz strahlte in weihnachtlichem Glanz

Birken-Honigsessen. Viel Zeit und Arbeit hatten die Organisatoren des Birken-Honigsessener Weihnachtsmarktes in die Vorbereitungen ...

Verein Umwelt und Natur Nauroth spendete Stern für Kirche

Nauroth. Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins Umwelt und Natur Nauroth e.V. arbeiten seit nunmehr fünf Jahren intensiv ...

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel in Koblenz

Region/Koblenz. Mit der Regionalkonferenz „Zukunft Mittelstand – Der Bundeswirtschaftsminister im Dialog“ bei der Handwerkskammer ...

Grundschule Hamm brachte Geschenke für Gäste der Tafel

Altenkirchen/Hamm. „Wir kriegen ja immer Wurst und Brötchen geschenkt. Die verkaufen wir dann, und mit dem Geld kaufen wir ...

Werbung