Werbung

Nachricht vom 25.11.2016    

Gewalt gegen Frauen gehört immer noch zum Alltag

Der Kreisverband Altenkirchen von Bündnis 90/Die Grünen weist auf den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen am 25. November hin, und mahnt die gesellschaftliche Ächtung von Gewalt und Diskriminierung sowie Hilfe für die Opfer an.

Kreisgebiet. Seit mehr als 30 Jahren setzen sich Menschen weltweit am 25. November, am Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, für die Beseitigung von Gewalt und Diskriminierung an Frauen ein. Dazu erklärt der Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Altenkirchen: “Das Thema beschäftigt uns schon längere Zeit und wir nehmen diesen internationalen Tag zum Anlass, um das Thema nochmals in die Öffentlichkeit zu rücken.“

Weltweit werden Millionen von Frauen überfallen, geschlagen, vergewaltigt, verstümmelt oder sogar getötet. Das sind grausame Verletzungen von Menschenrechten. Ob in Kriegsgebieten oder im eigenen Zuhause, ob auf der Straße, in der Schule oder am Arbeitsplatz – 70 Prozent aller Frauen haben irgendwann einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren.

Viel zu häufig gehen die Täter straffrei aus. Da die Frauen und Mädchen oft viel zu große Angst haben, um über das zu sprechen, was ihnen angetan wurde. Leider gehört auch in Deutschland, Gewalt gegen Frauen immer noch zum Alltag.
Für die Beratungsstellen, die Frauenhäuser in Hachenburg und Westerburg, aber auch die Polizeidienststellen, gehört häusliche Gewalt zur täglichen Arbeit, so die Grünen weiter. „Häusliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter. Sie findet in den meisten Fällen im Schutzraum der Familie hinter verschlossenen Türen statt“, so Vorstandssprecherin Katrin Donath.



Wichtig sei es, den hilfesuchenden Frauen und Mädchen die Scham und die Angst zu nehmen, damit sie den Mut finden ihre Peiniger anzuzeigen und sich aus den Beziehungen zu lösen. Anna Neuhof, Vorstandskollegin ergänzt: „Gewalt gegen Frauen und Mädchen wird immer noch als Kavaliersdelikt gesehen. Zu den physischen Verletzungen durch Misshandlungen, kommen häufig psychische, die oft ein Leben lang andauern. Als Folge erleben sich die Betroffenen als minderwertig und verlieren jegliches Selbstbewusstsein. Oft befinden sich die Frauen auch in wirtschaftlicher Abhängigkeit von ihrem Partner und stehen bei einer Trennung vor dem Nichts.“

"Wir möchten gegen Gewalt und Diskriminierung mobilmachen. Die betroffenen Frauen und Mädchen brauchen die Hilfe der Gesellschaft. Niemand darf davor seine Augen verschließen. Es sollten die Täter sein, die sich geschändet fühlen, nicht ihre Opfer", so die Grünen.
Der Schutz von Gewaltopfern ist nur durch die Kooperation von staatlichen, nichtstaatlichen Stellen und dem guten Zusammenspiel von straf-, zivilrechtlichen und sozialen Maßnahmen erreichbar.

"Es gibt bei uns vor Ort ein gutes Netz von Unterstützungsmaßnahmen für Betroffene. Wir müssen helfen und dürfen nicht wegschauen", heißt es abschließend in der Pressemitteilung.


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Politik


CDU Rheinland-Pfalz bleibt standhaft: Kein Treffen mit Merz geplant

Die rheinland-pfälzische CDU-Landtagsfraktion hält an ihrer Entscheidung fest, Parteichef und Bundeskanzler ...

Politiker laden zur Bürgersprechstunde nach Wissen ein

Am 18. September 2026 haben alle Bürger die Gelegenheit, ihre Anliegen direkt mit der Bundestagsabgeordneten ...

Landwirtschaft im Westerwald: Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen

In Hachenburg trafen sich Vertreter der Westerwälder Bauernverbände mit Bundestagsabgeordneten, um die ...

Land Rheinland-Pfalz fördert Kita-Ausbau mit über 4,4 Millionen Euro

Rheinland-Pfalz investiert in die Zukunft seiner Kinder. Mit mehr als 4,4 Millionen Euro unterstützt ...

Praktikum in Berlin: Schüler aus Mudersbach blickt hinter Bundestagskulissen

Ein Schüler aus dem Kreis Altenkirchen begleitete eine Bundestagsabgeordnete zwei Wochen lang durch den ...

Ebling treibt Netzausbau für erneuerbare Energien in Rheinland-Pfalz voran

Um die ambitionierten Ziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien zu erreichen, setzt Klimaschutzminister ...

Weitere Artikel


Kooperation mit Theatergemeinde Bonn läuft 2017 weiter

Das Musical „Anatevka“ live erleben? Oder eine zeitgenössische Theaterkomödie wie „Kerle im Herbst“? ...

Großer Tischtennistag mit 22 Teams in Gebhardshain

Auch wenn die rein sportliche Bilanz für die Teams der Tischtennisfreunde Oberwesterwald beim Heimspieltag ...

Kinder- und Jugendpolitik mehr in Fokus rücken

Die Jahresveranstaltung des Lokalen Netzwerkes Kinderschutz in der Kreisverwaltung stand unter dem Thema: ...

Rathaus Wissen: Nach Einwohnerversammlung Vieles offen

Eigentlich stand die Entscheidung fest: In Wissen wird ein neues Rathaus gebaut. Der Widerstand aus der ...

Gebhardshainer Hüttenzauber im Advent

Von Samstag, 3. bis Mittwoch, 21. Dezember gibt es den Gebhardshainer Hüttenzauber im Ortskern vor dem ...

Fußgängerin bei Unfall in Altenkirchen schwer verletzt

Die Fußgängerampel zeigte grün für die 79-jährige Frau, die bei einem Unfall in Altenkirchen angefahren ...

Werbung