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Nachricht vom 16.08.2016    

Naturschutzgebiet „Im Seifenwald“ kennenlernen

Vor rund 30 Jahren entstand das Naturschutzgebiet „Im Seifenwald“ bei Kausen. Anlass für den BUND Kreis Altenkirchen eine naturkundliche Wanderung mit dem dem Naturschutzreferenten der Masgeik-Stiftung, Philipp Schiefenhövel, mit dem Blickpunkt auf besondere Schmetterlinge durchzuführen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Kleiner Feuerfalter. Foto: Philipp Schiefenhövel

Kausen. Am Sonntag, 21. August, laden der BUND Altenkirchen zusammen mit der Will und
Liselott Masgeik-Stiftung aus Molsberg alle Naturinteressierten zu einer Wanderung durch
das kleine aber feine Naturschutzgebiet „Im Seifenwald“ ein.

Beginn der etwa zweieinhalbstündigen Wanderung ist um 14 Uhr am Parkplatz des Pfarr- und Gemeindezentrums von Kausen, Hauptstraße 1. Das 7,2 Hektar große Naturschutzgebiet „Im Seifenwald“ wurde bereits im Jahr 1986 begründet. Neben seinem strukturreichen Au- und Laubwald zeichnet es sich durch verschiedene Feucht- und Hochstaudenfluren und artenreiche Mähwiesen aus. Im Rahmen einer Rundwanderung, geleitet durch den Naturschutzreferenten der Masgeik-Stiftung Philipp Schiefenhövel, soll das Gebiet und seine Tier- und Pflanzenwelt und hier vor allem die verschiedenen Schmetterlingsarten vorgestellt werden.

Die Veranstaltung ist kostenlos über eine kleine Spende zur Unterstützung der Arbeit freuen sich die Veranmstalter. Es können Fotoapparate und Ferngläser mitgebracht werden und festes Schuhwerk sowie wetterfeste Kleidung sollten nicht fehlen.

Will und Liselott Masgeik-Stiftung für Natur- und Landschaftsschutz
Die Will und Liselott Masgeik-Stiftung wurde 1992 von ihrer Namensgeberin Frau Dr. Liselott Masgeik in Molsberg bei Wallmerod gegründet. Mit ihrem Mann, Will Masgeik, hatte sie bereits lange vor dessen Tod 1985 beschlossen, das gemeinsame Vermögen in eine Stiftung umzuwandeln: Sie wollten Pflanzen und Tiere ihrer Heimat schützen und für die Nachwelt erhalten. Bereits zwei Jahre zuvor im Jahr 1990 konnte durch das private Engagement der Stiftungsgründerin das Naturschutzgebiet „Hartenberg/Steincheswiese“ in der Umgebung von Wallmerod und Molsberg, komplett im Besitz der Stiftung, ausgewiesen werden.

Bis zu Ihrem Tod im Frühjahr 2005 engagierte sich Dr. Liselott Masgeik aktiv für den Naturschutz im Westerwald und stand dem Vorstand der Stiftung als Vorsitzende vor. Durch ihre enge Verbundenheit mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz in Köln berief sie dessen Vorsitzenden und dessen Geschäftsführer in den Stiftungsvorstand. Seit dem Tod der Stifterin ist der Vorsitzende des Rheinischen Vereins gleichzeitig Vorsitzender der Stiftung. Verwaltungstechnisch ist die Stiftung dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz zugeordnet. Die Aufsicht über die Stiftung hat die Aufsicht- und Dienstleistungsdirektion in Trier.

Nach dem Tod der Stiftungsgründerin wurde das nun leer stehende Wohnhaus zur Naturschutzstation Molsberg umgestaltet und im April 2007 eröffnet. Mit der Öffnung der Station stellte die Stiftung einen wissenschaftlichen Mitarbeiter ein und setzte damit den Willen der Stifterin um.

Folgende Aktivitäten sind wichtige Aufgabenbereiche der Stiftung
1. naturschutzfachliche und pflegerische Betreuung des stiftungseigenen Naturschutzgebietes „Hartenberg / Steincheswiese“.
Hierzu gehören Arbeiten wie…
- Hecken- und Gehölzschnitt
- forstliche Arbeiten in den stiftungseigenen Waldbereichen
- zweischürige Wiesenmahd und Beweidung der Wiesenflächen ohne Düngeeinsatz
- Streuobstpflege: Erziehungs- und Erhaltungsschnitt, Obsternte und Obstvermarktung
- Gewässerpflege: jährlicher Freischnitt, Entkrautung im mehrjährigen Turnus
- Pflege der befriedeten Parkanlage
- Betreuung von Vogel- und Fledermauskästen

2. Durchführung umweltpädagogischer Exkursionen, Veranstaltungen, Fortbildungen und Vorträge: Über das gesamte Jahr werden Exkursionen in freier Natur zu verschiedenen jahreszeitlichen Themenschwerpunkten angeboten, die durch wissenschaftliche Fachvorträge oder Tagungen ergänzt werden. Auf Grund dieses Engagements im umweltpädagogischen Bereich vor allem für Schüler wurde die Will und Liselott Masgeik-Stiftung im November 2008 vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur zur „Schulnahen Umwelterziehungseinrichtung“ (SchUR-Station) ernannt.



3. Durchführung wissenschaftlicher Projekte im Naturschutzgebiet „Hartenberg / Steincheswiese“ und dem gesamten rheinland-pfälzischen Westerwald. In dem stiftungseigenen Naturschutzgebiet werden jedes Jahr verschiedene naturschutzrelevante Tier- und Pflanzengruppen erfasst. Neben den Insektengruppen der Heuschrecken, Libellen und Tagfalter werden die Brutvögel und die im Gebiet vorhandenen Blütenpflanzen durch langjähriges Monitoring untersucht und erfasst. Außerhalb des Naturschutzgebietes wurden seit April 2007 diverse Erfassungsprojekte teilweise durch die Mithilfe von Praktikanten durchgeführt und umgesetzt.
Seit Anfang 2008 dokumentiert die Stiftung kontinuierlich das „Vorkommen und die Ausbreitung der Wildkatze im Westerwald“. „Die Bestände der Mehl- und Rauchschwalben sowie des Mauerseglers in Hundsangen und Molsberg“ werden ebenfalls seit 2008 regelmäßig erfasst. Seit 2008 führt die Stiftung außerdem in Zusammenarbeit mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord ein umfangreiches Monitoring in dem FFH-Gebiet des „Westerwälder Kuppenlandes“ durch. Hierzu wurden vor allem die für dieses Fauna-Flora-Habitatgebiet relevanten Schmetterlings- und Amphibienarten untersucht.

4. Finanzielle Förderung von Natur- und Landschaftsschutzprojekten

5. Herausgabe von wissenschaftlichen Arbeitsberichten für die Öffentlichkeit und Arbeitsmappen sowie Malvorlagen für den Unterricht. Alle wissenschaftlichen Tätigkeiten und Projekte der Stiftung werden in regelmäßig erscheinenden Arbeitsberichten dokumentiert und veröffentlicht. Die Arbeitsmappen für den Sachunterricht der Grundschulen sowie die Malvorlagen wurden für Schüler und Kinder aber vor allem auch für Lehrer entworfen, um die heimische Natur erlernbar zu machen. Diese Arbeitsberichte und Arbeitsmappen etc. können auf der Homepage der Stiftung unter www.masgeik-stiftung.de kostenlos herunter geladen.

6. Enge Zusammenarbeit mit anderen Organisationen des Natur- und Landschaftsschutzes sowie der zuständigen Behörden. Durch die hauptamtliche Beschäftigung eines wissenschaftlichen Mitarbeiters ist die Stiftung in der Lage eine intensive Naturschutzarbeit zu betreiben. Umso mehr ist es ein zentrales und wichtiges Anliegen der Stiftung eng mit den Naturschutzbehörden und Naturschutzverbänden zusammen zu arbeiten. Die Stiftung möchte ergänzen und nicht ersetzen, was sie in ihrer täglichen Arbeit praktiziert.

7. Betreuung von Praktikanten
Seit der Eröffnung der Naturschutzstation im April 2007 haben viele junge Menschen die Möglichkeit genutzt, ein maximal viermonatiges Praktikum an der Naturschutzstation Molsberg zu absolvieren. Neben der Durchführung eines eigenständigen Erfassungsprojektes konnten die Praktikumsteilnehmer in die laufende Arbeit der Stiftung hineinschnuppern und so einen guten Blick in das Berufsfeld „Naturschutz“ gewinnen.

8. Internetpräsenz und Pressearbeit
Alle Tätigkeiten, aktuelle Veranstaltungen und Neuigkeiten zur Stiftung findet man auf der Internetpräsenz der Stiftung unter www.masgeik-stiftung.de . Außerdem kann jeder die Arbeit der Stiftung in regelmäßigen Abständen in der örtlichen aber auch überregionalen Berichterstattung der unterschiedlichen Medien verfolgen.


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Kommentare zu: Naturschutzgebiet „Im Seifenwald“ kennenlernen

1 Kommentar
Ich kenne die Ecke nur als "Seifer-Wald" - und das hat nichts mit Seife zu tun.
#1 von Günter Hüsch, am 29.08.2016 um 09:26 Uhr

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