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Nachricht vom 20.07.2016    

Neue Rita-Kapelle in Friesenhagen-Bettorf eingesegnet

Die Namenspatronin der neuen Kapelle, die Heilige Rita, erhielt im Jahr 2011 im Rahmen eines Italienbesuches das Versprechen eine Kapelle zu bauen, falls Rita Nußbaum aus Friesenhagen-Bettorf gesund werden würde. Das Gelübde wurde umgesetzt, und kürzlich wurde die kleine Kapelle auf Privatgelände eingesegnet und steht den Gläubigen und Besuchern zur Verfügung.

Die kleine Kapelle im italienischen Stil fügt sich harmonisch in das Gelände ein und steht den Gläubigen von 9 bis 18 Uhr zur Verfügung. Fotos: Christoph Buchen

Friesenhagen-Bettorf. Als sich Revierförster Rainer Nußbaum 2007 nach Bettorf in den wohlverdienten Ruhestand zurückzog, hatte er 35 Jahre den Forstbezirk Morsbach betreut und wohl damals nicht geahnt, im Pensionsalter noch eine Kapelle zu bauen. Doch es sollte anders kommen.

Am vergangenen Sonntag hat Pfarrer Tobias Zöller die Rita-Kapelle auf dem Anwesen der Eheleute Nußbaum in Bettorf eingesegnet. Nachdem Rita Nußbaum 2011 nach einer schweren Krankheit zusammen mit ihren Mann Rainer die Wirkungsstätten der Heiligen Rita in Italien aufsuchte, gab sie dort das Versprechen ab, eine Kapelle zu bauen, falls sie wieder ganz gesund würde. Zurück in Bettorf setzten die Nußbaums das Versprechen um.

2016 nahm dann die Kapelle in Nußbaums Garten Gestalt an. Wie Rita und Rainer Nußbaum erzählen, hat fast jedes Element des neuen, im italienischen Stil gebauten Gebäudes eine eigene Geschichte. „Die alten Feldbrand-Ziegelsteine, mit denen ein Teil der Kapelle und der Glockenturm verblendet sind, habe ich aus einem abbruchreifen Haus in Bensberg geborgen“, weiß Rainer Nußbaum zu berichten und fährt fort: „Beim Guss der Glocke auf dem Handwerkermarkt von Trier waren wir am 2. Juli 2016 persönlich dabei.“

Durch eine historische Kapellentüre als Pforte betritt der Besucher das kleine Gotteshaus und blickt zuerst auf das Bildnis der Heiligen Rita, die als Fürsprecherin in hoffnungslosen Situationen verehrt wird. Das Bild ist auf eine große Nußbaumscheibe gemalt worden.

Auf die vier hellen Stichbogenfenster sind Attribute der Heiligen Benedikt, Lukas, Franziskus und Rita aufgemalt worden. Das runde Westfenster symbolisiert mit der Taube die Dreifaltigkeit, und das Fenster im Altarraum erscheint in Regenbogenfarben. Der Altartisch besteht aus einer alten Eichenholzplatte mit Metallfüßen aus historischen Straßenlaternen. Daneben befindet sich an der Wand eine Marienstatue mit Jesuskind aus Lindenholz, die Nachbildung einer alten gotischen Madonna. Die fünf Kirchenbänke stammen aus Pennsylvania und waren ursprünglich für eine amerikanische Kirche in Mannheim gebaut worden. Als diese jedoch geschlossen wurde, hat Rainer Nußbaum die Eichenbänke aufkaufen können.



Zur Einsegnungsfeier der Rita-Kapelle waren am Sonntag zahlreiche Gäste nach Bettorf gekommen. Rita Nußbaum schilderte in bewegten Worten, wie es zum Bau der Kapelle kam und dankte allen, die zu dem Bauwerk beigetragen haben.

Pfarrer Tobias Zöller segnete die Kapelle, den Altartisch und das Ritabild und betonte, dass es heutzutage ein eher seltener Anlass ist, eine neue Kapelle einzuweihen. Es würden momentan eher Kirchen geschlossen. Er zelebrierte eine erste heilige Messe, die musikalisch von Paul Hüsch an der Orgel, dem Flötisten Christoph Haarmann und einer Abordnung des MGV „Eintracht“ Morsbach unter dem Dirigat von Frank Rinscheid umrahmt wurde.

Der Friesenhagener Bürgermeister Norbert Klaes freute sich in seinem Grußwort über das neue Kleinod und bezeichnete die Kapelle als eine besondere Einrichtung für die Gemeinde, als Ort der Gebetsruhe und des Innehaltens. Er überreichte den Eheleuten Nußbaum ein ledernes Gemeindewappen.

Die Rita-Kapelle ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Führungen können unter Telefon: 02294/227 angemeldet werden.


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