Werbung

Nachricht vom 11.03.2016    

Mahnwache in Altenkirchen: Gedenken an Fukushima-Atomkatastrophe

Anlässlich des 5. Jahrestages der großen Katastrophe in Fukushima reisten Staatsministerin für Umwelt, Ulrike Höfken und Staatssekretär Dr. Thomas Griese nach Altenkirchen, um an die Opfer und verheerenden Folgen in einer Mahnwache zu erinnern. Auch der Kreis Altenkirchen stehe in der Verantwortung einer Energiewende.

"Atomkraft, nein Danke": Mahnwache in Altenkirchen zum Gedenken an die Fukushima-Katastrophe. Foto: Katrin Bosch

Altenkirchen. Am Freitagnachmittag, den 11. März versammelten sich Bürgerinnen und Bürger in der Bahnhofstraße Altenkirchen, um gemeinsam mit dem Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen an die schwere Atomkatastrophe in Fukushima, Japan, im Jahr 2011 zu erinnern.

Vor fünf Jahren erfuhr Japan eine seiner schlimmsten Katastrophen deren Folgen weltweit bis heute andauern: Ein Tsunami, ausgelöst durch das bis dato schwerste Erdbeben Japans, verursachte eine Reaktorkatastrophe im Atomkraftwerk Fuskushima I (Daiichi). Es folgte eine Kernschmelze, die radioaktive Stoffe in großen Mengen freisetzte. Weitläufige Gebiete mussten evakuiert werden. Noch immer ist das Gebiet verseucht. 20.000 Tote sind zu beklagen.

„Bereits seit fünf Jahren verharren immer noch über 100.000 Menschen in Notunterkünften. Eine furchtbare Katastrophe die man nicht vergessen darf“, ermahnte Staatssekretär Thomas Griese (Bündnis 90/Die Grünen). Die beschädigten Reaktorstäbe sind noch nicht genau lokalisiert und starke radioaktive Strahlung dringt ungebremst weiterhin in die Umwelt. Zudem werden unzählige Plastiksäcke aufgefüllt mit verstrahlter Erde in der Landschaft aufgeschichtet. Auch in der Meeresbiologie reicherten sich verstrahlte Stoffe an.

Die Konsequenz aus solch schlimmen Katastrophen müsse ganz klar der Ausstieg aus der Atomenergie sein, forderte der Staatsminister. Die Stilllegung der Atomkraftwerke solle nicht nur gemeinschaftlich mit den EU-Nachbarn angestrebt werden, sondern auch auf Bundesebene.



In Rheinland-Pfalz betreiben bereits 88.000 Menschen Solarenergie, „Eine beachtliche Zahl“, findet Anne Neuhof (MdL der Grünen). „Aber leider steht der Kreis Altenkirchen an vorletzter Stelle was die Installation erneuerbarer Energien betrifft, allerdings arbeiten wir an der Ausweitung als klares Zielvorhaben“.

Die technische Entwicklung der Windkraftanlagen kann sich mittlerweile auch sehen lassen: Mit einer verdoppelten Leistung auf 3.000 Megahertz arbeiten die umweltfreundlichen Energieerzeuger doppelt so effizient wie noch vor wenigen Jahren und kommen gleichzeitig mit weniger Windantrieb aus.

„Rheinland-Pfalz an sich steht tatsächlich an der Spitze mit 31 Prozent erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien“, so Staatsministerin Ulrike Höfken. Dies habe auch einen großen regionalen Nutzen zum Beispiel in der Landwirtschaft und in den Kommunen, zudem unterstütze es die eigene Unabhängigkeit von den großen Stromanbietern. Dies alles soll auch in Zukunft weiterhin im Kreis gefördert werden. Bis 2030 hat sich die rot-grüne Landesregierung das Ziel gesetzt, den Stromverbrauch in Rheinland-Pfalz vollständig aus Erneuerbaren Energien zu decken. (Katrin Bosch)


Lokales: Altenkirchen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Politik


Infrastrukturprojekt in Mudersbach und Brachbach stockt weiterhin

Die Anbindung des Industriegebiets von Mudersbach und Brachbach sorgt seit Jahren für Diskussionen. Trotz ...

Bildungspolitischer Dialog in Gieleroth: Austausch mit Philip Schimkat und Staatssekretärin Bettina Brück

Die Bildungslandschaft in Rheinland-Pfalz steht vor
Herausforderungen. Am Mittwoch, 11. Februar 2026, ...

Versorgungssicherheit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Altenkirchen muss gewährleistet bleiben

Die Personalsituation in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Altenkirchen sorgt für wachsende Sorgen. Bündnis ...

Cathrin Otto zur Verbandsgemeindehauptsekretärin ernannt

Im Kirchener Rathaus wurde Cathrin Otto in einer feierlichen Zeremonie zur Verbandsgemeindehauptsekretärin ...

Kreis Altenkirchen: FDP fordert Qualität statt Quantität in der Krankenhausversorgung

Die FDP-Kreistagsfraktion Altenkirchen spricht sich für eine stärkere Qualitätsorientierung in der medizinischen ...

Öffentlicher Nahverkehr: 5,50-Euro-Tagesticket für den Kreis Altenkirchen in Prüfung

Die Fraktionen von FDP, Freien Wählern und CDU im Kreistag Altenkirchen setzen sich für ein neues ÖPNV-Tagesticket ...

Weitere Artikel


Unfall mit drei Leichtverletzten und rund 30.000 Euro Schaden

Ein Autokorso mit etwa 20 Fahrzeugen verursachte einen Unfall am Freitag, 11. März, gegen 16 Uhr an dem ...

Den Klassenerhalt erreicht

Am 5. und 6. März fanden die beiden letzten Punktspiele der Seniorenmannschaft des Badminton Club Altenkirchen ...

Neuer Mentor für die Jagdausbildung

Sebastian Niederer wird ab 1. April neuer Mentor für die jagdliche Ausbildung im Kreis Altenkirchen. ...

Soziales Denken und Tatkraft prägten sein Wirken

Friedrich Wilhelm Raiffeisen hat mit seinen Ideen und seiner Tatkraft eine ganze Region beeinflusst. ...

Gesundheitsminister will keine Neid-Debatten

Wahlkampfendspurt mit prominenter Unterstützung: Auf Einladung der CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Peter ...

Schülergenossenschaft im Raiffeisen-Geburtsort gegründet

Raiffeisens Idee der Genossenschaften ist angesichts aktueller Krisen weltweit attraktiver denn je. Im ...

Werbung