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Nachricht vom 26.03.2016    

Frohe Ostern und schöne Feiertage

Das Team und die Geschäftsleitung der Kuriere wünscht Lesern und Anzeigenkunden ein schönes Osterfest. Was wäre ein Osternest ohne Eier. Aber wieso verschenken wir sie eigentlich zu Ostern? Alles begann im Mittelalter, als das Eieressen in der Fastenzeit vor Ostern verboten war. Um Eier in dieser Zeit nicht wegwerfen zu müssen, sollen die Bauern sie hart gekocht haben – dann ließen sie sich nämlich bis zu vier Wochen aufbewahren. Chronisten berichten, dass im 16. Jahrhundert die Eier bemalt wurden.

Foto: Julia Heinz

Region. Ob bunt angemalt und hart gekocht oder gebacken im Hefezopf, Eier gehören zu den beliebtesten Speisen während der Osterfeiertage. Allerdings sind sie auch ein hochsensibles Lebensmittel: Die Initiative "Zu gut für die Tonne!" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) erklärt, wie Ostereier möglichst lange genießbar bleiben.

Ob bunt angemalt und hart gekocht oder gebacken im Hefezopf, Eier gehören zu den beliebtesten Speisen während der Osterfeiertage. Allerdings sind sie auch ein hochsensibles Lebensmittel. Hier einige Tipps zum Osterei oder dem Ei als hochwertiges Lebensmittel.

Wie der Name schon sagt, ist das Eierfach in der Kühlschranktür der ideale Aufbewahrungsort für Eier. Wichtig ist, dass Eier gekühlt und getrennt von anderen Lebensmitteln gelagert werden. Sie können Gerüche von stark riechenden Lebensmitteln wie Zwiebeln annehmen, weil die Eischale luftdurchlässig ist. Länger halten Eier, wenn sie mit dem spitzeren Ende nach unten aufbewahrt werden. Dann befinden sich der Dotter in der Mitte und die Luftkammer oben. Lagert das Ei andersherum, steigt die Luftblase mit der Zeit nach oben. Dann kann es passieren, dass sich die Eihaut ablöst und Keime eindringen. Man sollte ein Ei vor der Lagerung übrigens nicht waschen. Das könnte die natürliche Schutzschicht der Schale zerstören.

Auch bei Eiern wird ein Mindesthaltbarkeitsdatum ausgewiesen. Es endet 28 Tage nach dem Legedatum. Danach sollten die Eier nur noch zum Kochen oder Backen verwendet, also bei über 70 Grad Celsius erhitzt werden. Bei rohen Eiern zeigen einfache Tests, wie alt sie sind. Der Schwimmtest: Das rohe Ei wird in ein Glas mit kaltem Wasser gelegt. Ist es frisch, bleibt es am Boden liegen. Ein älteres Ei richtet sich auf oder schwimmt oben. Denn aus Eiern verdunstet mit der Zeit Flüssigkeit durch die Schale – und es bleibt zunehmend Luft im Inneren zurück. Der Dottertest: Dazu muss das Ei aufgeschlagen werden. Bei einem frischen Ei sind Dotter und umschließendes Eiweiß hoch gewölbt. Bei einem älteren ist das Eiklar dünnflüssig und fließt breit auseinander. Der Dotter sieht flacher aus. Wer zweifelt, ob man ein Ei noch essen kann, macht den Sinnestest: Dazu wird das Ei hart gekocht oder durchgebraten, sodass der Dotter gerinnt. Dadurch sterben mögliche Keime wie Salmonellen. Danach testet man mit Augen, Nase und Geschmackssinn. Denn was gut aussieht, riecht und schmeckt, ist meist auch noch gut.

Wird ein Ei vor dem Kochen angepikt, schützt das nicht vor dem Platzen. Besser ist es, einfach Salz oder Essig ins Wasser zu geben. Beides bewirkt, dass das Eiweiß an der geplatzten Stelle sofort gerinnt und so die Bruchstelle verschließt. Das Abschrecken sollte man sich bei hart gekochten Eiern übrigens sparen: Es vermindert die Haltbarkeit und macht das Pellen nicht einfacher. Denn ob sich ein Ei leicht schälen lässt, hängt vom Alter ab: je frischer das Ei, desto schlechter geht die Schale ab. Ältere, hart gekochte Eier sind damit perfekt fürs Osternest. Abschrecken sollte man nur ein weich gekochtes Ei, das man gleich essen will. Das kalte Wasserbad stoppt den Garvorgang.

Ostereier mit grünlichem Rand um den Dotter müssen nicht in den Abfall. Man kann sie unbesorgt essen. Der Rand bildet sich durch eine Reaktion zwischen dem Eisen im Eigelb und dem Schwefel im Eiweiß, wenn Eier über zehn Minuten kochen. An der Qualität des Eis ändert sich nichts.

Rohe Eier isst man am besten nur, wenn sie ganz frisch sind. Sonst droht eine Salmonelleninfektion beim Genuss von Tiramisu, Zabaione und Co. Solche Gerichte sollten immer gut gekühlt lagern und innerhalb eines Tages verbraucht werden. Eier mit einem Riss in der Schale sollte man übrigens nie roh verzehren, sondern sofort gut durcherhitzt essen.

Initiative: Zu gut für die Tonne!
Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Pro Person und Jahr sind das rund 82 Kilogramm Lebensmittelabfall. Rund zwei Drittel davon wären vermeidbar. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbände, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative. Unter www.zugutfuerdietonne.de finden sich Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit, Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Rezepte für beste Reste.



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