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Nachricht vom 17.01.2016    

Wissener Herrensitzung begeisterte erneut

Die Wissener Karnevalsgesellschaft scheint die Zutaten für die perfekte Herrensitzung zu kennen. Auch dieses Mal überzeugte die Veranstaltung im Wissener Kulturwerk Männer vieler Altersgruppen. Ein Erfolgsgeheimnis: Keine Frauen im Publikum, dafür umso mehr auf der Bühne.

Brachte den Saal zum Kochen: Lieselotte Lotterlappen alias Joachim Jung. Fotos: Daniel Pirker

Wissen. Sie grölen euphorisch und strecken ihr die Hände entgegen. Die Besucher der dritten Wissener Herrensitzung im voll besetzten Kulturwerk liegen Lieselotte Lotterlappen quasi zu Füßen. Dabei wurden die Vertreter des starken Geschlechts kurz zuvor noch von der Komikerin nach Strich und Faden durch den Kakao gezogen. Denn nur einen Teil ihres Auftritts absolviert die Comedy-Dame, die eigentlich ein Mann ist und Joachim Jung heißt, auf der Bühne. Dort demonstriert sie schließlich ihre Gesangskünste („Er gehört zu mir“) und Fähigkeiten als Trompetenspielerin. Zu Beginn und zum Ende ihrer Show zieht sie durch die Reihen, pikt sich einzelne Besucher aus dem ausschließlich männlichen Publikum heraus und bedenkt die „Glücklichen“ mit Sprüchen wie: „Wenn ich mir Dich schön gesoffen hab‘, bekomme ich eine Fettleber.“ Die Ausgewählten nehmen es gelassen – während der Saal vor Lachen tobt. Sicher, der Auftritt der Comedy-Königin im pinken Jackett ist ein Höhepunkt der mittlerweile dritten Auflage der Herrensitzung, die der Wissener Karnevalsgesellschaft ein bis auf den letzten Platz besetztes Kulturwerk beschert – aber eben nur einer von vielen an diesem mehrstündigen Nachmittag der gepflegten Männerunterhaltung, die routiniert-gekonnt von Sitzungspräsident Jürgen Thielmann moderiert wird.

Zu Beginn darf die amtierende Prinzessin Lisa I. aus dem Hause Trapp noch ein paar schmeichelnde Grußworte ausrichten, lässt die Herren dann aber unter sich. Im Anschluss bringt Feuerwehrmann Kresse die Stimmung in der Halle auf Touren und beweist, wieso er zu den Top-Rednern des Kölner Karneval gehört. Die Besucher sind mehr als amüsiert von den witzigen Anekdoten aus dem Alltag eines Ehegatten und Feuerwehrmanns. Wie nach jeden Auftritt an diesem Nachmittag folgt das Nummerngirl Cindy. Ihre Einmärsche im mehr als knappen Mini-Rock und diversen Kostümen unter anderem als Stewardess oder Polizistin sorgen für attraktive Übergänge, die die Aufmerksamkeit aller Herren, inklusive des Elferrats, fesseln. Mit jedem ihrer Gänge quer durch die Halle auf die Bühne und zurück scheint die Ausgelassenheit noch einen Ticken anzusteigen – bis sie zum Schluss einen ausgiebigen Striptease präsentiert. Grundsätzlich sind Frauen nicht unerwünscht auf der Herrensitzung, solange sie zum Programm gehören und tanzen. Und da hat sich die Karnevalsgesellschaft nicht lumpen lassen bei der Programmplanung.




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Das große Tanzcorps der Wissener überzeugt auf ganzer Linie in Kostümen, die unter anderem an japanische Geishas erinnern. Die heimische Tänzergruppe beweist auf der Herrensitzung einmal mehr, weshalb sie deutscher Vizemeister im Schautanz ist. Für hohe Schauwerte sorgte ebenfalls das Tanzkorps der KG Fidele Sandhasen aus Troisdorf-Oberlar. Definitiv „tänzerische Spitzenklasse“ (Thielmann). Die Zuschauer reißt es von den Bierbänken.
Politisch geht es in der Darbietung der „Huusmester vom Bundestag" zu. Das Duo nimmt mit viel Witz und Parodie das aktuelle politische Zeitgeschehen aufs Korn. Dabei integrieren die beiden Hausmeister auch kleine Liedabwandlungen in ihren Auftritt, wie etwa „Sie haben uns tausendmal belogen“ – eine Anspielung auf die Griechenlandkrise.

Mit typischen Herrenwitzen bringt „Manni der Rocker“ den Saal zum Toben. Manche Männergruppe animieren die Späße auch zu Chorgesängen. Als der stämmige Komiker rhetorisch fragt, was sich nach 25 Jahren Ehe denn noch so abspiele, brüllt eine Stimme aus dem Publikum: „Nix!“. Manni scheint den „Männers“, wie er seine Geschlechtsgenossen nennt, aus der Seele zu sprechen mit der Weisheit, Alkohol sei nun mal das Betäubungsmittel für die Operation Leben. Lautstarke Lacher hat er auch auf seiner Seite mit der Erklärung, wie eine Messe für geschiedene Schwule heiße: „Ex-Po“.

Einen unvergesslichen Auftritt legen „Gulaschkapell“ hin. Mit kölschen Hits bringen sie die Männer, nicht nur in den vorderen Reihen, auf Hochstimmung. „Die Kalauer" halten die Heiterkeit in der Halle mit ihren Hits und Imitationen auf Betriebstemperatur. Den musikalischen Abschluss bildet die Kölschband „Hännes“ mit ihrer karnevalistischen Musikshow, die zum Mitsingen animiert. Für die „Männers“ aller Altersklassen in der Halle, teils kostümiert, ist aber ganz sicher noch nicht Schluss. Sie sind in angeregten Gesprächen vertieft, schunkeln, umarmen sich und stoßen an. (ddp)


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