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Nachricht vom 12.08.2016    

Wehner: Probleme beim Schwimmunterricht vor Ort lösen

Mit einer gewissen Verwunderung beobachtet der SPD-Landtagsabgeordnete Thorsten Wehner den „Aktionismus“ seiner CDU-Kollegen im rheinland-pfälzischen Landtag beim Thema Schulschwimmen. Wehner ist davon überzeugt, dass die CDU ein "Sommerlochthema" gesucht habe. Wehner hält es für sinnvoller, die Probleme des fehlenden Schwimmunterrichts auf Kreis- und Kommunalebene zu lösen und die Verantwortlichen an einen Tisch zu holen.

MdL Thorsten Wehner nimmt Stellung zum Thema Schwimmunterricht. Foto: Archiv AK-Kurier

Kreis Altenkirchen. Die CDU-Fraktion habe in den letzten Wochen die Landesregierung mit rund 20 nahezu wortgleichen Kleinen Anfragen über die aktuelle Situation des Schwimmunterrichts an Schulen in verschiedenen Landkreisen und/oder Verbandsgemeinden „bombardiert“. Darunter sei auch eine entsprechende Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten aus dem Kreis Altenkirchen gewesen (der AK-Kurier berichtete).

Die beiden Unionspolitiker waren zu dem Rückschluss gekommen, dass der Hauptgrund für die wachsende Zahl an Nichtschwimmern unter Schülerinnen und Schülern darin zu suchen sei, dass immer mehr öffentliche Bäder geschlossen würden. Wehner zeigt sich irritiert und stellt die Frage, wann in den letzten Jahren ein öffentliches Hallenbad im Kreis Altenkirchen aufgrund schlechter Finanzausstattung einer Kommune dauerhaft habe schließen müssen?

Selbstverständlich halte auch er es für wichtig, dass alle Kinder und Jugendliche die Chance erhalten, Schwimmen zu lernen, stellt Wehner klar. Das gelte im Übrigen auch für Erwachsene, von denen ein nicht unerheblicher Anteil nur unsicher schwimmen könne. Deshalb gehöre der Schwimmunterricht auch grundsätzlich zum Kanon des Sportunterrichts dazu, unterstreicht der SPD-Politiker, der auch stellvertretendes Mitglied im Bildungsausschuss des Landtags ist. Dabei seien fehlende Lehrkräfte oder fehlendes Betreuungspersonal nur in sehr geringem Maße für den Unterrichtsausfall verantwortlich. In mehr als 90 Prozent aller Fälle, in denen Schulen keinen Schwimmunterricht anbieten könnten, seien fehlende Wasserzeiten oder fehlende Schwimmbäder ausschlaggebend. Hinzu kämen Organisations- oder Transportprobleme.



Allerdings könne schon seit jeher die Fähigkeit zu schwimmen auf unterschiedlichen Wegen erworben werden. „Neben Familienangehörigen und Personen aus dem direkten Umfeld von Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmern spielen Schwimmvereine, Rettungsorganisationen, kommerzielle Anbieter von Schwimmkursen und natürlich die Schulen selbst eine wichtige Rolle“, so Wehner. Aber weil der Schwimmunterricht nun einmal an das Vorhandensein geeigneter Sportstätten gebunden sei, würden die einzelnen Schulen diesen in Absprache mit dem jeweiligen Schulträger bzw. dem Träger oder Betreiber des Bades regeln. Statt also die Landesregierung aufzufordern, Schwimmunterricht in räumlicher Nähe sicherzustellen, hält Wehner es für zielführender, wenn sich bei Problemen alle Verantwortlichen im Landkreis an einen Tisch setzen.

„Die CDU hat ein Sommerlochthema gesucht“, meint der SPD-Politiker. Er zeigt sich erleichtert, dass das Land nicht im Einzelnen auf die in den Kleinen Anfragen geforderten Differenzierungen nach Klassenstufen, Wochenstundenzahlen, Unterrichtsorten oder den Gründen eingegangen sei, warum kein Schwimmunterricht erteilt werden konnte. Eine solche detaillierte Aufstellung hätte erheblichen Zeit- und Personalaufwand bei der ADD gebunden, der aktuell für die Sicherstellung der Unterrichtsversorgung an rheinland-pfälzischen Schulen für das kommende Schuljahr dringend benötigt würde, schreibt Wehner abschließend.



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