Werbung

Region | - keine Angabe -


Nachricht vom 15.04.2016    

Fördermittel für kommunale Elektromobilität

Die Initiative der drei Landkreise AK, WW und NR „Wir Westerwälder“ stellt einen gemeinsamen Förderantrag zur Anschaffung von Elektroautos für die Fahrzeugflotten und für Ladesäulen in den Kommunen der Region. Am 6. Mai endet die Antragsfrist, es gibt bereits Interesse aus einigen Kommunen. Am Tag der Elektromobilität am 22. April gibt es viele Infos.

Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Altenkirchen/Montabaur/Neuwied. Die Gemeinschaftsinitiative „Wir Westerwälder!“ der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und des Westerwaldkreises möchte ein Zeichen für die Elektromobilität setzen. Der derzeitige Förderaufruf des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) ermöglicht Investitionszuschüsse für die Anschaffung von Elektroautos und Ladesäulen für Kommunen.

Lars Kober von der Regionalentwicklung der Kreisverwaltung Altenkirchen koordiniert die gemeinschaftliche Antragsstellung. Anfang März startete der 2. Förderaufruf des BMVI. Seitens der Gemeinschaftsinitiative hatte man diesen Termin extra abgewartet um die Antragsstellung ausführlich vorzubereiten. Denn neben den Verwaltungen der Landkreise soll auch die Möglichkeit für die Verbandsgemeindeverwaltungen der Region Westerwald geschaffen werden, sich am Förderantrag zu beteiligen.

„Mit unserer Bewerbung möchten wir einerseits unseren Beitrag zum ambitionierten 1-Million-Elektrofahrzeuge-Ziel der Bundesregierung beisteuern. Andererseits möchten wir aber auch ein Zeichen mit der Aktion setzen, das über die obligatorische Einweihung einer "E-Tankstelle" in einer Kommune hinausgeht. Wenn man sich die Aktivitäten der einzelnen Bundesländer anschaut, ist Rheinland-Pfalz ein weißer Fleck ohne Elektromobilitätsregion. Mit unseren Aktivitäten im Bereich Elektromobilität erhoffen wir uns für den Westerwald eine positive Außenwirkung“, erläutert Lars Kober die Motivation der Gemeinschaftsinitiative.

Das BMVI gewährt für die Anschaffung von Elektroautos einen Zuschuss von bis zu 35 Prozent. Bei Ladesäulen sind es 50 Prozent der förderfähigen Investitionskosten, die bezuschusst werden. Notwendig ist, dass der Ladepunkt öffentlich zugänglich und anwenderfreundlich ist. Für das Projekt wurden von einem Fachunternehmen aus dem Bereich moderner Mobilitätskonzepte, Wirtschaftlichkeitsberechnungen für 22 der gängigen Elektrofahrzeuge erstellt. Das Ergebnis zeigt, im Rahmen der durchgeführten Vollkostenrechnungen stellt die Anschaffung der Elektroautos unter Berücksichtigung der Fördermittel keine wirtschaftlichen Nachteile gegenüber der Anschaffung eines konventionellen Fahrzeugs dar. Es gilt der Grundsatz, dass sich die Wirtschaftlichkeit der Elektrofahrzeuge mit zunehmender Laufleistung verbessert, da die laufenden Kosten für Elektroautos unter den laufenden Kosten der konventionellen Fahrzeuge liegen. Bei den Vergleichsberechnungen wurde die Finanzierungsform des Leasings nicht berücksichtigt.

Neben den drei Kreisverwaltungen haben bereits einige Kommunen das Interesse signalisiert, am Förderantrag teilzunehmen. Der weitere Zeitplan ist sehr straff, da der 6. Mai die Antragsfrist darstellt. „Hier hätte ich mir einen längeren Zeitraum gewünscht. Verwaltungen müssen sich zuerst das Okay der politischen Gremien einholen“, sagte Kober weiter. Er betont aber, das Fenster für interessierte Kommunen sei noch offen. Für Ortsgemeinden bestehe darüber hinaus die Möglichkeit, die Fahrzeuge als „Bürgerfahrzeuge“ anzuschaffen und dafür Entgelte zu verlangen, die sich – nach Aussage des Fördergebers – nicht negativ auf die Höhe der Fördermittel auswirken. Die Ortsgemeinden sollten allerdings hier die möglichen steuerlichen Auswirkungen beachten, die sich durch die Vermietung der Fahrzeuge ergeben könnten, weist Kober hin.

Interessierte können sich am „Tag der Elektromobilität“ weitergehend informieren. Experten aus Forschung und praktischer Anwendung präsentieren beim Fachforum der Energieagentur Rheinland-Pfalz am 22. April im Kuppelsaal der Festung Ehrenbreitstein eine Vielzahl von Aspekten, die bei Elektrofahrzeugen im Fuhrpark zu beachten sind. Einen besonderen Akzent setzt die Tagung dabei auf die Vermittlung von Erfahrungswerten aus der Praxis und der Information über Fördermöglichkeiten im Bereich Elektromobilität.

Als Kooperationspartner der Energieagentur beteiligen sich die Energieversorgung Mittelrhein, die Generaldirektion Kulturelles Erbe und die Stadt Koblenz, für die Oberbürgermeister Joachim Hoffmann-Göttig zu den Forumsbesuchern sprechen wird. Begleitet wird das Fachprogramm von einer Ausstellung, die Innovationen und interessante Lösungen beim elektrischen Fahren vorstellt. Sie ist ab 15 Uhr für jedermann zugänglich.



Kommentare zu: Fördermittel für kommunale Elektromobilität

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Region, Artikel vom 20.01.2020

Rollerfahrer stirbt nach Sturz in Kirchen-Wehbach

Rollerfahrer stirbt nach Sturz in Kirchen-Wehbach

Ein tragischer Verkehrsunfall hat sich am Sonntagabend, 19. Januar 2020, gegen 19.20 im Kirchener Ortsteil Wehbach ereignet. Der 55 Jahre alte Fahrer eines Rollers stürzte und starb. Sein Sohn musste den Vorfall mit ansehen.


Ein neues markantes Wohn- und Geschäftsgebäude für Altenkirchen

Der Fortschritt wird tagtäglich sichtbar. Das neue und markante Wohn- und Geschäftsgebäude in der Frankfurter Straße in Altenkirchen strebt mit großen Schritten seiner Fertigstellung entgegen, mit der der Bauherr, die Familie Stefan Kunz, in wenigen Monaten rechnet.


Neuhoff will keine weiteren Beratungen mehr zu WKB in Wissen

Der Stadtrat Wissen soll am 10. Februar 2020 einen Grundsatzbeschluss zum Thema Straßenausbaubeiträge für das Stadtgebiet von Wissen treffen. Weitere Vorberatungen im Haupt- und Finanzausschuss am 23. Januar finden nicht statt, auch die geplanten Bürgergespräche am 6. und 7. Februar werden vorerst zurückgestellt, bis Klarheit herrscht.


Sturz im Freizeitpark – Schadenersatz und Schmerzensgeld abgelehnt

Urteil zu Verkehrssicherungspflichten im Freizeitpark vom Landgericht Koblenz (nicht rechtskräftig), weil ein Kläger Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangt wegen eines Sturzes mit Unterkiefer- und Zahnfrakturen in einem Freizeitpark.


Schwerer Unfall auf der L 278: Junge Frau prallt gegen Baum

Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich Sonntagmorgen gegen 8 Uhr auf der Landesstraße 278 zwischen Wissen und Morsbach ereignet. Eine junge Frau kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Sie wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Die L 278 war komplett gesperrt.




Aktuelle Artikel aus Region


Ein neues markantes Wohn- und Geschäftsgebäude für Altenkirchen

Altenkirchen. Es geht zügig voran. Das neue Wohn- und Geschäftshaus in der Frankfurter Straße 9 in Altenkirchen ist schon ...

Sturz im Freizeitpark – Schadenersatz und Schmerzensgeld abgelehnt

Koblenz. Zum Sachverhalt: Der Kläger besuchte mit einer Bekannten und deren Kindern einen Freizeitpark der Region. Er begab ...

Ein wichtiges Themas: Vortrag zur Darmkrebsvorsorge gut besucht

Kirchen. Rund 35 Besucher folgten den Ausführungen des Referenten, Dirk Werner, Chefarzt der Inneren Medizin und Gastroenterologie ...

Neuhoff will keine weiteren Beratungen mehr zu WKB in Wissen

Nachdem sich der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Wissen am 14. Januar nach drei Stunden und einem erneut umfassenden ...

Land fördert Ortskernentwicklung in Daaden und Weitefeld

Daaden. „Gute Rahmenbedingungen für den ländlichen Raum zu schaffen und insbesondere für attraktive und lebenswerte Kleinstädte ...

Traktorfahrer drängt Lkw auf der K 130 ab und flüchtet

Selbach. Am Samstag, den 18. Januar 2020, gegen 23.10 Uhr, fuhr ein 60-Jähriger mit seinem Lkw auf der K 130 aus Richtung ...

Weitere Artikel


Schönheiten der heimischen Natur hautnah erleben

Region. Die Gebiete des geografischen Westerwaldes aus den Landkreisen Altenkirchen, Lahn-Dill, Westerwald und Limburg-Weilburg ...

Konstituierende Sitzung des Nister-Komitees

Region. Als Obere Wasserbehörde hatte die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord am Donnerstag, 14. April zur konstituierenden ...

Verbandsgemeinde Wissen hat neue Wehrleitung

Wissen. Es war eine besondere Jahresdienstbesprechung der Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr in der Verbandsgemeinde Wissen. ...

Rüddel sieht Berlin als "falsche" Adresse

Kreisgebiet/Berlin. Im Zusammenhang mit dem jüngsten Besuch von Vertretern der Verkehrskampagne „Anschluss Zukunft“ und der ...

Lachnacht in Oberlahr war ein voller Erfolg

Oberlahr. Ein voller Erfolg war die siebte Westerwälder Lachnacht im Hotelpark "Der Westerwald Treff" in Oberlahr. Vor ausverkauftem ...

Aufführungen der "Bühnenmäuse" fanden großen Anklang

Wissen. In fünf sehr gut besuchten Aufführungen zeigten die Bühnenmäuse Wissen die Komödie „Mitternachts-Shopping“ von Rolf ...

Werbung