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Nachricht vom 26.01.2017    

Medizinische Versorgung muss auch in der Zukunft gesichert sein

Die IHK Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen hatte in einer Beiratssitzung das Thema Medizinische Versorgung auf dem Land auf der Tagesordnung . Dazu war der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel zu Gast. Eine Standortumfrage habe gezeigt, dass die medizinische Versorgung eine hohe Priorität ebenso wie Straßen und Breitbandausbau bei den Unternehmen genieße.

Die medizinische Versorgung stand im Fokus einer IHK-Beiratssitzung mit dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel (rechts). IHK-Teilnehmer waren Christoph Böhmer, Andreas Winters, Thomas Bellersheim, Volker Hammer, Dr. Ulrich Bernhardt und Regionalgeschäftsführer Oliver Rohrbach (von links). Foto: Reinhard Vanderfuhr/Büro Rüddel)

Altenkirchen/Kreisgebiet. „Die medizinische Versorgung in der Fläche muss auf jeden Fall auch zukünftig gewährleistet sein. Dazu gehören eine gute Erreichbarkeit von Ärzten und Krankenhäusern“, lautete die Kernaussage des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Erwin Rüddel anlässlich einer von Dr. Ulrich Bernhardt letztmalig als Beiratsvorsitzender geleiteten Zusammenkunft in der IHK Altenkirchen. Medizinische Versorgung, so IHK-Regionalgeschäftsführer Oliver Rohrbach, ist auch für die IHK ein wichtiges Thema, wie die Standortumfrage für den Landkreis Altenkirchen ergeben hat.

Selbst wenn die ärztliche, medizinische Versorgung nicht unbedingt ein vordergründiges Thema der IHK sei, so sei sie doch neben Straßeninfrastruktur und Breitband ein wichtiger Standortfaktor für die Region. Denn der drittstärkste Industriekreis in Rheinland-Pfalz solle auch zukünftig attraktiv für Fachkräfte sein. „Die Standortfaktoren beeinflussen die zukünftigen Investitionsentscheidungen der Betriebe im Landkreis wesentlich mit. Und dazu gehört eben auch eine adäquate medizinische Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser“, konstatierte IHK-Beiratsmitglied Volker Hammer.

Das griff der dem Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages angehörende Abgeordnete auf. „Wir müssen einerseits ein Klima schaffen, dass sich Veränderungen bewähren können. Das heißt, auch Anreize dafür zu schaffen, dass sich junge Mediziner für eine Tätigkeit als Landarzt entscheiden“, erklärte Rüddel. Gleichzeitig verwies auf die Krankenhausreform. „Die sieht eine Verbesserung der Qualität vor. Und Krankenhausexperten sind der Meinung, dass die Qualität mit der Anzahl der behandelten Fälle steigt. Sollte das so sein, wird nicht mehr jedes Krankenhaus alles anbieten können, sondern gezwungen sein sich zu spezialisieren“, äußerte der Gesundheitspolitiker.

Mit dem Hinweis auf das Krankenhausstrukturgesetz erwähnte der Bundestagsabgeordnete das Thema „Portalpraxen“. Die Kassenärztlichen Vereinigungen sollen zukünftig in bzw. an den Krankenhäusern Notdienstpraxen einrichten oder aber die Notfallambulanzen der Krankenhäuser in den vertragsärztlichen Notdienst einbinden. Bereits jetzt, so Rüddel, siedelten sich Fachärzte zunehmend im Umfeld von Kliniken an. Die Zukunft gehöre ärztlichen Versorgungszentren. Ganz wesentlich sei eine gute Vernetzung aller Beteiligten, wie Krankenkassen, Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken. So könne auf kurzem Weg schnell und effektiv be- und gehandelt werden.



Beim Auftakt der IHK-Eruierungsgespräche mit Gesundheitspolitiker Rüddel wurde unter anderen das Thema „First Responder“ angesprochen. Hier fordert die IHK auf die Kommunen einzuwirken und sich dieser Thematik, wie von der Verbandsgemeinde Flammersfeld vorbildlich geschehen und praktiziert, anzunehmen. IHK-Beirat Volker Hammer stellte die wichtigen Aufgaben von First Responder dar.

„Der Helfer vor Ort leistet qualifiziert Erste Hilfe, erkundet die Lage, gibt eine qualifizierte Meldung an die Rettungsleitstelle und weist die Rettungsmittel ein, überbrückt das hilfeleistungsfreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, unterstützt gegebenenfalls das Rettungsmittel und dokumentiert den Einsatz“, so der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Altenkirchen. Denn First Responder sollen die Zeit zwischen Eintreten des Notfalls und der ersten medizinischen Versorgung verkürzen. Je schneller qualifizierte Maßnahmen durchgeführt werden, desto günstiger ist der Heilungsverlauf und umso kürzer ist im Durchschnitt die nachfolgend notwendige Behandlungszeit.

Abschließend lobte der heimische Abgeordnete, dass sich die IHK-Regionalgeschäftsstelle auch zukünftig für Voraussetzungen und eine gut funktionierende medizinische Versorgung im Landkreis Altenkirchen einsetzen will. Da stand einmal mehr das Thema Krankenhäuser an. „Es ist überhaupt keine Frage, dass im Landkreis Altenkirchen zwei Krankenhaus-Standorte auf jeden Fall erhalten bleiben müssen“, bekräftigte Erwin Rüddel.


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Kommentare zu: Medizinische Versorgung muss auch in der Zukunft gesichert sein

1 Kommentar
Leider bleibt das Thema "Barrierefreier Zugang zu den Artzpraxen" auch in diesem Bereich mal wieder auße vor.
Wie der VdK in seiner Erhebung im Jahre 2015 festgestellt hat, ist die Barrierefreiheit in den Arztpraxen gerade im Nordosten des Landes Rheinland-Pfalz besonders verbesserungsbedürftig, da hier nur 2% der Arztpraxen Barrierefrei zu nennen seien.
Zielvereinbarungsverhandlungen für barrierefreie Arztpraxen liegen schon längere Zeit auf Eis und eine Wiederaufnahme ist dringend geboten.
#1 von Manfred Wolter, am 26.01.2017 um 11:05 Uhr

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