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Nachricht vom 23.03.2009    

AK-Land trauert um Metin Demiray

Der Kreis Altenkirchen und der islamisch-türkische Kulturverein in Fürthen trauern um das langjährige Mitglied und den einstigen Vorsitzenden Metin Demiray aus Hamm. Er starb plötzlich am Sonntag, 22. März, im Alter von nur 36 Jahren. Zur Trauerfeier kamen viele hundert Menschen zur Moschee nach Fürthen und nahmen Abschied.

Fürthen. Metin Demiray aus Hamm starb im Alter von nur 36 Jahren am Sonntag, 22. März, plötzlich und unerwartet. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei Kinder (17 und 5 Jahre alt) sowie seine Familie und viele hundert Freunde. Demiray arbeitete mehr als 13 Jahre im islamisch-türkischen Kulturverein, im Vorstand des Vereins seit dem Jahr 2002. Seine Verdienste um Integration und um ein harmonisches Miteinander der Kulturen und Religionen prägten sein Wirken. Tiefe Trauer und Entsetzen über den plötzlichen Tod führte viele hundert Menschen am Montag zur Moschee nach Fürthen, wo nach islamischen Ritus die Trauerfeier stattfand. Dr. Alfred Beth, der als früherer Landrat viele Begegnungen mit Demiray hatte, und sein unermüdliches Arbeiten zum Wohle eines friedlichen und besseren Miteinanders der Kulturen kennen- und schätzen lernte, kam zur Trauerfeier. Beth würdigte Demiray als Seele der Gemeinde. Er habe die Gemeinde in Hamm und Fürthen mit aufgebaut und sehr viel für die Annährung der türkischen und deutschen Mitbürger getan. "Mein Mitgefühl gilt der Familie, es ist ein schmerzlicher Verlust", sagte Beth. Er erinnerte an die ersten gemeinsamen Fastenbrechen, wo die Vertreter der Kommune und der christlichen Kirchen eingeladen waren. Die Sommerfeste in Fürthen, seit dem Jahr 2002 ein fester Termin, gehen auf die Initiative Demirays zurück. Er engagierte sich in vielen Bereichen, im Sport, im kulturellen Austausch und dem islamisch-christlichen Dialog. Er setzte sich für die Belange der türkischstämmigen Mitbürger ein, so etwa für einen Platz auf dem Friedhof, wo nach islamischer Tradition bestattet werden kann. Er appellierte an seine Landsleute, sich bei Festen und Veranstaltungen in der Region einzubringen, und dies mit viel Erfolg. Demiray sorgte immer wieder für Ideen, so zum Beispiel für ein gemeinsames Fußballlager mit Grillspaß für Kinder in den Ferien. Seine Arbeit stand immer im Zeichen der Annäherung und der Integration. "Die Früchte der Arbeit von Metin Demiray ernten besonders die Kinder und jugendlichen Mitbürger, er hat viel geleistet", sagte Beth. Im Namen der deutschen Freunde verneigte sich Beth vor dem Sarg und den Verdiensten des Verstorbenen. Viele hundert Menschen, nicht nur aus Hamm und Fürthen, auch aus Betzdorf, Waldbröl und dem Rhein-Sieg-Kreis waren gekommen, um den Freund zu ehren und Abschied zu nehmen. Metin Demiray wird in der Nähe von Izmir, seinem Geburtsort, beigesetzt. Danke für alles, Metin. Du bleibst unvergessen. (hw)
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Metin Demiray aus Hamm starb im Alter von 36 Jahren plötzlich und unerwartet. Fotos: Helga Wienand


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