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Nachricht vom 30.01.2016    

Sieben Impulse für ein kraftvolles Führen

Zur Auftaktveranstaltung der Reihe „BVMW Meeting Mittelstand“ mit dem Thema „Ideen statt Routine – sieben Impulse für ein kraftvolles Führen“ trafen sich etwa 60 Mittelständler aus dem Siegerland, dem Sauerland und den angrenzenden Gebieten im Westerwald und dem nördlichen LDK-Kreis bei der FEBA Fensterbau GmbH in Burbach.

Kraftvoll führen bedeutet für Susana Muzic kritisches Hinterfragen der eigenen Einstellung, auf Feedback und Dialog setzen und so zu einer Führungskultur im Unternehmen kommen. Foto: pr

Region/Burbach. Eingeladen hatten Rainer Jung, heimischer Geschäftsführer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft in Südwestfalen/LDK-Nord/Westerwald und Gastgeber Karl-Heinz Flick, der zunächst sein Unternehmen und die moderne Fertigung von Qualitätsfenstern vorstellte.

Die Referentin Suzana Muzic, Dillenburg, lies zunächst in einer Fragerunde die Unternehmer definieren, „Was ist Führung?“, „Wer bin ich in meiner Führungsrolle“ und „Wenn ich an meine Führungsaufgaben denke, dann“. Sodann stellte sie die Frage, ob Führungsaufgaben eher mit Lust oder Last, Freude oder Frust, Energie oder Schwere, Leichtigkeit oder Anstrengung sowie Kraft oder Kraftlosigkeit verbunden sind – und lies die Unternehmer die Ergebnisse im Plenum austauschen. Führungsaufgaben wie Ziele vereinbaren, planen, entscheiden, delegieren, motivieren setzen die Führungsrolle und das Führungsverständnis, Erwartungen und Maßstäbe voraus. Eine Führungskraft habe nur, so machte Muzic klar, wer gute Gedanken hege, seine Stärken lebe, die (eigenen) Erwartungen erfülle und seinen Job gerne mache.

So definierte sie kraftvolles Führen mit 7 „k“-Impulsen: Sei klar, kommunikativ, konfrontativ, konstruktiv, konsequent, kooperativ und krisenfest. Klar sein bedeutet, die Führungsrolle bewusst und authentisch auszufüllen, genau zu wissen, was man will und von den Mitarbeitern erwartet und strategische Ziele zu formulieren und für die Orientierung zu sorgen. Kommunikativ sein bedeutet, zu sagen, was wichtig ist, regelmäßige Gespräche mit den Mitarbeitern über Aufgabe und den „Menschen“ im Mitarbeiter sowie einen Rahmen zu schaffen für Austausch und Dialog – besonders auch bei Konflikten. Konfrontativ, das heiße offensiv Position beziehen, Mitarbeiter zur Lösungsfindung herauszufordern und den Dialog zu suchen. Unter konstruktiv versteht Muzic, die Aufmerksamkeit auf Gelungenes, Funktionierendes und Erreichtes zu richten, das regelmäßige Lob der Mitarbeiter und die Ermutigung für die Mitarbeiter, „konstruktive Fehler zu machen“.



Zur Konsequenz gehören sodann der Mut zu Entscheidungen, Verbindlichkeit und Verlässlichkeit sowie die Fortschrittskontrolle von Aufgaben und Projekten. Kooperativ ist eine Führungskraft, wenn sie die Verantwortung trägt, aber auch Aufgaben delegiert, konstante Beziehungen zu den Mitarbeitern pflegt und den Mitarbeitern Impulse gibt, Lösungen zu erarbeiten. Das 7. „k“ schließlich: krisenfest. Es ist möglicherweise das Schwierigste von allen. Man muss gelassen dem inneren Kompass folgen und ein Vorbild für die Mitarbeiter sein, souverän und vorbildlich mit Veränderungen umgehen sowie mit langem Atem die Mannschaft stärken – auch in schwierigen Zeiten.


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