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Nachricht vom 19.04.2016    

Amtseinführung von Schulpfarrer Thomas Rössler-Schaake

Pfarrer Thomas Rössler-Schaake ist nun offiziell als Pfarrer für den evangelischen Religionsunterricht an der IGS Hamm in sein Amt eingeführt worden. In einem Interview mit der Schulgemeinschaft gibt er einen Blick auf sein Wirken und seine Ziele.

Pfarrer Thomas Rössler-Schaake.

Hamm. Mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 übernahm Pfarrer Thomas Rössler-Schaake, der seit 2010 immer wieder vertretungsweise evangelischen Religionsunterricht an der IGS Hamm/Sieg erteilte, die Pfarrstelle an der Schule. Anfang April fand anlässlich seiner offiziellen Amtseinführung ein Gottesdienst im Dietrich-Bonhoeffer-Haus der Gemeinde Hamm statt. Die Feierstunde, die Superintendentin Pfarrerin Andrea Aufderheide leitete, wurde von den Zwölftklässlern der Schule gestaltet. Nur wenige Tage nach diesem Ereignis gab Thomas Rössler-Schaake in einem Interview Antworten auf Fragen, die ihn, seine Arbeit und den Amtseinführungsgottesdienst betrafen.

Sie sind seit ein paar Tagen offiziell Schulpfarrer an der IGS Hamm/Sieg. Wie waren die letzten Tage für Sie?

"Es war sehr schön für mich zu erfahren, dass viele die Amtseinführung wahrgenommen haben, mich ansprachen und mir ihre Glückwünsche mitteilten. Allerdings war meine Einführung als solche kein allzu großer Einschnitt, da ich an der Schule seit 2010 immer wieder in unterschiedlichem Stundenumfang neben meiner Tätigkeit als Gemeindepfarrer in der evangelischen Kirchgemeinde in Flammersfeld unterrichtet habe. Viel wichtiger war es, mit den Schülern im Gottesdienst ein Thema darzustellen, das die Schüler betrifft. Das war eine sehr schöne Erfahrung.

Was war das Schönste an dem Gottesdienst anlässlich Ihrer Amtseinführung?

"Das war die Authentizität, mit der die Schüler die Fragen des Gottesdienstes bearbeitet haben. Die Zwölftklässler wählten das Thema des „Ich-gehe-noch-ein-Jahr-zur-Schule-Jubiläums“. Dabei setzten sie sich mit ihren zukünftigen Berufswünschen, ihren Neigungen, Hobbys und Charaktertypen, aber auch ihren Zukunftshoffnungen und -ängsten auseinander. Es war schön zu sehen, wie sich die Schüler auf das Thema eingelassen haben, mit welcher Ernsthaftigkeit sie sich dem Thema bei einer Frage, bei der die Jugendlichen gegenüber den Eltern eher genervt reagieren, geöffnet haben. Phantastisch fand ich auch, dass die Schüler extra eine Band für den Gottesdienst gegründet haben und damit die Erfahrung gemacht haben, dass dadurch gute Gemeinschaft entstehen kann".

Sie arbeiteten bereits von 1994 bis 2000 als Pfarrer an einer berufsbildenden Schule in Idar-Oberstein und sind seit einigen Jahren auch immer wieder an der IGS Hamm/Sieg tätig. Was bedeutet es Schulpfarrer zu sein?
"Zunächst einmal bin ich „normaler Kollege“, da ich mit einem gewissen Stundenumfang evangelischen Religionsunterricht erteile. Dann bedeutet es, für die Schüler Ansprechpartner bei seelsorgerlichen Problemen zu sein. Das wird auch relativ häufig in Anspruch genommen, denn die Schüler verstehen sehr schnell, dass ich eine Schweigepflicht habe und erzählen mir Sachen aus dem häuslichen oder schulischen Bereich, die sie belasten und über die sie sprechen möchten. Das ist sozusagen von sich aus ein Charakteristikum meiner Arbeit, wobei auch in diesem Punkt viele Schüler Hilfen von anderen Lehrkräften erhalten. Ein weiteres Thema ist der Bereich Schulgottesdienst, bei dem es an unserer Schule bisher nur wenige Traditionen gibt".

Was haben Sie sich vorgenommen als neuer Schulpfarrer an der IGS?

"Ich kann gar nicht sagen, dass ich mir viele Sachen ganz fest vorgenommen habe. Ich möchte schauen, was vonseiten der Schüler möglich ist. Es gibt verschiedene Sachen, die ich anbieten kann, etwa im Bereich von Schulgottesdiensten oder einer Seelsorge-Sprechstunde. Aus der Gemeindearbeit bringe ich auch Erfahrungen mit Fahrten nach Taizé mit. Wichtig ist mir, wahrzunehmen, an welchen Stellen Schüler signalisieren, dass sie Impulse meinerseits suchen. So könnte ich mir auch ein gemeinsames Wochenende für einen Gitarrenkurs vorstellen, was über den reinen Schulkontext hinausginge.

Nennen Sie drei Gründe, warum Sie sich auf Ihre zukünftige Arbeit an unserer Schule freuen.

"Auf der einen Seite ist es für mich immer wieder schön, mit jungen Leuten an Fragen zu arbeiten, die sie bewegen, und zu sehen, wie sie eigene Antworten und Meinungen entwickeln, denn ich schöpfe auf der anderen Seite auch selbst daraus Kraft, dass die Jugendlichen etwas für sich und ihr Leben mitnehmen. Zudem freut es mich auch immer, Schule als Lernfeld im Austausch mit Kollegen, was Unterricht und Methodik anbelangt, erleben zu dürfen". Interview/Foto: IGS Hamm



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