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Nachricht vom 05.05.2009    

Eine gigantische Bürgerinitiative

Enormer Zeitaufwand für Bürokratie und Dokumentation: Das ist es, wo die Freiwilligen Feuerwehren in der Region bisweilen der Schuh drückt. Die CDU-Fraktion im Wissener Verbandsgemeinderat machte sich bei der Wissener Wehr ein Bild vom Leistungsstand und der modernen Ausstattung der Truppe.

Wissen. Mit dem jüngsten Tanklöschfahrzeug TLF 20/40 ist die Wissener Feuerwehr in der Verbandsgemeinde nicht nur kreisweit auf dem modernsten technischen Stand. Die drei Löschzüge in Wissen, Schönstein und Katzwinkel, die im letzten Jahr rund 120 Einsätze verzeichneten, sind auch bestens eingespielt und setzen das in den letzten Jahren erarbeitete Einsatzkonzept vorbildlich um. Davon überzeugte sich die CDU-Verbandsgemeinderatsfraktion um Bürgermeister Michael Wagener bei einem Besuch der Wissener Feuerwache.

Die Wehr in der Verbandsgemeinde, so Bürgermeister Wagener, sei in den letzten Jahren umfassend modernisiert worden und daher heute außerordentlich schlagkräftig. „Die Verbandsgemeinde ist stolz auf die Aktiven, die eine gigantische Bürgerinitiative tragen“, so Wagener gegenüber Verbandsgemeinde-Wehrleiter Roman Rüth und dem Wissener Wehrführer Thomas Herzog. Er unterstrich das kameradschaftliche Miteinander und würdigte den hohen Ausbildungsstand der Wehrleute.

Allerdings, so erfuhren die CDU-Politiker, denen Rüth und Herzog für die Unterstützung der Feuerwehrarbeit dankten, gibt es auch Themen, die den Floriansjüngern gelegentlich Kopfzerbrechen bereiten. Dazu gehört beispielsweise ein enormer Dokumentations- und Bürokratieaufwand. So müssten Einsätze ausführlich dokumentiert, Wartung und Anwendung der technischen Ausstattung dargelegt werden, und das sei bisweilen zeitintensiver als die eigentliche praktische Einsatz- und Übungsarbeit. „Bei einer Berufsfeuerwehr läuft das im Rahmen der Dienstzeit, bei der Freiweilligen Feuerwehr bleibt auch das bei den Ehrenamtlichen hängen“, so Rüth. Gleichwohl lobten auch er und Herzog das Engagement der Kameraden, die in punkto Wartung und Pflege von Fahrzeugen und Geräten Vorbildliches leisten und auch im Einsatzfall - bei Unfällen oder Brandeinsätzen mit Todesopfern - mental oft bis an die Grenzen gingen.



„Wir wissen, was hier geleitet wird“, versicherte Hermann-Josef Selbach, Fraktionssprecher der Union im Verbandsgemeinderat. Dem Ehrenamt, auf dem die Freiwillige Feuerwehr gründe, komme hier die allergrößte Bedeutung zu. Die Modernisierungsmaßnahmen und Neuanschaffungen über die letzten Jahre garantierten ein hohes Maß an Sicherheit für die Bevölkerung. Deshalb genieße die Feuerwehr auch zukünftig volles Vertrauen und erhalte die erforderliche Unterstützung. Dabei, so die Devise der Union, werde kein Cent ausgegeben, wenn es nicht erforderlich sei.
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Bürgermeister Michael Wagener (rechts) im Gespräch mit Verbandsgemeinde-Wehrleiter Roman Rüth, Ratsmitglied Georg Rieth und dem Wissener Wehrführer Thomas Herzog (von links).


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