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Nachricht vom 17.12.2015    

Neues Ausbildungskonzept für Berufskraftfahrer

Über das innovative Konzept der Verbundausbildung zum/zur Berufskraftfahrer/in hat kürzlich die IHK-Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen zusammen mit der Brucherseifer Transport + Logistik GmbH und dem AWZ Verkehr & Logistik des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands (CJD) e. V. informiert.

Ulrich Brucherseifer stellte die jungen Azubis vor, die derzeit an der Verbundausbildung für Berufskraftfahrer teilnehmen. Foto: pr

Wissen. Im Aus- und Weiterbildungszentrum (AWZ) für Verkehr & Logistik erhielten Unternehmen aus der Speditions- und Abfallwirtschaftsbranche einen umfassenden Einblick, was das neue Ausbildungskonzept beinhaltet. "Mit der Verbundausbildung haben Westerwälder Unternehmen die Chance, die Auszubildenden auf den spannenden Beruf des Berufskraftfahrers optimal vorzubereiten", sagte Oliver Rohrbach, Geschäftsführer der IHK-Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen.

Zur Verbundausbildung gaben bereits zwei der insgesamt acht Auszubildenden des Unternehmens Brucherseifer Transport + Logistik GmbH Einblicke in ihren Alltag. Denn sie absolvieren seit August die Verbundausbildung des AWZ Wissen. Neu an der Verbundausbildung zum Berufskraftfahrer ist, dass beispielsweise schon 17 Jahre alte Bewerber berücksichtigt werden können. Grund dafür ist, dass Unternehmen häufig Schwierigkeiten haben, junge Menschen adäquat auszubilden, wenn diese noch keinen Führerschein C/CE erworben haben. Auch die beschleunigte Grundqualifikation, die Fort- und Weiterbildungsmodule laut Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz und die Gabelstaplerfahrerausbildung wurden ebenfalls detailliert erläutert.

„Gerade die Idee der Verbundausbildung für Berufskraftfahrer muss auf ein reges Interesse seitens der Unternehmen stoßen, denn es ist schwierig, hier ausreichend Nachwuchs zu gewinnen und es herrscht schon jetzt eine ziemliche Knappheit an Berufskraftfahrern“, erläuterte Christoph Fischer, Prokurist der Brucherseifer Transport + Logistik GmbH.



Jürgen Neifer, Ausbilder im AWZ des CJD NRW Süd: „Auch der begleitende Stütz- und Förderunterricht sowie die sozialpädagogische Betreuung im Rahmen der Verbundausbildung sorgen dafür, dass auch leistungsschwächere Bewerber und Bewerberinnen mehr in den Fokus genommen werden können und eine Chance erhalten“. Michael Weißenfels, CJD, regte an, wie Flüchtlinge für eine Ausbildung oder Qualifizierung für Berufskraftfahrer gewonnen werden können. Denn die Branche der Speditions- und Abfallwirtschaft sei gerne bereit, Perspektiven zu eröffnen, sofern Unterstützung im Rahmen von Sprachunterricht und Begleitung während der Ausbildung geboten würden.

Wie eine entsprechende Fachklasse für Berufskraftfahrer an der BBS Wissen aufgestellt werden kann und was dafür notwendig ist, erläuterte Christoph Theis, Klassenleiter und Oberstudienrat an der Berufsbildenden Schule (BBS) Wissen. Denn ein weiteres Ziel aller der am Projekt beteiligten ist die Gründung einer Fachklasse an der BBS Wissen und Betzdorf für Berufskraftfahrer. Mindestens 15 Auszubildende seien benötigt, damit die zuständige Schulaufsichtsbehörde grünes Licht gibt.


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