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Nachricht vom 08.03.2017    

SGD Nord: Kraniche auf der Heimreise

Viele haben sie bereits gesehen und gehört. Hunderte Vögel mit langen Hälsen und Beinen direkt über unseren Köpfen. Die Kraniche, auch Glücksboten genannt kommen wieder zurück. Sie haben die vergangenen Wintermonate im milden Südfrankreich oder Spanien verbracht und fliegen nun auf direktem Weg in ihre Brutgebiete.

Kraniche ziehen über den Westerwald. Foto: SGD Nord

Region. „Ein echtes Naturschauspiel,“ so SGD Nord Präsident Dr. Ulrich Kleemann. “Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord entwickelt und pflegt als Obere Naturschutzbehörde gemeinsam mit Biotopbetreuer zahlreiche Vogelschutzgebiete, die auch dem Schutz des Kranichs dienen. Zu diesen zählt zum Beispiel der Dreifelder Weiher im Westerwald, der immer von zahlreichen „Vögeln des Glücks“ zur Rast genutzt wird“, so Kleemann.

Rheinland-Pfalz liegt direkt im engen Zugkorridor der Kraniche. Die Vögel, die wir hier beobachten können, haben die vergangene Nacht überwiegend auf Seen im Nordosten von Frankreich verbracht. Von dort aus fliegen sie in großen Gruppen in einem circa 50-200 Kilometer breiten Streifen nach Nordostdeutschland, um dort zu übernachten. Einige Kraniche werden dort ihre Brutreviere beziehen. Viele fliegen noch einige Tausend Kilometer weiter ins Baltikum oder nach Skandinavien. Von Anfang Februar bis Ende März können an Tagen mit guten Zugbedingungen an einer Stelle mehrere Zehntausend Kraniche gezählt werden. Insgesamt überfliegen bis zu 200.000 Kraniche unser Land. Mit den Kranichen als Vorboten beginnt die große Heimreise der Zugvögel. Schon in wenigen Wochen werden auch viele weitere Vogelarten zurückgekehrt sein, die uns mit ihrem Gesang den Frühling ankündigen. (PM SGD Nord)


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