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Nachricht vom 18.03.2017    

Kriminalstatistik für den Landkreis weist Besonderheiten auf

Fünf Rauschgifttote verzeichnet die Kriminalstatistik des Jahres 2016 für den Landkreis Altenkirchen. Auch die Zahl der Todesermittlungen stieg um 50 Fälle an. Insgesamt wurden im Dienstgebiet der Kriminalinspektion Betzdorf ein Anstieg der Delikte, die statistisch erfasst werden, verzeichnet. Die Aufklärungsquote sank leicht.

Gefährliche Kräutermischungen sind nach wie vor im Handel. Solches "Giftzeug" dürfte für den Tod zweier Menschen im Kreis Altenkirchen verantwortlich sein. Foto: Polizei

Kreisgebiet. Für die Statistiken der zu erfassenden Kriminalfälle gibt es besondere Vorschriften. In der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) wurden im Jahr 2016 4727 Kriminalfälle erfasst und bearbeitet (2015: 430). Die Aufklärungsquote lag bei 68,4 Prozent, im Jahr zuvor bei 72,8 Prozent.

Es gab einige ungewöhnliche Fälle im Dienstgebiet der KI Betzdorf, dazu zählen auch fünf Rauschgifttote. Bei zwei toten Personen dürfte der Konsum von Kräutermischungen die Ursache sein. Trotz aller Warnungen sind die sogenannten "Legal High Drugs" immer wieder Ursachen von schweren körperlichen Ausfallerscheinungen bis hin zum Tod. Diese Mischungen werden via Internet vertrieben und es gibt kaum ein Hindernis für junge Menschen an den Giftcocktail zu gelangen.

Die Eigentumsdelikte im Landkreis stiegen auf 1637 Fälle gegenüber 1593 Fälle im Jahr 2015. Die Einbrüche/Diebstahle sind ebenso wie Raubdelikte für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung von Bedeutung. Ebenso der Bereich der Straßen- und Gewaltkriminalität. Hier zeigen die Zahlen statistisch gesehen zwar einen Anstieg, es sind aber die Fälle erfasst, die länger zurückliegen und im Jahr 2016 aufgeklärt wurden.

Die Wohnungseinbrüche, egal ab Tag oder Nacht, ist hoch. Da gibt es die Schwerpunkte im Bereich Wissen, Hamm, und Roth, aber auch in den Bereichen Altenkirchen und Weyerbusch. Meistens gelangen der oder die Täter durch das "Aufhebeln rückwärtiger Fenster/Türen" in die Objekte.

Falschgeld war auch ein Thema des abgelaufenen Jahres in 76 Fällen (2015: 36) musste die Kripo ermitteln und das Falschgeld anhalten. Die Drogenszene im Kreis Altenkirchen wurde mit Durchsuchungen, Verhaftungen und zum Teil groß angelegten Maßnahmen geschwächt. Bei den unterschiedlichen richterlich angeordneten Maßnahmen wurden nicht nur größere Mengen illegaler Rauschgifte, auch Waffen, Sprengstoff und sogar eine Mörsergranate gefunden. Die Festgenommen sind in U-Haft oder zum Teil bereits rechtskräftig zu Haftstrafen verurteilt.



Durchaus erfolgreich waren die Maßnahmen der Fahnder gegen eine 54-Jährigen, der den Solarpark Nauroth heimsuchte. Kupferkabelstränge waren die begehrte Beute des Täters, der festgenommen werden konnte und in U-Haft sitzt. Dem Mann werden aufgrund von Ermittlungsergebnissen mehrere ähnliche Straftaten zur Last gelegt. Aufgeklärt werden konnte ein Mordgeschehen aus dem Jahr 2012 in Gebhardshain, die Täterin ist zwischenzeitlich zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die politisch motivierte Kriminalität spielt im Kreis Altenkirchen auch eine Rolle. Hier sind 18 Fälle aktenkundig, örtliche Schwerpunkte sind nicht erkennbar. Es waren Propagandadelikte, Volksverhetzung und einmal ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Eine politisch motivierte Ausländerkriminalität wurde nicht verzeichnet. (hws)


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