Werbung

Nachricht vom 25.07.2016    

Mehr als 130 Trial-Freunde fuhren in Hergenroth um die Pokale

Am vergangenen Wochenende zog es wieder viele Schaulustige an den Hergenrother Bolzplatz, wo die Trialfreunde Hergenroth zum 17. Mal den Oldtimer-Trial-Deutschland-Cup Lauf ausrichteten. Auch diesmal freuten sich Trialfahrer aus Deutschland, England, Belgien, Österreich, Schweiz, Luxemburg und den Niederlanden, dass am Rande der rund 460 Einwohner zählenden Gemeinde im Westerwald auch diesmal unter besten Bedingungen ihre Fahrkünste messen zu konnten.

Die Teilnehmer des 17. Oldtimer-Trial-Deutschland-Cup Laufs in Hergenroth dankten Orgainsator Werner Schaaf (Mitte). Sichtlich ihren Spaß hatten unter anderem Günter Rudloff (72 rechts) aus Kemniz und Matthias Süß (31) aus Bielefeld. Fotos: Ulrike Preis

Hergenroth. Gleichzeitig sammelten einige von ihnen Punkte für die Deutsche Oldtimer-Trialmeisterschaft. Viele Zweiradfreunde von nah und fern kamen, um das sehenswerte Spektakel zu verfolgten. Zu den treuen Fans zählte auch Rolf Kriener. Der Westerburger hatte seinen Klappstuhl dabei, um in aller Ruhe zuschauen zu können. Doch auch Spaziergänger machten immer wieder Halt, um die Fahrer bei ihren Runden durch die anspruchsvollen Abschnitte zu beobachten. „Wir haben das Glück, dass das Gelände hier optimal fürs Trialfahren geeignet ist“, berichtet Organisator Werner Schaaf (63). Schon als Jugendlicher fuhr er Seifenkistenrennen. In den vergangenen Jahrzehnten war er mehrfach Europameister im Oldtimer-Trial. Trotz der vielen Arbeit rund um die Organisation der Veranstaltung ließ er es sich diesmal nicht nehmen, selbst am Rennen teilzunehmen.

Wie im Gespräch zu erfahren war, ist unter anderem auch das Baujahr der Maschine ausschlaggebend dafür, in welcher Kategorie der Fahrer registriert wird. Bei den Durchläufen gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen.

Tatkräftige Unterstützung bekommt Werner Schaaf von Beginn an sowohl von der Familie, als auch von vielen Freunden. Ehefrau Monika war erneut zuständig für die Anmeldung. In den Händen von Schwiegertochter Diana lag die Punkteauswertung. Auch die dritte Generation war mit Enkelin Abby (5) schon mit von der Partie. Zum fünfköpfigen Team der Auswertung zählte Michael Jungblut. Der Hergenrother pflegte die Excel-Liste am PC. Einer der insgesamt 20 Punkterichter war Werner Schaafs Sohn Axel, der auch die Sektionen mit aufbaute.

Mit seiner Trillerpfeife gab Karl Peham aus Österreich immer wieder den Startschuss. Der 77-Jährige war der älteste Punkterichter vor Ort. „Bis 2010 war ich selbst aktiv“, erzählt der ehemalige Schiedsrichter. Auch Lothar Wolf (74) aus Bauschheim (bei Rüsselsheim) gehörte zu den „alten Knaben“, die auf dem Zweirad ihr Können unter Beweis stellten. Weniger Risiko nahm Sohn Helmut auf sich, er brachte sich als Streckenposten ein.

Der älteste Teilnehmer kam diesmal aus England. Aus gesundheitlichen Gründen ließ Georg Greenland (83) jedoch nach den ersten Durchgängen sein Motorrad stehen. „Ich hatte sicher mit meinen 900 Kilometern die weiteste Anreise“, ist von Karl Flanner aus Österreich zu erfahren. „In meiner Heimat wurde erzählt, dass man einmal in Hergenroth dabei gewesen sein muss“, erzählt der 55-Jährige, der sich diesen Traum mit seiner Hans Reiter CZ aus dem Jahre 1962 erfüllte. So wie er, bewunderten viele Teilnehmer, dass hier die ganze Gemeinde hinter der Veranstaltung steht. Als Naturtalent bezeichnete er seinen Freund Dirk Braken aus Willich, dem er seine GWM Murks für die Teilnahme lieh und der bei seinem ersten Rennen großen Spaß hatte.

Zu den wenigen Damen auf der Strecke gehörte Sabrina Wiese (25) aus Stolberg im Rheinland. Angesteckt wurde sie von ihrem Freund Kevin Emmerich (24), der bereits das 3. Mal in Hergenroth dabei war. Patrick Ernst aus Hünstetten war zum 5. Mal dabei. Der 38-Jährige fährt seit seinem 8. Lebensjahr und ist zweifacher Hessen-Vize-Meister. Begleitet wurde er von seinem Freund Carsten Graepp, der in Südafrika beheimatet ist.

Zwischen den beiden ereignisreichen Tagen wurde das Wiedersehen mit Freunden, Bekannten und Gleichgesinnten im Rahmen einer Trial-Party bis spät in die Nacht gefeiert. Lobende Worte galten den Mitgliedern des DRK-Ortsvereins Westerburg für deren Unterstützung sowie der Freiwilligen Feuerwehr Hergenroth, die bestens für das leibliche Wohl der vielen Teilnehmer und Gäste sorgte. (Ulrike Preis)


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Westerburg auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       


Kommentare zu: Mehr als 130 Trial-Freunde fuhren in Hergenroth um die Pokale

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Gebhardshainer Alten- und Pflegeheim von Coronavirus betroffen

Im Gebhardshainer Alten- und Pflegeheim St. Vinzenzhaus gibt es aktuell drei nachgewiesene Covid-19-Fälle: Zunächst wurden am Dienstag, 7. April, zwei Mitarbeiter des Hauses positiv getestet, mittlerweile liegt auch ein positiver Test eines Bewohners vor, der im Krankenhaus Kirchen behandelt wird. Darüber informiert die Kreisverwaltung aktuell.


72 Infektionen im Kreis – 45 Frauen und Männer geheilt

Seit Montag, 6. April, ist lediglich ein neuer Fall einer Corona-Infektion im Kreis Altenkirchen hinzugekommen. Mittlerweile gelten 45 Personen als geheilt. Landrat Dr. Peter Enders appelliert besonders im Hinblick auf das bevorstehende Oster-Wochenende an die Bevölkerung.


Motorradfahrer bei Unfall auf der L 269 schwer verletzt

Auf der Landesstraße 269 ist es am Dienstag, 7. April, gegen 14.40 Uhr zu einem Verkehrsunfall mit einem Motorrad gekommen. Der Fahrer befuhr die L 269 zwischen Oberlahr und Burglahr. Durch eine Unachtsamkeit ereignete sich nach Aussage der Polizei der folgenschweren Unfall.


Region, Artikel vom 07.04.2020

Rathausstraße in Wissen wegen Umbau gesperrt

Rathausstraße in Wissen wegen Umbau gesperrt

Nach der großen Sorge vor der Baustelle und den damit verbundenen Umsatzeinbußen erscheint nun durch die Corona-Pandemie die Baustelle in der Wissener Rathausstraße völlig in den Hintergrund gerückt. Das marode Abwassersystem lässt aber keinen Aufschub zu, so Stadtbürgermeister Berno Neuhoff.


Pflegedienst-Mitarbeiter: Die ständige Angst vor der Ansteckung

Die Angst ist allgegenwärtig, die Angst, sich mit dem Corona-Virus bei der Ausübung des Berufes anzustecken: Mit dieser Gefahr ständig konfrontiert sehen sich auch die Mitarbeiter der Pflegedienste aus der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, wenn sie ihre Patienten aufsuchen.




Aktuelle Artikel aus Sport


Unterstützung für in Existenznot geratene Vereine möglich

Region. „Darüber hinaus wird das Land ein eigenes Hilfsprogramm für Sportvereine, die in ihrer Existenz bedroht sind, auflegen, ...

Die MANNschaft beim Marburger Lahntallauf

Hachenburg. Dazu kommt auch, dass fünf unterschiedliche Strecken angeboten werden (10 Kilometer, Halbmarathon, 30 Kilometer, ...

Locker bleiben im Home Office - Tipps für Fitnessübungen

Region. Dass wir uns zurzeit fast nur zu Hause aufhalten, bietet allerdings auch ein paar Vorteile: zum Beispiel kann man ...

Neuzugänge verstärken Bundesligateam des Wissener SV

Wissen. Auf der Ausländerposition wurde Handlungsbedarf notwendig, da Simon Claussen aus beruflichen Gründen keine festen ...

DJK Gebhardshain/Steinebach: Saisonauftakt mit guten Platzierungen

Gebhardshain/Adenau. Eine gute Gelegenheit, für die anstehenden offenen Wettkämpfe Spielpraxis zu sammeln. Und so machten ...

Fußballverband Rheinland setzt Spielbetrieb bis 20. April aus

Kreisgebiet. Daher hat der Fußballverband Rheinland in Abstimmung mit dem Deutschen Fußball-Bund und dem Fußball-Regional-Verband ...

Weitere Artikel


Mit diesen Tipps macht auch der Stromzähler mal Pause

Altenkirchen/Betzdorf. So banal es klingt: Am wichtigsten ist es, vor der Abreise wirklich alle elektrischen Geräte auszuschalten. ...

Kita St. Katharina Schönstein erhält neue Sandspielanlage

Wissen-Schönstein. Einige Väter der Kita St. Katharina Schönstein bauten ein Sandlabor. Die Kinder beobachteten die sich ...

Sparkasse Westerwald-Sieg zeigt Kunst eigener Mitarbeiter

Bad Marienberg. Bei der Herstellung der Gemälde arbeiten beide überwiegend mit Acrylfarben, wobei andere Materialien wie ...

SG Altenkirchen/Neitersen gewinnt VG-Pokal

Weyerbusch. Die SG Altenkirchen/Neitersen hat den VG-Pokal 2016 auf dem Weyerbuscher Kunstrasen gewonnen. Mit 5:1 besiegten ...

Eingangsbereich des alten Wasserstollens hergerichtet

Kirchen-Herkersdorf. Der alte Wasserstollen oberhalb des Dorfes, ganz in der Nähe der ersten Kreuzwegstation, führte seit ...

Großer Andrang beim Festumzug des SV „Im Grunde“ Marenbach

Marenbach/Oberirsen. Im Rahmen des Schützenfestes zum 50-jährigen Jubiläums des SV „Im Grunde“ Marenbach fand der Festzug ...

Werbung