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Nachricht vom 15.05.2009    

Renaturierung beeindruckte Genossen

Vom erfolgreichen Projekt "Renaturierung Grenzbachtal" überzeugte sich jetzt der SPD-Ortsverein Horhausen bei einer naturkundliche Wanderung.

Horhausen. Der SPD-Ortsverein Horhausen hatte jüngst zu einer naturkundlichen Wanderung durch das Grenzbachtal zwischen Döttesfeld und Horhauser Grenzbachmühle eingeladen. Bei herrlich sonnigem Frühlingswetter hatten sich zahlreiche Interessierte auch aus angrenzenden Gemeinden eingefunden, um sich das Projekt und seine Erfolge näher anzuschauen. Unter sach- und fachkundiger Führung von Dipl. Ing. Thomas Schmitz aus Horhausen wanderten die Interessierten in rund dreieinhalb Stunden etwa 12 Kilometer und wurden an einigen Stellen Zeuge des erfolgreichen Projektes Renaturierung Grenzbachtal. Die Realisierung des Projektes insbesondere in den Jahren 2004/2005 wurde von der Landesregierung mit 700.000 Euro gefördert. Weitere Teilprojekte stehen noch an, so sollen unter anderem im unteren Bereich in Richtung Wied-Mündung noch weitere Flächen einbezogen werden. Eine beständige ergänzende Pflege von Teilflächen ist ebenfalls notwendig. Die Zuhörer waren erstaunt, welche Wirkung die relativ einfachen Maßnahmen auf Fauna und Flora haben. Zahlreiche Arten von Gewächsen in der Bach-Auenlandschaft und den Feuchtbiotopen haben sich etabliert. Schmetterlinge, Insekten, Vögel und allerlei Fisch-, Frosch- und Lurcharten sind dort zu Hause. Herden aus rück-gezüchteten Heckrindern (zu 98 Prozent genetisch identisch mit Ur-Auerochsen) und Galloways sorgen für einen Gleichklang bei der Vegetation. Sie beweiden die Auenflächen ganzjährig und gehören zum Hof des engagierten Landwirtes Dieter Reifenhäuser aus Burglahr. Ziel des Projektes ist es, eine gesunde Mischung aus Pflanzenwelt, Tierwelt, Landwirtschaft und Wasserbau in ursprünglicher Form wieder herzustellen. Die Teilnehmer waren sich einig: Die Ziele wurden eindrucksvoll erreicht! Aus dem ehemals durch hohen und engen Fichtenbestand "dunklen" Tal ist eine herrliche, typische Westerwälder Tallandschaft entstanden. Es ist zudem unzweifelhaft festzustellen, dass sich das Grenzbachtal zunehmend mit interessierten Wanderern, Erholungssuchenden und Freizeitsportlern füllt. Eine Zwischenrast mit kühlen Getränken gab es an der Bauscheider Brücke. Die erlebnisreiche Wanderung endete schließlich in der Horhauser Grenzbachmühle. Alle Teilnehmer und insbesondere Christoph Orthen von der einladenden SPD-Fraktion in Horhausen dankten zum Abschluß Thomas Schmitz. Mit Engagement und Können hatte er dieses interessante Projekt in anschaulichen Erläuterungen und fachlichem Wissen vorgestellt. Die SPD Horhausen wünscht sich in naher Zukunft weitere Projekte ähnlicher Art, die zum Beispiel in angrenzenden Seitentälern des Grenzbachtales oder im Lahrbach von Horhausen über Huf, Luchert und weiter bis Oberlahr möglich wären. Die Landesregierung bietet nach neuesten Informationen der SPD-Fraktion Horhausen grundsätzlich weitere Unterstützungs-Möglichkeiten für derartige Maßnahmen. Nach Überzeugung der Fraktion können hier Natur und Mensch wertvolle Dienste geleistet werden, die zudem der Gemeinde Pluspunkte auf dem Öko-Konto bringen können. Diese stellen einen Ausgleich gegenüber wachstumsbedingter Eingriffe des Menschen in den Naturhaushalt dar. Das Projekt Grenzbachtal als Kooperationsprojekt zwischen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Naturschutz ist beispielhaft für den gesamten Großraum Westerwald.


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