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Nachricht vom 23.03.2009    

Neue Nutzung für Teile der Wiedaue

Das Nutzungskonzept Wiedaue wurde am Montag, 23. März, im Rathaus in Altenkirchen der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist Kooperation der VG Altenkirchen und Flammersfeld in Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Fachbehörden. Es soll der Landwirtschaft ebenso dienen wie dem Tourismus und dem Landschaftsschutz.

Region. Altenkirchens Bürgermeister Heijo Höfer sprach von einem Gewinn für die Region: "Landschaft, Landwirtschaft und der Tourismus profitieren von diesem Konzept". Und auch Bürgermeister Josef Zolk sprach von einem guten Nutzungskonzept, das den Tourismus im Blick hat. "Gute Kooperationen verhindern schlechte Ideen", betonte der Bürgermeister aus Flammersfeld auf der Veranstaltung im Altenkirchener Rathaus.
Von der Michelbacher Brücke bis vor die Tore von Puderbach greift das Nutzungskonzept Wiedaue. Für die Fläche von 166 Hektar wurden die Wünsche der Landwirtschaft und der Wasserwirtschaft zusammengetragen, dem Schutz der Natur sowie dem Wert der Erholung Rechnung getragen und zu einem Konzept verarbeitet.
Vier Maßnahmen sind geplant. Für das Gebiet Seelbach – Obernau ist Mahd und Beweidung vorgesehen. Über eine Verlegung des Nasslagerplatzes bei Obernau wird nachgedacht und der Umbau eines Wehres bei Strickhausen ist geplant. Die Wiedaue zwischen Neitersen und Schöneberg soll vorrangig der Mahd dienen. Weiter auf der Agenda steht der Erhalt und die Pflege des Mühlengrabens, der zur alten Mühle von Neitersen gehört. Für das Überschwemmungsgebiet zwischen Schöneberg und Altenkirchen steht die Entwicklung einer großen Beweidungsfläche auf dem Programm, aber auch die Integration von Brachflächen soll voran getrieben werden. Die Wiedaue im Stadtbezirk der Kreisstadt soll als Naherholungsgebiet erhalten bleiben und Punkte für das Ökokonto der Stadt sichern. Der Ausbau von Radwegen, sowie der Umbau eines Wehres sind in Planung.
Die Wiedaue zwischen Seelbach und Altenkirchen ist in vielfältiger Hinsicht wertvoll und erhaltenswert. Mit dem anstehenden Bodenordungsverfahren bietet sich die Möglichkeit, das Konzept langfristig zu sichern. Auf Initiative des Dienstleistungszentrum „Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel“ und mit Unterstützung durch das Planungsbüro GfL aus Koblenz konnte dieses Konzept erarbeitet werden. Weitere Mitglieder der Steuerungsgruppe waren die VG Flammersfeld sowie die VG Altenkirchen, die "Untere Naturschutzbehörde" und der Landespflegebeirat des Kreises Altenkirchen. Mit an Bord waren auch die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz sowie der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau. Aber auch die Projektleitung Partnerbetrieb Naturschutz, der Westerwald-Touristik-Service sowie die Westerwald-Bahn des Kreises und die Wasserwirtschaft gehörten zur Steuerungsgruppe.
Unter dem Punkt "Rahmen und Umsetzung" referierte Inge Unkel vom Ministerium Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz über das Thema Förderungsmöglichkeiten für die Wiedaue. Zum Abschluss referierte Bürgermeister Zolk über die Synergieeffekte zu Ökokonto und Bodenordnung. Nach fast zwei Stunden waren fast alle Fragen beantwortet und die rund 50 Gäste, unter ihnen die Ortsbürgermeister und Landwirte der Region, konnten zufrieden sein. (ga)
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Gemeinsam stellten die Bürgermeister Heijo Höfer und Josef Zolk (von rechts) für die beteiligten Verbandsgemeinden Altenkirchen und Flammersfeld das Nutzungskonzept Wiedaue vor. Fotos: Gerd Asmussen


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