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Nachricht vom 19.01.2017 - 09:14 Uhr    

Else blickt auf den 20. Januar

Schon jetzt wird der 20. Januar 2017 als historisches Datum und als Zeitenwende in vielen Beiträgen der unterschiedlichen Nachrichtensendungen so genannt. Doch ist das gerechtfertigt, nur weil die USA einen neuen Präsidenten vereidigt bekommen? Wahrlich historisch wäre es, wenn Europa mit einer Stimme sprechen würde und sich nicht wie ein aufgescheuchtes Hühnervolk präsentiert.

Grafik: Rosemarie Moldrickx

Immer dann, wenn bei uns im Hühnerstall aufgeregtes Gegacker und wild umherlaufende Hühner durch ihr ungewöhnliches Verhalten auffällig wurden, dann war die Aufregung groß und die Suche nach der Ursache für dieses seltsame Gebaren begann. Jetzt ist ein solches Verhalten im politischen Hühnerstall der Republik und in Europa erkennbar.

Und das alles, weil ein neu gewählter Präsident der USA den europäischen Gockeln nicht sympathisch ist? Die Mehrheit der Amis hat ihn demokratisch gewählt! Warum regen wir Europäer uns auf? Bei jeder Rassegeflügelschau werden Züchtungen zur Schau gestellt, die nicht jeden Geschmack treffen. Dieser neue US-Präsident, der am 20. Januar vereidigt wird, ist eben anders und entspricht nicht der EU-Norm.

Schauen wir ihn doch erst einmal an und beobachten ihn aus sicherer Entfernung, wie er zu einem Staatsmann wächst oder scheitert. Erst dann kann man sich ein Urteil erlauben. Wir Europäer müssen uns einfach mal abgewöhnen zu allem und über alles zu richten und entscheiden zu wollen. Auch im Europazirkus gibt es Alphatiere, die nicht für die Zucht oder als Führungskräfte geeignet und dennoch vereidigt wurden oder einfach mal eben ein neues Ressort bekommen. Einfach mal abwarten ist ein gut gemeinter Rat von mir.

So sollten wir auch verfahren, wenn die englische Premierministerin May den BREXIT vollzieht. Abwarten und Tee trinken, denn was anderes bleibt auch den restlichen Europäern nicht übrig. Vielleicht ist dieser heilsame Schock auch mal dazu geeignet über die eigenen Fehler in der Politik nachzudenken. Bevor man anderen Züchtern Vorschriften machen kann, sollte der eigene Stall erst einmal entmistet und danach in Ordnung gebracht werden.

Im politischen Wettbewerb kann nur der als Sieger hervor gehen, der eine Vorbildrolle für sich beanspruchen kann. Bisher hat sich Europa eher durch Uneinigkeiten als durch den Zusammenhalt hervor getan und mangelndes Selbstbewusstsein gegen den Zeitgeist kommt noch hinzu. Wenn Europa wächst, blüht und gedeiht und als Vorzeige-Staatsform überzeugt, dann braucht man keinen politischen oder ökonomischen Wettbewerb zu fürchten. Europa ist stark, aber leider noch nicht einig.

Also, liebe Leute, wir brauchen keinen twitternden Gockel sondern mutige Menschen, die für ein geeintes, selbstbewusstes und starkes Europa ein- und auftreten, glaubt Else.



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Kommentare zu: Else blickt auf den 20. Januar

2 Kommentare

Liebe Else,

zu Thema "Einfach mal Abwarten" kann man hier sehr schön nachlesen, was daraus werden kann:

http://www.zeit.de/2017/05/adolf-hitler-reichskanzler-ernennung-jahrestag

http://meedia.de/2017/01/30/neue-attacken-gegen-die-new-york-times-donald-trump-empfiehlt-uebernahme-oder-schliessung/

Naja... einfach mal Abwarten! Es wird schon nicht so schlimm werden, oder? Dann lieber nochmal auf unsere Politiker, die eitlen Gockel, draufhauen.



#2 von Marc Eichhorn, am 31.01.2017 um 14:14 Uhr
Schön zusammengefasst: Schon der Vergleich mit einem "Gockel" scheint ja gleich in mehrfacher Hinsicht zu passen ;-)
#1 von Werner Menzel, am 19.01.2017 um 11:21 Uhr

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