Werbung

Nachricht vom 15.07.2016    

Achtung Gefahrstoffe: Risiko für Einsatzkräfte und Bürger

Das Gefahrstoffseminar gehört zu den regelmäßigen Aus- und Fortbildungen für den Umgang mit Gefahrgütern, die vom Land Rheinland-Pfalz und der LFKS durchgeführt werden. Themenschwerpunkt in diesem Jahr ist die Freisetzung von hochtoxischen Stoffen, zum Beispiel durch einen Terroranschlag.

In feuerwehrübergreifenden Übungen wird der Umgang mit Gefahrgütern trainiert. Dabei hat der Eigenschutz klar Vorrang. Das Tragen der entsprechenden Schutzanzüge ist unerlässlich. Foto: Veranstalter

Region. „Die unkontrollierte Freisetzung von Gefahrstoffen ist eine besondere Herausforderung für Einsatzkräfte der Feuerwehren, Rettungsdienste und Polizei“, so Jan Deubel, neuer Leiter der Gefahrstoffausbildung an der Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS).
Hier kann es schnell zu lebensbedrohlichen Situationen kommen, zum Beispiel durch austretende Flüssigkeiten oder andere Gefahrstoffe, die von radioaktiven Stoffen bis zu giftigen Gasen reichen können. Die Ursache der Freisetzung steht dabei weniger im Vordergrund als der Umgang mit den Stoffen selbst.

„Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren und der Hilfeleistungsunternehmen sind auch bei Unwettern immer wieder gefordert. Während der Einsätze in den vergangenen Wochen hat sich gezeigt, dass bei Hochwasser besondere Gefährdungen durch Gefahrstoffe drohen. Sie bilden ein Risiko für die Einsatzkräfte und die Bevölkerung, vor allem dann, wenn in privaten Bereichen oder– je nach Betriebsart – auch auf Firmengeländen - kaum damit zu rechnen ist“, betonte Klaudia Engels, stellvertretende Geschäftsführerin der Unfallkasse Rheinland-Pfalz beim jüngsten Gefahrstoffseminar des Ministeriums des Innern und für Sport bei der Unfallkasse in Andernach.

Themenschwerpunkt in diesem Jahr ist die Freisetzung von hochtoxischen Stoffen, zum Beispiel durch einen Terroranschlag. Die Fachtagung sollte sensibilisieren, aber auch Führungskräfte über die besonderen Rahmenbedingungen informieren.
Weitere Vorträge beschäftigen sich mit der Umweltbilanz von Einsatzmaßnahmen und den Risiken durch Gefahrstoffe auf dem Rhein, der immer intensiver als Transportweg genutzt wird.

Das Gefahrstoffseminar gehört zu den regelmäßigen Aus- und Fortbildungen für den Umgang mit Gefahrgütern, die vom Land Rheinland-Pfalz und der LFKS durchgeführt werden. „Ich bin sehr froh, dass wir uns gemeinsam mit der Unfallkasse diesem schwierigen Thema stellen“, so Deubel.

So informierten sich die Führungskräfte der Gefahrstoffzüge, Kreis- und Stadtfeuerwehrinspekteure, Beauftragte von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) und Vertreter anderer zuständiger Behörden bei der Unfallkasse über aktuelle Entwicklungen. Zur Veranschaulichung der Theorie konnten die Teilnehmenden vier Gefahrstoffeinsatzfahrzeuge auf dem Gelände der Unfallkasse inspizieren.
„Behälter mit Gefahrstoffen müssen immer mit Piktogrammen gekennzeichnet sein. Diese informieren bei Notfällen darüber, dass es sich bei Ladungen, zum Beispiel beim Transport mit LKW, Bahn oder Schiff, um Gefahrstoffe handelt, die gefährliche Eigenschaften besitzen“, erklärte Dave Paulissen, bei der Unfallkasse Ansprechpartner für die Feuerwehren. Weiter gebe die Kennzeichnung Auskunft darüber, welche Gefahren drohen und welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind. „Daher müssen sich die aktiven Feuerwehrleute optimal auf Gefahrguteinsätze vorbereiten und den eigenen Wissensstand immer aktuell halten. So werden auch immer wieder feuerwehrübergreifende Übungen für den Ernstfall durchgeführt“, so Paulissen.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Fachkraft für Arbeits- und Gesundheitsschutz (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Gruppenhelfer/in als pädagogische Kraft (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof-Steckenstein

Küchenhilfe (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Fachkraft Wohnstätte Einzelfallhilfe (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Mitglieder der Feuerwehren, der Sanitätsorganisationen und Hilfeleistungsunternehmen retten Menschen teils unter extremen Bedingungen. „Hier gilt ganz klar die Ansage, dass Eigenschutz Vorrang hat“, betonte Eric Schaefer vom Ministerium des Innern und für Sport. Er ist in Rheinland-Pfalz unter anderem für Brand- und Katastrophenschutz und Rettungsdienst zuständig. „Die Feuerwehrleute sollten die Gefahren kennen, die auf sie einwirken können“, informierte Dave Paulissen. Sollten sich Feuerwehrmitglieder bei ihrem Einsatz verletzen, hilft die Unfallkasse schnell und gezielt weiter. „Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf alle angeordneten Tätigkeiten, die den Aufgaben und Zwecken der Feuerwehr dienen. Dazu gehören unter anderem Einsatz- und Übungsdienst, Arbeits- und Werkstattdienst, Betriebssport“, ergänzte Klaudia Engels.

„Eine heikle und gefahrvolle Sache ist, wenn Gefahrstoffe nicht fachgerecht gelagert werden und eine Kennzeichnung fehlt bzw. nicht mehr lesbar ist“, sagte Landesfeuerwehrinspekteur Hans Peter Plattner. Deshalb müssen sich Einsatzkräfte besonders schützen und gewappnet sein, wenn sie sich plötzlich gefährlichen Stoffen gegenüber sehen.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Aktualisiert: 12-jähriges Mädchen aus Siegen-Eiserfeld aufgetaucht

Seit Montag (16. März) wurde ein 12-jähriges Mädchen aus einer Wohngruppe in Siegen-Eiserfeld vermisst. ...

Wissener Karnevalisten erleben unvergessliche Tage in Chagny

Vom 13. bis 16. März reiste die Wissener Karnevalsgesellschaft 1856 e.V. mit über 50 Personen zur "Mi-Carême" ...

Hamm (Sieg): Kostenfreie Führung zur jüdischen Historie am 22. März

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus bietet die Raiffeisengemeinde Hamm (Sieg) gemeinsam ...

Frühlingserwachen in Hachenburg: Ein Wochenende voller Genuss und verkaufsoffener Sonntag

Frühlingssonne und angenehme Temperaturen lockten die Besucher am Samstag, dem 21. März, zum "Früh im ...

"Montabaur blüht auf 2026" lockte wieder viele Menschen in die Kreisstadt

Es ist schon zur Gewohnheit geworden, von den Wetterverhältnissen in Montabaur eingangs zu berichten, ...

Rheinland-Pfalz-Ausstellung: Expertentipps der Verbraucherzentrale für Besucher

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz präsentiert sich auf der Rheinland-Pfalz-Ausstellung mit einem ...

Weitere Artikel


Michael Werthebach wurde Ehrenmitglied der DJK Betzdorf

Die DJK Betzdorf ernennt Michael Werthebach zum Ehrenmitglied. Der Vorstand der DJK bedankt sich mit ...

Verwaltungsfachangestellte meistern erfolgreich ihren Abschluss

Nach erfolgreichem Abschluss der praktischen Prüfung vor dem Prüfungsausschuss Altenkirchen konnten jetzt ...

Bei 20 Cent brennt es lichterloh

Mit diesem Slogan zeigen die Milchbauern vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), dass sie ...

Verbesserungen für den Westerwald im Bundesverkehrswegeplan erreicht

Druckfrisch liegt der Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans auf dem Schreibtisch der SPD-Bundestagsabgeordneten ...

Neue Weinkönigin gesucht

Es ist wieder soweit. Der Mittelrhein sucht seine neue Weinkönigin. Gefragt ist eine junge Frau, die ...

Lions Club Westerwald unterstützt Christophorus-Grundschule

Der Lions Club Westerwald war zu Gast in der Christophorus- Schule in Betzdorf-Bruche. Die Schule und ...

Werbung