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Nachricht vom 31.01.2016    

Seit 65 Jahren Frauenkarneval in Herdorf

Seit nunmehr 65 Jahren gibt es den Frauenkarneval der KFD Herdorf und seine Anziehungskraft ist ungebrochen wie eh und je. Auch die beiden diesjährigen Frauensitzungen waren wieder sehr gefragt und wie immer ein Garant für beste, humoristische Unterhaltung. Das "Herdorf, Nadda Jöhh!" hallte zwei Tage durch den Knappensaal.

Immer wieder klasse: Hedi und Ursi im Zwiegespräch. Fotos: anna

Herdorf. Der damalige Pfarrer Josef Neunzig gab dem katholischen Jungfrauenverein den Anstoß für die erste Frauen- und Mädchensitzung im Jahre 1951. Die Nachfrage nach den Karten für die Sitzungen stieg in wenigen Jahren so stark an, dass es schon bald zwei Sitzungen und weitere Jahre später sogar drei Frauensitzung nacheinander im Knappensaal gab.

Mehr als 30 Jahre lang prägte Klärchen Brühl als Sitzungspräsidentin den Frauenkarneval in Herdorf ganz entscheidend. In ihre Fußstapfen trat Annemarie Quast und leitete die Sitzungen über 20 Jahre. Agnes Rink und Monika Schmidt standen danach gemeinsam neun Jahre als Sitzungspräsidentinnen auf der Bühne. Diese vier sollen hier stellvertretend für die vielen Frauen genannt werden, die in den 65 Jahren für beste humoristische Unterhaltung und so manche Lachtränen sorgten. Sie alle zeichneten sich darin aus, dass sie vorwiegend sich selbst oder sich gegenseitig auf die Schippe nahmen. Nicht selten gaben und geben sie bis heute unglaublich komische Geschichten aus ihren Familien zum Besten, die das Publikum immer wieder aufs Neue köstlich amüsieren.

Wenn Dritte durch den Kakao gezogen werden, dann jedoch immer so, dass sich niemand verletzt fühlen muss. Und ein weiteres Kriterium für die lange Erfolgsgeschichte ist die Tatsache, dass es ausnahmslos heimische Akteure sind, die da auf der Bühne stehen, sei es in der Bütt oder als Tänzerinnen, Herren sind allenfalls als Musiker oder Ehrengäste zugelassen. Lange Jahre waren zudem die Beiträge der Frauensitzungen ausschließlich dort zu sehen, was sich in den letzten Jahren jedoch geändert hat. Auch die Sprache hat sich geändert, wurden die meisten Vorträge in früheren Jahren noch in der örtlichen Mundart vorgetragen, so wird dies heute jedoch immer seltener. Wie schon erwähnt, haben Agnes Rink und Monika Schmidt ihre Ära als Präsidentinnen auch beendet und zwar im vergangenen Jahr.

Nun wurde ein Generationenwechsel vollzogen, der besser nicht hätte funktionieren können. Wiederum standen am Donnerstag und Freitagabend ein Präsidentinnen Duo auf der Bühne. Verena Rink (die Tochter von Agnes) und Jana Schlosser (Tochter von Peter und Susanne Schlosser). Beide sind, was die Bühnenerfahrung anbelangt keine „Neulinge“ mehr. Verena (29) stand zuvor schon seit 15 Jahren mit den Mäckeskindern auf der Bühne und Jana (24) steht ebenfalls schon seit acht Jahren auf der Bühne des Knappensaales, bei den Frauensitzungen. Sie habe geerbt, meinte Rink, die beruflich als Standesbeamtin in Siegen arbeitet. Sozusagen ein prämortales Erbe angetreten und dies erst im vergangenen September erfahren. Ihre Mitstreiterin Schlosser, die als Sozialarbeiterin in Koblenz tätig ist, erfuhr sogar erst vor einem Monat, dass da für die Frauensitzungen noch eine zweite Präsidentin gesucht werde und sie dazu bestens geeignet sei. Dem werden die Zuschauerinnen der beiden Sitzungen sicherlich beipflichten.

Das Motto der Sitzungen war in diesem Jahr die „Muppett Show“ und so zog Prinzessin Carmen Quast (aus dem Hause Klein) als Kermet der Frosch mit ihrem lustig, bunten Elferrat ein, begleitet von den Klängen des Bollnbacher Musikvereins. Dann ging es Schlag auf Schlag, denn immerhin standen 25 verschiedene Beiträge im Programm. Tänze, Sketche, Zwiegespräche und Büttenreden wechselten sich ab. Die Strolche mit Kinderprinzessin Lilli (Heil) präsentierten den ersten Tanz des Abends. Weitere Tänze boten das Jugendtanzcorps der KG am Donnerstag. Am Freitag tanzten Lena-Marie Zimmermann und Leon Kopac. Zu verschiedenen Regenliedern und anderen Hits wirbelte die DJK Gruppe „Remix“ in poppig buntem Outfit über die Bühne. Fetzig ging es bei der „Funky Joker Night“ zu, vom großen Tanzcorps der Sportfreunde.

Für Freitag war die Jugendgruppe mit einem Gardetanz angekündigt. Wehmütig wurde es dann bei der Aufführung der Formation „Body Talk“, die sich nach 21 Jahren aktiven Tanzens vom Publikum verabschiedete. Als Ausmarsch hatten sie daher „Time to say good by“ gewählt. Die beiden KG Tanzgruppen, das große Tanzcorps und das Showtanzteam gaben auch je einen Auftritt anlässlich der Frauensitzungen. Eine akrobatische Einlage präsentierten drei junge Damen der DJK im Rhönrad. Die Wortbeiträge des Abends, waren alle samt wieder ein toller Erfolg, sei es bei der Mäckesfamilie, den Mäckeskindern, der Gruppe ohne Namen, den Chickens und allen weiteren, das Publikum war begeistert und zu Lachtränen gerührt.

Ursula Trapp stieg gleich zweimal in die Bütt und sorgte mit einer Schilderung eines Versicherungsfalles und dem Weihnachten 1946 für beste Unterhaltung. Gemeinsam mit ihrer Partnerin Steffi Boldt brachten die beiden als Hedi und Ursi die Stimmung zum Kochen. Als „Engelsche“ trat Denise Flammang-Udenweze in die Bütt und Katharina Schneider (Quast) zeigte eine typische Szene der Kochvorbereitung womit ihr die Lacher aus dem Saal sicher waren. Als Queen Elisabeth und Prinz Philipp kamen Christiane Schwanke und Brigitte Romschinski zur Frauensitzung und verblüfften das Publikum mit ihrem Insiderwissen über die Stadt. Ein dreifach kräftiges Herdorfer „Nadda Jöhh“ auf diese gelungene Frauensitzung. (anna)


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