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Nachricht vom 15.01.2017    

Fensdorf sagt Danke: Feierlicher Abschied von Thomas Wallenborn

Die Fensdorfer Bürger haben ihrem langjährigen Ortsbürgermeister einen würdigen Abschied bereitet. Mit Vorträgen, Musikeinlagen des Musikvereins Brunken und bewegenden Worten wurde Thomas Wallenborn am Freitag, 13. Januar, im Bürgerhaus Fensdorf von seiner Gemeinde verabschiedet.

Thomas Wallenborn mit seiner Nachfolgerin Daniela de Nichilo. Foto: Regina Steinhauer

Fensdorf. Daniela de Nichilo, die neue Ortsbürgermeisterin von Fensdorf, begrüßte zu Beginn die zahlreichen Bürger, Freunde und Weggefährten, die Wallenborn in seiner 17-jährigen Amtszeit begleitet haben. Dass so viele Menschen ins Bürgerhaus gekommen waren zeuge von Respekt und Anerkennung, so de Nichilo. Wallenborn habe das Bürgerhaus zum Treffpunkt aller Mitbürger gemacht und durch die Einrichtung des „Backes“ direkt neben dem Bürgerhaus eine Stätte für Zusammenkunft geschaffen.

Wie auch sein langjähriger Kollege und Freund Konrad Schwan, ehemaliger Bürgermeister der VG Gebhardshain, betonte, war Thomas Wallenborn sich nie zu schade, bei zahlreichen Aktionen immer wieder selbst mit anzupacken. So hat er im Jahr 2009 eigene Entwürfe für ein Ortswappen angefertigt, welches nun die Gemeinde symbolisch repräsentiert. Schwan erinnerte an Wallenborns Amtsübernahme im Jahr 1999, nachdem Paul Radermacher viele Jahre Ortsbürgermeister von Fensdorf war. Man solle nicht versuchen, in die Fußstapfen des Vorgängers zu treten, da man sonst keine eigenen hinterlasse. Thomas Wallenborn habe aber seine eigenen Fußstapfen hinterlassen, so Schwan. Sei es die neue Ortdurchfahrt, das bereits erwähnte Ortswappen, Arbeiten am Sportplatz oder das neue Backhaus am Bürgerhaus, das eine große Bereicherung für die Gemeinde ist – Wallenborn hat sich in vielen Bereichen für seine Gemeinde eingesetzt. Jedes Jahr trägt er die Flagge der DJK Fensdorf bei der Wallfahrt nach Marienstatt, ist ein geselliger und verlässlicher Mensch und fährt darüber hinaus eine klare Linie. All das schätze Konrad Schwan sehr an seinem ehemaligen Kollegen und er wünschte ihm alles Gute für seine Zukunft.

Auch die ehemaligen Ortsbürgermeister der umliegenden Gemeinden richteten ihre Wünsche an Thomas Wallenborn. Hubert Adler (Molzhain), Wolfgang Klaes (Nauroth) und Heiner Kölzer (Gebhardshain) übergaben einige Fotos diverser Ausflüge der Ortsbürgermeister an Wallenborn, der sichtlich gerührt war. Ebenfalls schenkten sie ihm einen Reisegutschein, denn ein großer Wunsch Wallenborns ist es, einmal den Jakobsweg zu besuchen.

Pastor Rudolf Reuschenbach würdigte seinen Einsatz für die Kirchengemeinde und verschiedene Verbände und dankte Wallenborn für die vielen guten Gespräche. Dass Wallenborn den Petrusschlüssel in das Ortswappen mit eingebracht habe, zeige die lange Geschichte des christlichen Glaubens in Fensdorf und darauf sei Reuschenbach sehr stolz. Immer wieder zeigte Wallenborn während seiner Amtszeit seine Verbundenheit zum christlichen Glauben.

Auch die Vorsitzenden der Fensdorfer Vereine würdigten ihren Bürgermeister a.D. Claudia Kastl von der DJK Fensdorf hatte für diesen Anlass ein Gedicht geschrieben und machte deutlich, dass ein Abschied auch immer der Beginn von etwas Neuem ist. Thomas Frühling vom Fensdorfer Karnevalsclub erinnerte an diverse Auftritte Wallenborns beim Fensdorfer Karneval. Ob als Karnevalsprinz, Sitzungspräsident oder beim Männerballett – Thomas Wallenborn zeigte immer vollen Einatz, egal ob in seinem Amt als Bürgermeister oder in der intensiven Vereinsarbeit. Er sei ein schwieriger, aber immer fairer Verhandlungspartner gewesen und darauf gab es für den scheidenden Bürgermeister ein dreifaches Fensdorf Nadda Jöö.

Das Bürgerhaus-Team dankte Wallenborn ebenfalls für das Engagement in seiner Gemeinde. Ohne ihn wäre das Bürgerhaus nicht das, was es heute ist. Als Zeichen der Dankbarkeit überreichten sie ihm ein Geschenk mit einem hohen symbolischen Wert: Ein Fadenbild, in dem dutzende Fäden von Fensdorf aus in die ganze Region gespannt wurden, um das Wirken des Bürgermeisters deutlich zu machen.

Die ehemaligen Ratsmitglieder hatten für diesen Anlass extra ein Lied gedichtet: „Die Ex vom Gemeinderat“. Sie brachten einige nützliche Geschenke mit, wie zum Beispiel gute Wanderschuhe für den ein oder anderen steinigen Weg, ein Regencape für regnerische Zeiten und Pflaster, falls er sich auf seinem zukünftigen Weg doch mal eine Blase laufen sollte. Klaus Osinski dankte Wallenborn für seine Geduld, seine guten Ideen und sein stetiges Engagement, sei es als Bürgermeister oder während seiner 23-jährigen Ratsmitgliedschaft.

Auch der 1. Beigeordnete Peter Taxacher zeigte sich dankbar für die langjährige Zusammenarbeit. „Wie ein Mannschaftskapitän seine Mannschaft motiviert, so hast du uns stets motiviert“. Aus diesem Grund übergab der Ortsgemeinderat Wallenborn ein Trikot und ebenfalls einen Reisegutschein, denn nach einer solch langen Amtszeit, habe er sich eine Erholung verdient.
Zum Abschluss kam Thomas Wallenborn selbst noch einmal zu Wort. Er zeigte sich überaus dankbar für die vielen herzlichen Worte und blickte auf seine ereignisreiche Amtszeit zurück. Auch wenn es vielen so erschienen ist, wollte er nie wie ein Einzelkämpfer wirken. Was gut und schlecht in seiner Amtszeit war, sollen andere bewerten, so Wallenborn. Es jedem recht zu machen sei unmöglich und deshalb musste er auch viele unangenehme Entscheidungen in den letzten 17 Jahren treffen. Daraus seien aber keine Feindschaften entstanden und jemand sagte einmal zu ihm: „Du hast uns zwar wehgetan, du bist aber trotzdem ein guter Bürgermeister“. Genau das war Thomas Wallenborn auch immer wichtig. Auch wenn er stets eine klare Linie verfolgte und als „Dickkopf“ galt, wollte er immer ein guter und fairer Bürgermeister für seine Gemeinde sein.

Was für ihn im Jahr 1999 zunächst eher als ein Karnevalsscherz begann, entwickelte sich zu einem sehr erfolgreichen Projekt. Drei Bürgermeisterwahlen gewann er eindrücklich und es machte ihn stets stolz, einen so starken Rückhalt in seiner Gemeinde und bei seinen Töchtern Jessica und Julia zu haben. Er dankte seinen Weggefährten und den Mitarbeitern in seiner Verwaltung sowie den engagierten Ratsmitgliedern. In Fensdorf werde keine Parteipolitik gemacht, hier ziehen alle an einem Strang, so Wallenborn.

Zum Abschluss machte er seiner Gemeinde ein ganz besonderes Geschenk. Er ließ eine Fahne für Fensdorf anfertigen, die das Fensdorfer Wappen in den Farben Blau und Geld zeigt. Leider konnte die Fahne aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse nicht pünktlich geliefert werden. Thomas Wallenborn versicherte der neuen Bürgermeisterin Daniela de Nichilo aber, sie persönlich in den nächsten Tagen der Gemeindeverwaltung zu übergeben. Am Ende stimmte der Musikverein Brunken das bekannte Stück „Highland Cathedral“ an, das sich Wallenborn für seinen Abschied gewünscht hatte. (rst)


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