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Nachricht vom 01.04.2017    

Frühlingsgefühle auf Arbeitsmarkt: Arbeitslosenquote sinkt

Deutlicher Rückgang der Arbeitslosenzahlen und eine Rekordzahl bei der Beschäftigten in der Region lassen Frühlingsstimmung bei der Neuwieder Arbeitsagentur aufkommen. Agenturleiter Karl-Ernst Starfeld zieht eine positive Bilanz des ersten Quartals: „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit zu dieser Zeit ist erfreulich, aber durchaus saisonbedingt üblich.“

Das Arbeitsamt freut sich über positive Frühlingstrends auf dem Arbeitsmarkt in Neuwied und Altenkirchen. Symbolfoto: Kuriere

Kreis Neuwied / Kreis Altenkirchen. Im Gesamtbezirk der Neuwieder Arbeitsagentur, der die beiden Landkreise Neuwied und Altenkirchen umfasst, waren im März 8.859 Menschen arbeitslos. Das sind 340 weniger als im Februar und 433 weniger als im Vorjahr. Die Quote sinkt auf 5,3 Prozent. Im Vorjahr lag sie zur selben Zeit bei 5,6 Prozent.

Verglichen zum Vormonat zeichnet sich der aktuelle Rückgang der Arbeitslosigkeit stärker im Bereich des Sozialen Gesetzbuches III (SGB III) - also dem Zuständigkeitsbereich der Arbeitsagenturen - als im Bereich der beiden Jobcenter (SGB II) ab. Während die Arbeitsagentur im März 292 weniger arbeitslose Menschen zählt, sind es in den Jobcentern Neuwied und Altenkirchen nur insgesamt 48 weniger Arbeitslose. Dies sei ein eindeutiges Indiz für einen saisonalen Effekt, da sich die Saisonarbeiter wie zum Beispiel die Mitarbeiter in der Gastronomie oder der sogenannten Außenberufen bei der Arbeitsagentur arbeitslos melden und dort zu Buche schlagen. „Mit dem schönen Wetter können diese Menschen nach der Winterpause zumeist ihre Arbeit wieder aufnehmen“, erklärt Starfeld.

Weiter im Positivtrend zeigt sich auch die Entwicklung der Beschäftigung:
Seit diesem Monat stehen die aktuellen Zahlen des letzten abbildbaren Quartals zur Verfügung. Mit dem Stand vom 30.09.2016 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen auf 95.730 und erreicht damit eine Rekordmarke. Im Vergleich zum gleichen Stichtag 2015 ist dies ein Anstieg um 1.485 Beschäftigte. Vor 5 Jahren (Stichtag 30.09.2011) lag die Beschäftigung noch bei 90.861. Das waren noch 4.869 weniger Menschen mit einer sozialversicherungspflichtigen Anstellung.

Wer an Qualifizierung und Förderung teilnimmt, wird währenddessen laut
Gesetz nicht als Arbeitsloser gezählt. Um hier Transparenz zu schaffen, publiziert die Bundesagentur für Arbeit jeden Monat die so genannte Unterbeschäftigungsquote. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen erfasst, die an entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen oder aus anderen Gründen nicht mehr als Arbeitslose gezählt wurden, lag im März bei 12.701 Personen. Gegenüber dem Vormonat sind das 279 weniger und 316 mehr als vor einem Jahr. Viele dieser Frauen und Männer besuchten einen Sprachkurs oder nahmen an Arbeitsgelegenheiten oder an einer Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teil. Auf dieser Basis kommt der Agenturbezirk Neuwied aktuell auf eine Quote von 7,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 7,4 Prozent und im Vormonat bei 7,7 Prozent.

Der Stellenmarkt reagiert offensichtlich noch etwas verhalten auf die ersten Frühlingsboten der vergangenen vier Wochen. Insgesamt wurden dem Neuwieder Arbeitgeberservice 790 neuen Stellen gemeldet. Im Vergleich zum Februar sind dies 155 weniger Stellenmeldungen aber immerhin 121 mehr als im März des Vorjahres.

Erstmals seit dessen Start im Oktober 2016 werfen die Statistiker einen Blick auf das laufende Ausbildungsjahr. Bislang haben sich 1.913 junge Menschen bei der Arbeitsagentur gemeldet, um Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu finden. Das sind 19 mehr als im Vorjahr. 1.109 von ihnen sind nach wie vor auf der Suche nach einer Lehrstelle, 67 weniger als zum Vorjahreszeitpunkt.

Dem gegenüber stehen 1.692 Ausbildungsstellen-Angebote, die der Arbeitsagentur seit Oktober gemeldet wurden. Auch hier zählt die Statistik ein Plus von 86.
Aktuell sind davon 924 Stellen noch zu besetzen. Das sind 70 mehr als im März des vergangenen Jahres.

Starfeld weist aber darauf hin, dass der Ausbildungsmarkt im März noch stark in Bewegung sei und zu diesem frühen Zeitpunkt eine fundierte Bewertung nicht möglich sei. „Anders als auf dem Arbeitsmarkt, der von ständiger Bewegung geprägt ist, wird hier nur einmal im Jahr eingestellt. Es ist deshalb durchaus möglich, dass Bewerber, aber auch Betriebe, die sich später erst melden, das Zahlenwerk noch einmal völlig verändern.“ Der Agenturleiter rät den jugendlichen Bewerbern, möglichst früh in den Wettbewerb um die besten Stellen einzusteigen.

Ein Termin zur Berufsberatung kann unter der kostenlosen Servicenummer:
0800 4 5555 00 vereinbart werden. Zusätzlich bieten die Berufsberater/innen auch an den jeweiligen Schulen regelmäßige Sprechstunden an.
Ausbildungsstellen können unter der ebenfalls kostenlosen Servicenummer:
0800 4 5555 20 gemeldet werden.



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