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Nachricht vom 27.02.2016    

Abwasserbeseitigung in der Verbandsgemeinde hergestellt

„Ein Jahrhundertprojekt geht der Vollendung entgegen“, sagen Bürgermeister Jens Stötzel, Werkleiter Marco Hörter und dessen Stellvertreter Dipl.-Ing. Christoph Schneider angesichts des Baubeginns der kommunalen Kleinkläranlage im Solbachstal, Ortsgemeinde Friesenhagen.

Bürgermeister Jens Stötzel, Timo Welp (Büro GEWATEC), Horst Reimann (Erster Beigeordneter Friesenhagen), Georg Steger (Firma Baustra), Werkleiter Marco Hörter, Oliver Schmidt (Firma Reuscher) und stellv. Werkleiter Christoph Schneider. Foto: Veranstalter

Friesenhagen. Seit Ende der 60ger Jahre ist die Abwasserbeseitigung in der Verbandsgemeinde Kirchen (Sieg) kommunalpolitisches Thema.
Insbesondere in der weitläufigen Ortsgemeinde Friesenhagen mit ihren vielen Außenbereichsanwesen musste die Verbandsgemeinde hierfür seit Beginn der 2000er Jahre erhebliche Finanzmittel in die Hand nehmen.
Wesentlich waren dabei der Bau der Kläranlage in Steeg sowie weiterer Kleinkläranlagen in Altenhofen, Diedenberg, Höfchen, Weierseifen sowie in Äpfelbach (Stadtgebiet Kirchen).

Als letztes großes, noch nicht über eine ordnungsgemäße Abwasserbeseitigung verfügendes Gebiet, blieben zuletzt nur noch die Weiler „Engelshäuschen“, „Westbach“, „Obersolbach“, „Mittelsolbach“ sowie „Niedersolbach“ im Solbachstal übrig. Hier wohnen aktuell 27 Einwohner, deren häusliches Schmutzwasser zukünftig in einer zentralen Kleinkläranlage im Bereich der Abzweigung zum Weiler „Niedersolbach“ gereinigt werden soll; die Anlage ist für 40 Einwohnerwerte ausgelegt.

700.000,00 Euro muss die Verbandsgemeinde nunmehr dort zur Herstellung einer ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung dieser Weiler in die Hand nehmen. Die hohen Kosten waren auch der Grund, warum der Verbandsgemeinderat über Jahre zunächst die Herstellung privater Kleinkläranlagen auf den einzelnen Weilern favorisiert hatte. Anders als bei vielen anderen Außenbereichsanwesen kam es aber im Solbachstal nicht zu einer Einigung mit den dortigen Anliegern. Der sodann vom Verbandsgemeinderat beschlossene Bau geschlossener Sammelgruben scheiterte vor dem Kreisrechtsausschuss, der entsprechenden Widersprüchen der Eigentümer Recht gab.



2015 hatte aber dann ein neuer Anlauf zur Einigung Erfolg und die Gremien der Verbandsgemeinde sprachen sich aufgrund einer Kostenvergleichsberechnung für den Bau einer kommunalen, dezentralen Kleinkläranlage in Höhe der Einfahrt nach Niedersolbach aus.

Neben dem Bau der Kleinkläranlage in Niedersolbach (rund 55.000,00 Euro) werden insgesamt 3 Leitungen (Kosten rund 645.000,00 Euro) im freien Gefälle mit einer Länge von rd. 2.500 Meter in einer Tiefe von ca. 1,20 m verlegt, davon 120 m in Horizontalbohrtechnik. Alle Leitungen werden in Form von PE-Kunststoff-Rohren verlegt.
Zudem wird noch der Gewässerdurchlass des Solbachs unter der Straße nach Niedersolbach erneuert (DN 1200) und ökologisch aufgewertet.

Bauausführende Firmen sind die Baustra GmbH, Wilnsdorf, die Firma Reucher Tiefbau GmbH aus Rennerod; die örtliche Bauleitung liegt beim Ing.-Büro GEWATEC, Neunkirchen.
Das Land Rheinland-Pfalz fördert die Maßnahme teilweise mit Landesmitteln. Die Fertigstellung ist bis Sommer 2016 beabsichtigt.


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