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Nachricht vom 02.06.2016    

NABU: Landesweite Fledermauszählung am Wochenende

Am Wochenende, 3. bis 5. Juni, ist in ganz Rheinland-Pfalz wieder Fledermäuse zählen angesagt: Bereits zum dritten Mal ruft der NABU Rheinland-Pfalz auch dieses Wochenende wieder dazu auf, sich am großen Fledermauszensus zu beteiligen. Die pfeilschnellen Jäger der Nacht sind vom Aussterben bedroht.

Ein braunes Langohr. Foto: NABU Daaden/Volker Hartmann

Region. Nahezu alle Fledermausarten Deutschlands stehen auf der Roten Liste und ihr Fortbestand ist gefährdet. So zeigen Untersuchungen, dass Arten wie der Kleinabendsegler trotz strengem Schutzstatus in ihrem Bestand zurückgehen. Alarmierend sind auch Hinweise, dass inzwischen Arten, die heute noch häufig sind, wie die Zwergfledermaus, in ihrem Bestand abnehmen. So gehen in diesem Jahr bereits jetzt mehr Meldungen über verschwundene Zwergfledermausquartiere ein, als die Jahre zuvor. Tatsächlich ist über die Bestandsentwicklung von Zwergfledermäusen, obwohl sie fast ausschließlich an Gebäuden leben und dem Menschen damit sehr nahe sind, aber nur wenig bekannt. Etwaige Rückgänge sind deshalb nur sehr schwer einzuschätzen und können leicht übersehen werden.

Der groß angelegte Fledermauszensus soll dabei helfen, mehr über die Fledermäuse in unseren Städten und Dörfern zu erfahren. Je mehr Menschen mitmachen, umso besser. Denn nur so kann man einen besseren Überblick über die Fledermausbestände in unserem Land erhalten. „Im Rahmen der Aktion wollen wir daher möglichst viele Besitzer von Fledermausquartieren dazu aufrufen, am selben Wochenende ihre Fledermäuse beim Ausflug aus dem Quartier zu zählen“, berichtet Cosima Lindemann, Naturschutzreferentin und Fledermausexpertin des NABU Rheinland-Pfalz.

Die Aktion soll aber nicht ausschließlich dazu dienen, mehr über die Fledermäuse an unseren Häusern zu erfahren: „Wir wollen die Menschen auch dazu animieren, den Blick wieder mehr auf die faszinierenden Tiere zu richten“, betont Lindemann. Fledermäuse leben oft sehr heimlich mitten unter uns, einige Arten sind allerdings darauf angewiesen, einen Platz an unseren Häusern zu finden. Solche Arten haben es immer schwerer: Nicht nur, dass viele Quartiere im Rahmen von Sanierungsarbeiten verloren gehen, gerade jetzt um diese Zeit, in der sich die Weibchen zur Jungenaufzucht zu Kolonien zusammengeschlossen haben, mehren sich die Anrufe von Menschen, die die Tiere loswerden möchten. „Klar, der Kot kann schon ärgerlich sein. Wenn man aber bedenkt, dass die Tiere auf unsere Hilfe angewiesen sind und meist nur kurze Zeit im Jahr an unseren Häusern leben, kann man darüber möglicherweise besser hinwegsehen“, wirbt die Diplom-Biologin um Akzeptanz für die geschützten Tiere.




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Im vergangenen Jahr konnten die teilnehmenden Quartierbesitzer rund 5.000 Fledermäuse zählen. Durch die Neuerung, auch Kotproben zur Artbestimmung einsenden zu können, wurden sechs Fledermausarten nachgewiesen. Unter den 130 eingesandten Proben befand sich Kot von der Zwergfledermaus, der Kleinen Bartfledermaus, dem Großes Mausohr, dem Kleinabendsegler sowie dem Grauen und Braunen Langohr.

Und so kann jeder mitmachen:
Wer Fledermäuse am Haus hat, erkennt dies meist anhand des Fledermauskotes, der unterhalb des Quartierausfluges auffällt. Die kleinen schwarzen Knödelchen ähneln Mäusekot und werden auch oft mit diesem verwechselt. Ganz sicher ist man, wenn man den Ausflug der Tiere am Abend beobachtet. Am besten postiert man sich dazu bei Sonnenuntergang schräg unterhalb des Ausfluges der Tiere. Gemeint ist tatsächlich Sonnenuntergang, es ist dann also noch nicht ganz dunkel. Die Silhouetten der Fledermäuse sind dann vor dem noch hellen Himmel gut zu sehen, eine Taschenlampe braucht man also nicht. Der genaue Ausflugszeitpunkt ist von Art zu Art verschieden, beginnt bei der häufigsten Art, der Zwergfledermaus, aber kurz nach Sonnenuntergang. Jetzt ist schnelles Mitzählen gefragt, denn die Tiere fliegen recht zügig nacheinander aus. Gut 30 Minuten nach dem ersten Tier ist dann oft schon alles vorbei. Noch mehr Spaß macht das Ganze, wenn man mit Mehreren zählt, so kann man auch im Auge behalten, ob die Fledermäuse auch an anderen Stellen am Haus ausfliegen. Zusätzlich zu den Zählergebnissen können auch in diesem Jahr wieder Kotproben eingeschickt werden. Anhand der Kotproben kann durch genetische Untersuchungen die betreffende Fledermausart eindeutig bestimmt werden.

Waren in diesem Jahr keine Tiere da oder sind sie in diesem Jahr bereits wieder ausgezogen? Macht nichts! Auch diese Information ist für den NABU wichtig. Mehr Informationen zum Fledermauszensus und den Meldebogen finden Sie unter www.NABU-RLP.de.


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