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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 13.04.2016    

Horper fordert: Anbindehaltung nicht vorschnell verbieten

In einem Schreiben an Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken forderte der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, dass die Landesregierung von ihrem Ziel eines generellen Verbots der Anbindehaltung, Abstand nehmen müsse. Die Folgen eines Verbotes wären trotz des in Rheinland-Pfalz schon weit fortgeschrittenen Strukturwandels ein falsches Signal für die Grünlandbewirtschaftung in den Höhengebieten.

Symbolfoto Kuriere.

Region. Die Anbindehaltung, so Horper, sei nachweislich auf kleineren Höfen anzutreffen, während größere Betriebe in der Regel über modernere Laufställe verfügen würden. Selbst die jetzt diskutierte Übergangsfrist von 12 Jahren würde bei vielen Betrieben zu Härten führen, die schließlich zu einem vorzeitigen Aufgeben führen könnten.

Für einen Stallneubau würde vielen Betrieben entweder die Fläche, das Geld oder ein Hofnachfolger fehlen. Sie würden zurzeit aber dennoch mit ihren Tieren das Grünland bewirtschaften und die Landschaft pflegen. Die durchaus guten Milchleistungen zeigten schließlich, dass auch die Tiere in Anbindeställen bei guter Gesundheit seien und sich wohlfühlen würden. Allein die Frage, ob eine Kuh – auch zeitweise – angebunden sei oder nicht, sage folglich nichts über die Gesundheit der Tiere aus. Zwar seien die Vorteile der Laufstallhaltung unumstritten, eine Anbindehaltung sei per se aber nicht tierfeindlich.

Horper: „Der Strukturwandel geht unvermindert weiter, ihn durch gesetzliche Verbote, wie zum Beispiel durch ein Anbindeverbot zu verschärfen, wird vom bäuerlichen Berufsstand abgelehnt!“



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Kommentare zu: Horper fordert: Anbindehaltung nicht vorschnell verbieten

2 Kommentare

Frau Bertgen hat vollkommen recht, wenn sie die Forderung von Herrn Horper kritisiert, der sich für eine langfristige Anbindehaltung bei Kühen einsetzt. Die heutige Landwirtschaft ist genau wie die profitorientierte Industrie dank optimaler Lobbyarbeit weit entfernt von dem Anspruch Naturpfleger zu sein. Wer Hähnchen schreddert und Schweine und Rinder zu tausenden von Tieren in einem Stall zusammenpfercht, der sollte sich zusammen mit den politischen Tätern schämen.
#2 von Reinhard Panthel, am 20.04.2016 um 08:22 Uhr
Nur weil eine Kuh in Anbindehaltung Milch gibt, ist sie noch lange nicht glücklich.
Lieber Herr Horper, wie würden sie sich fühlen, wenn sie ihre Arbeit mit einer Kette um den Hals machen müßten? Und das ihr Leben lang!!
Die Anbindehaltung verstößt gegen alles was man unter einer vernünftigen Tierhaltung versteht.
Wie wäre es wenn man den Bauern mit Zuschüssen helfen würde, um das Leid der Tiere zu beenden. Und wenn jetzt jemand sagt das dies nicht möglich wäre........doch das ist es. Man muss nur Prioritäten setzen.
Es kann wirklich nicht sein das die Kühe noch weitere 12 Jahre warten sollen um endlich ein tiergerechtes Leben (wenn man das überhaupt so nennen darf) führen zu können.
Die Kettenhaltung von Hunden ist nach dem TschG auch nur unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen möglich. Warum nicht bei den Kühen?
Die Anbindehaltung ist nicht nur tierfeindlich. Sie ist eine Qual.

#1 von Sabine Bertgen, am 15.04.2016 um 07:14 Uhr

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