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Nachricht vom 28.07.2016    

Partei "DIE LINKE." stellt Kandidaten für neue VG vor

Dr. Dominik Düber wurde als Spitzenkandidat von der Partei "DIE LINKE." für den Rat der neuen Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain nominiert. Die Kandidatenliste wurde beim Landeswahlleiter eingereicht. Schwerpunkte der politischen Arbeit sollen ÖPNV, Ortsentwicklung, Sozial-, Familien- und Behindertenpolitik sein.

Einige Kandidaten der Partei "DIE LINKE." Betzdorf-Gebhardshain, von links: Armin Schlechtriemen, Dr. Dominik Düber, Manfred Wolter, Julia Wolter und Peter Eberlein. Foto: Partei

Betzdorf/Gebhardshain. Nach dem Einzug in den Kreistag und den Stadtrat in Herdorf bei den Kommunalwahlen 2014 möchte die Partei "DIE LINKE." nun in der neuen VG Betzdorf-Gebhardshain den ersten VG-Rat im Kreis erobern. Dazu hat sie eine Liste mit 10 Kandidatinnen und Kandidaten im Alter zwischen 26 und 69 Jahren aus beiden Alt-Verbandsgemeinden beim Wahlleiter eingereicht. Als Spitzenkandidaten nominierten die Linken den Philosophen Dr. Dominik Düber, der beruflich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität tätig und auch stellvertretender Kreisvorsitzender der Partei ist.

Insbesondere bei ihren Themen und Konzepten möchte die Partei sich deutlich von den bereits etablierten Parteien abgrenzen und ihre Schwerpunkte in den Bereichen Bus- und Bahnverkehr (ÖPNV), Ortsentwicklung, Sozial-, Familien- und Behindertenpolitik setzen. Dem Verkehrschaos insbesondere in und um Betzdorf soll auch mit einem besseren Busverkehr begegnet werden. „Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten. Es ist schon verwunderlich, dass ausschließlich über neue teure Baumaßnahmen wie den Hellerkreisel oder die „Brüderle-Trasse“ gesprochen wird, ohne den völlig unzureichenden ÖPNV auch nur anzusprechen“, bemängelt Dr. Düber. Die Linke fordert deshalb eine Umlage für öffentlichen Verkehr und dadurch eine deutlich bessere Anbindung des Gebhardshainer Landes sowie für Nachtschwärmer einen Nachtbusverkehr am Wochenende.

Auch die Themen Armut und Ausgrenzung will Linkspartei stärker kommunalpolitisch verankern. „Wenn die Betzdorfer Tafel teilweise den Zugang regulieren muss, müssen wir nicht darüber reden, dass wir auch vor Ort ein ernsthaftes Problem mit Armut haben“, führt Dr. Düber weiter aus. Dem möchten die Linken mit einem Sozialpass begegnen, der vergünstigten Zugang zu öffentlichen Einrichtungen wie dem Molzbergbad oder dem ÖPNV erlaubt und in anderen Kommunen erfolgreich eingeführt wurde. Zudem soll ein jährlicher Sozialbericht nach Vorbild der VG Hamm die soziale Situation in der neuen VG besser erfassen.

In der Behindertenpolitik soll Inklusion auch in den Köpfen und Herzen der Menschen verankert werden. Der Diplom-Pädagoge Manfred Wolter, Inklusionsexperte der Partei, schüttelt den Kopf: „Wenn das Bürgerbüro der VG Betzdorf zwar mit einem Blindenleitsystem ausgestattet wird, dieses dann aber mit Tischen, Stühlen und Werbung zugestellt wird, sieht man, das wir noch einen weiten Weg vor uns haben.“ Die Partei möchte daher auf einen barrierefreien Zugang im gesamten öffentlichen Bereich hinwirken.


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