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Nachricht vom 23.04.2016    

Widerstand gegen Polizeibeamte und Beleidigungen sind trauriger Alltag

"Die Polizei dein Freund Helfer" - das war einmal ein Bild in der Öffentlichkeit, das es so scheinbar nicht mehr gibt. Immer häufiger werden Polizeibedienstete beleidigt oder gar verletzt. Da steht dann in den nüchternen Polizeimeldungen: "Widerstand gegen die Staatsgewalt". Eine vierstündige Dokumentation des Senders VOX, produziert von Spiegel-TV zeigte den Alttag deutscher Polizeibeamten/innen. Gesendet wurde der Beitrag, Samstag, 23. April, ab 20.15 Uhr.

Symbolfoto: Kuriere

Region. Polizei am Limit - so nennt sich die Dokumentation, die Spiegel TV produziert. Sie geht dem Alltag der Beamtinnen und Beamten nach, die sich immer häufiger mit Widerstand und Beleidigungen auseinandersetzen müssen.

In der kleinen überschaubaren ländlichen Region des Westerwaldkreises sind Übergriffe auf Polizisten ebenso vorhanden wie in den Großstädten, bei Fußballspielen oder Demonstrationen. Die Kriminalstatistik, die die Polizeidirektion Montabaur Anfang April vorstellte, sieht auf den ersten Blick positiv aus. Ein Rückgang von Straftaten im Jahr 2015 von 9241 auf 8957 lässt hoffen. Die Aufklärungsquote von Delikten, die der Polizei für den Westerwaldkreis und des angrenzenden Nachbarkreises Rhein-Lahn-Kreis zur Bearbeitung vorlagen, ist jedoch gesunken.

Was jedoch besorgniserregend zur Kenntnis genommen werden muss, ist die Tatsache, dass Fälle von „Widerstand gegen die Staatsgewalt“ zugenommen haben. Die „Hüter für Gesetz und Ordnung“ haben es nicht leichter, sondern erheblich schwerer und müssen sich oft nicht nur Schimpfworte und Beleidigungen anhören, sondern sind auch massiver Gewalt von Straftätern gegenüber der Beamten ausgesetzt.



Beim registrierten Widerstand schlägt die Statistik von 71 (2013) über 52 (2014) und 70 im Jahr 2015 zu Buche. Gefährlicher Körperverletzung, denen sich die Polizeibedienstete ausgesetzt sahen, wurden mit 7, 3 und 4 Fällen registriert. Nicht weniger unangenehm für die diensthabenden Polizeibeamten sind die Fälle von Beleidigungen und Pöbeleien. Von 59 Fällen im Jahr 2013, 53 (2014) stieg die Zahl 2015 auf beachtliche 77 Fälle. Auch „Bedrohungen“ sind aufgelistet. 13, 11 und 15 Fälle (2015) lassen eine steigende Tendenz erkennen.

Martin Hausen, stellvertretender Leiter der Polizeidienststelle in Hachenburg stellte diese Zahlen über die Widerstandsdelikte der vergangenen drei Jahre für den Bereich der Polizeidirektion Montabaur und die PI Hachenburg und Westerburg zusammen.
Aggressives Verhalten gegen die Polizei bis hin zu Angriffen ist also kein Phänomen der Großstädte. Übrigens gilt auch für Rettungskräfte bei Einsätzen, insbesondere bei Großveranstaltungen wie etwa Karneval, dass sie allzu häufig beleidigt und tätlich angegriffen werden. (repa/hws)


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