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Nachricht vom 26.04.2016    

Historischer Tag für die Stadt Wissen: Fußgängersteg ist offen

Es sei ein historischer Augenblick für die Stadt Wissen, meinte Bürgermeister Michael Wagener, als er am Morgen des 25. April die Stegerweiterung am Regio-Bahnhof offiziell in Betrieb nahm. Jetzt ist die von der Bürgerschaft gewünschte fußläufige Verbindung Innenstadt, Gewerbepark Frankenthal und Kulturwerk fertiggestellt. Rund 1,5 Millionen Euro hat der barrierefrei Bau des Steges gekostet.

Freude über die Fertigstellung des Stegs, der drei große Projekte der Stadt Wissen beendet. Bürgermeister Michael Wagener und die Gäste. Fotos: Helga Wienand-Schmidt

Wissen. Am 2. November des letzten Jahres begann der Bau des Steges über die Bahngleise, am 25. April wurde er eröffnet und zur Nutzung freigegeben. Dazu waren auf Einladung der Verwaltung die Mitglieder des Bauausschusses, der Fraktionen, die Beigeordneten, die Vertreter der Firmen und Ingenieurbüros eingeladen. Natürlich auch die unmittelbaren Nachbarn, Dominik Weitershagen vom Kulturwerk und Uli Brucherseifer.

"Das ist ein historischer Augenblick, drei große Projekte finden ihren Abschluss", sagte Wagener und erinnerte an den Bau der Bahnparalelle, den Bau des Regio-Bahnhofes und die Conversion des ehemaligen Walzwerkes. Für die Stadt und Region Wissen ist jetzt ein Abschluss der großen Maßnahmen erreicht, die in den 80er Jahren begannen. 2004 war der offizielle Baubeginn am Verkehrsknotenpunkt, so wurde das Projekt Regio-Bahnhof damals genannt, im April 2006 feierte man Richtfest. Im November gab es ein großes Fest zur Einweihung.

Im ursprünglichen Plan Regio-Bahnhof war ein Fußgängersteg enthalten, dieser Plan musste damals aber deutlich reduziert werden sonst hätte es keine Fördermittel gegeben. Nun gab es neue Möglichkeiten und die wurden genutzt. Das Land förderte mit rund 700.000 Euro die 1,5 Millionen teure Baumaßnahme. Wagener erinnerte daran, das es auch ein Wunsch der Bürgerschaft gewesen sei, den Fußgängerüberweg zu bauen. Innenstadt, Kulturwerk und Gewerbepark sind miteinander verbunden. Damit stehen rund 100 zusätzliche Parkplätze für die Bahnkunden zur Verfügung, es gibt an den großen Veranstaltungen die Möglichkeit die Parkplätze der Innenstadt zu nutzen und zu Fuß ins Kulturwerk zu gelangen.

Für Bauamtsleiter Karl-Heinz Henn auch ein wichtiger Tag. Denn der Bau Regio-Bahnhof ist so etwas wie ein persönliches Lebenswerk geworden. Die technischen Details erläuterte Henn, den barrierefreien Bau mit dem Aufzug, den 10 Meter langen und drei Meter breiten Steg über die Bahngleise, die Treppe mit Podest und Schutzeinrichtungen, all das ruht auf 16 Bohrpfählen mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern, die bis zu zehn Meter in der Tiefe verankert sind. "Wie immer in Wissen ist das meiste Geld bei den Baumaßnahmen im Urstrombett der Sieg vergraben", meinte Henn und erinnerte an die aufwändige Gründung für den Regio-Bahnhof. Auch die Bahn machte die Maßnahme ja nicht billig, allein die Bauüberwachung kostete rund 200.000 Euro. Das Gleis 604 erhielt eine Führungsschiene, das Tempo 40 km/H ist vorgeschrieben. Damit konnte der Bau eines Anprallschutzes bahnseitig aufgefangen werden, zur Straße hin ist ein Anprallschutz vorgeschrieben. Sicherheitstechnik und Videoüberwachung gehören dazu.



Deutliche Freude zum jetzt eröffneten Steg gab es bei Uli Brucherseifer, bei Dominik Weitershagen und beim Treffpunkt-Vorsitzenden Thomas Kölschbach. Weitershagen erinnerte an die Unterschriftenaktion, an die vielen Gespräche und Besucher aus Mainz, die es zum Thema Steg gegeben hatte. "Jetzt können auch Besucher mit der Bahn anreisen, in wenigen Minuten sind sie am Veranstaltungsort", sagte der Chef vom Kulturwerk.

"Für die Innenstadt, die Geschäfte und die Gastronomie ist das jetzt ein wichtiger Schritt und wird für mehr Besucher sorgen", zeigte sich Kölschbach überzeugt. Freuen werden sich auch die Personen, die im Frankenthal arbeiten, denn in der Pause kann man jetzt schnell die Stadt erreichen. (hws)


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