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Nachricht vom 24.09.2016    

Erster Kongress „Demenz, jeder kann etwas tun!“ zog Besucher an

Von Freitag, den 23. September bis Samstag, den 24. September erstreckte sich der erste Demenzkongress der Stadt Kirchen. Der Kongress war durch Fachvorträge und einer Ausstellung sehr lehrreich und hat das Interesse vieler Besucher geweckt.

In der Krankenpflegeschule konnten sich die Besucher an den Ständen informieren Foto: jkh

Kirchen. Bürgermeister Andreas Hundhausen eröffnete am Freitagvormittag, den 23. September den ersten Demenzkongress der Stadt Kirchen.
Anschließend wurden eine Reihe von Akteuren, die sich mit dem Thema „Demenz“ beschäftigen, zu einem Podiumsgespräch eingeladen. Die Moderation übernahm Dr. Rainer Wieching von der Universität Siegen. In der Diskussion wurden einige interessante Themen, wie die Wichtigkeit von Solidarität in der Gesellschaft, Nächstenliebe und Entlastung der Familien angesprochen und vertieft. Ein Hauptthema war aber auch, wie man die Attraktivität des Pflegeberufs erhöhen kann und dass dieser wiederum unterbezahlt ist.
In den Fachvorträgen am Freitagnachmittag erklärte Prof. Dr. Reimer Gronemeyer, wie die Stadt Kirchen Demenz-freundlicher werden kann und es klärte Prof. Dr. Hermann Brandenburg über Perspektiven zur Unterstützung Pflegebedürftiger und pflegender Angehöriger auf. Gräfin Bernadette von Plettenberg beantwortete für das Publikum die Frage wie man bis ins hohe Alter seine geistige Fitness erhalten kann und David Unbehaun der Universität Siegen stellte das Projekt „MobiAssist“ vor.

Am Samstag beschäftigte sich Anita Bruchseifer in einem Vortrag mit der Thematik, wie Musik demenzkranken und älteren Menschen helfen kann. Heimleiterin des Hauses Mutter Teresa, Ingrid Appelkamp, erklärte die Bedeutung des mäeutuischen Pflegemodels und Franz-Josef Heer, vom Pflegestützpunkt Kirchen erläuterte das neue Begutachtungsverfahren zur Einstufung der Pflegebedürftigkeit.

Doch die Besucher konnten sich nicht nur in den Fachvorträgen über die neusten Erkenntnisse der Demenz informieren, sondern auch an zahlreichen Ständen. Darüber hinaus konnte man den Demenz- oder den Rolator Parcours beschreiten oder einmal den Alters-Simulator ausprobieren.



Insgesamt stieß erste Kongress in der Stadt Kirchen auf große Resonanz, aber auch die Politik hat die Veranstaltung genutzt um neue Erkenntnisse zu gewinnen, um diese in der Zukunft mit einfließen lassen zu können. (jkh)


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