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Nachricht vom 15.05.2016    

Segelflieger starteten furios in die Flugsaison

Nachdem der Segelflugclub SFC Betzdorf-Kirchen den Girls´ Day wetterbedingt vom 30. April auf den 5. Mai verlegen musste, war den Fliegern diesmal der Wettergott mehr als gut gesonnen. Die Betzdorfer Streckenflieger kratzen an der 1000 Kilometer–Marke.

Einweisungen und letzte Erklärungen vor dem Start. Fotos: Verein

Betzdorf-Kirchen. Schon am 4. Mai herrschte sogenanntes „Hammerwetter“: Viele Piloten erflogen Strecken von weit über 700 Kilometer, wohlgemerkt rein thermisch, ohne Zwischenlandung oder Motorunterstützung. Axel Schumacher setzte schon mal eine „Duftmarke“ mit knapp 960 Kilometer auf seiner ASH25 von Betzdorf über Fulda in den Schwarzwald und über die Schwäbische Alb sowie wiederum Fulda zurück nach Betzdorf. Das war der seit vielen Jahren weiteste Flug von Betzdorf aus.

Am Folgetag flog Gerhard Bender mit dem Nimbus 4DM zusammen mit Meinolf Zumrodde im Wandersegelflug von Betzdorf nach Vilshofen, immerhin 407 km, zum schön gelegenem Flugplatz direkt parallel zur Donau. Von dort flogen die Beiden am 6. Mai weiter nach Niederöblarn in Österreich, um Betzdorfer Fliegerkollegen zu besuchen, die Urlaub machten. Das waren jetzt schon 672 Kilometer Tagesleistung. Einen Tag später, am 7. Mai, ging es von Niederöblarn nach Westen in die Schweiz bis nach Samedan und wieder zurück ins österreichische Alpengebiet südlich von Salzburg, ohne Zwischenlandung versteht sich. Die Piloten hatten aber an diesem Tag noch nicht genug: Sie flogen weiter über Füssen zurück in die Schwäbische Alb und landeten nach insgesamt neun Stunden Flug auf dem Flugplatz Hahnweide. Das ergab eine Gesamtstrecke von 992 Kilometer. Trotzdem waren die Piloten nicht zufrieden, sie wollten ja eigentlich die 1000 Kilometer voll machen. Aber die Flugsaison ist ja noch jung. Die 409 Kilometer von der Hahnweide nach Katzwinkel am 8. Mai waren dann reine Pflichtübung.

Der Girl´s Day musste verlegt werden, anders ließ es sich nicht einrichten, aber die Teilnahme von 11 Fluginteressentinnen im Alter von 14 bis knapp unter 60 Jahren zeigte, dass die Faszination des Segelfliegens keine Frage des Alters ist. Bei strahlendem Sonnenschein, einigen Schönwetterwolken und anfangs noch recht kaltem und böigem Ostwind machten die jungen Pilotinnen ihre ersten Flüge im Doppelsitzer mit erfahrenen Fluglehrerinnen und Fluglehrern des Vereins.

Die Flüge dauerten bis knapp unter einer Stunde, mehr als genug Zeit also, um schon mal erste Manöver selber steuern zu lernen. Das machte riesigen Spaß und so ist den Worten einer Teilnehmerin ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen: „Es war ein großartiges Erlebnis für mich, und ich schwebe (obwohl wieder im Büro) noch immer 10 Zentimeter über dem Boden. Ich bin total begeistert, weil ich mir unter "Schnupper-Fliegen" nur Mitfliegen vorgestellt hatte. Das ich schon selbst steuern durfte war total toll, und hat mir viel Spaß gemacht. Es ist wirklich ein großes Vergnügen, so problemlos ein so wunderbares Hobby testen zu dürfen.“

Der SFC hofft mit dieser Schnupperaktion das Interesse an der Segelflugausbildung speziell bei Frauen zu wecken. Dabei kann man nach weniger als einem einem Jahr schon alleine fliegen und das sogar schon mit 14 Jahren. Gerade für Frauen ist zudem das Segelfliegen nicht nur ein toller Ausgleichssport mit viel Frischluft und Bewegung, ein naturnahes und gleichzeitig technikorientiertes Hobby, sondern auch eine der wenigen Sportarten, in denen Frauen auch im Wettbewerbssport nicht benachteiligt sind.

Im SFC fliegen daher schon 15 Frauen und Mädchen, davon sind 3 sogar Fluglehrerinnen und viele betreiben das Segelfliegen auch mit großem Erfolg im Wettbewerb.


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