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Nachricht vom 08.09.2016 - 07:19 Uhr    

Tisch der Generationen wiederholt

"Jung und Alt in der Politik" war das Thema zu dem sich Mitglieder der Jungen Union und der Senioren Union des Kreises Altenkirchen im Haus Hellertal trafen. Landflucht der Jugend und die steigende Zahl der älteren Menschen mit ihren Auswirkungen wurden diskutiert.

Zum Tisch der Generationen trafen sich Junge Union und die Senioren Union des Kreises. Foto: pr

Alsdorf/Kreisgebiet. „Es muss drüber gesprochen werden!“, so sind sich Karin Giovanella und Justus Brühl, die Kreisvorsitzenden von Senioren- und Junger Union im Kreis Altenkirchen einig. Die beiden Verbände luden erneut zum Tisch der Generationen. Dieses Mal ging es um Jung und Alt in der Politik. Als Diskussionspartner wurden dazu Bürgermeisterkandidat Simon Bäumer und MdL Michael Wäschenbach herangeholt.

„Das Thema ist aktuell wie nie“, bestätigte einer der Gäste. Gerade in Zeiten der Landflucht der Jugendlichen und des Immer-Mehr-Werdens der Älteren müsse auch darüber gesprochen werden, aus welchen Personen und Eigenschaften sich politischen Mandatsträger zusammensetzen sollen. Auch aktuelle Geschehnisse wie das Brexit-Ergebnis bewiesen dies. „Während die Alten in großen Teilen anders abgestimmt haben als die junge Generation, sind diese zu einem kleineren Teil wählen gegangen“, stellte Karin Giovanella fest. Doch nicht nur in Großbritannien, seien solche Phänomene zu beobachten. Während es unterschiedliche Lebenslagen gäbe, wären die Interessen von Jung und Alt teilweise ähnlich.

„Man merkt, dass sich beide Gruppen oft zurückgelassen fühlen“, schilderte Simon Bäumer aus seinen Erfahrungen im Wahlkampf. „Für junge Menschen fehle es an attraktiven Freizeitangeboten. Auch Mobilität und Anbindung sei ein großes Thema“, bestätigte Justus Brühl, „alte Leute werden bei den gleichen Themen nicht genug berücksichtigt.“ Die Versammlung stellte fest, dass auch viele Strukturen vor Ort politisch nicht genügend gefördert werden. Es gäbe tolle Einrichtungen von Ehrenämtlern die sich um Jung und Alt kümmern, aber keinen großen Rückhalt durch die Politik fänden. „Allein darüber kann vieles gelöst werden“, erklärte Bäumer.

MdL Wäschenbach resümierte die anderthalbstündige Diskussionsrunde: „Die Alten haben wichtige Erfahrungen im Leben und in der Politik, aber die Jüngeren müssen auch mal ran, sonst gibt es zu wenig Veränderung.“



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Kommentare zu: Tisch der Generationen wiederholt

1 Kommentar

Das Gequatsche, dass die jungen Briten selbst schuld seien, weil sie nicht zur Brexit-Abstimmung gegangen sind, ist doch Blödsinn. Jedes Kind weiß, dass die junge Generation einfach viel zu klein ist, um das Heer der Älteren bei eine Abstimmung majorisieren zu können! Ds gilt für Großbritannien ebenso wie für Deutschland. Deshalb diskutieren wir Deutschland auch nicht mehr über (junge) Familien und ihre Anliegen, sondern darüber, wie man die Stimmen der Generation Ü60 gewinnen kann. Wolfgang Gründinger hat dazu ein spannendes Büchlein vorgelegt mit dem Titel "Alte Säcke Politik". Das wäre mal ein Thema für den Tisch der Generationen! Und von wegen Landflucht der Jugend: Aktuelle Zahlen belegen eine Umkehr der Welle! Man müsste sich halt mal schlau machen ...
#1 von Maxima Riege, am 08.09.2016 um 13:37 Uhr

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