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Nachricht vom 05.04.2017    

Kampagne „Alkohol? Weniger ist besser!“ auch im Kreis Altenkirchen

Der Regionale Arbeitskreis Suchtprävention im Kreis Altenkirchen beteiligt sich in der Zeit vom 13. bis 21. Mai an der deutschlandweiten „Aktionswoche Alkohol“ unter dem Motto „Alkohol? Weniger ist besser!“ mit einer Reihe von Veranstaltungen.

Logo: Aktionswoche Alkohol

Altenkirchen. Da Deutschland immer noch zu den weltweit führenden Alkoholproblemnationen gehört, wird diese bundesweite Aktionsreihe alle zwei Jahre als Präventionskampagne durchgeführt.
Über 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung trinken Alkohol in einer solchen Menge, dass man beim pro Kopfverbrauch durchschnittlich pro Jahr etwa eine Badewanne voll Schnaps, Wein und Bier füllen könnte.
Ausführliche Hintergrundinformationen zur Kampagne hat die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) auf der Homepage www.aktionswoche-alkohol.de hinterlegt.

In diesem Jahr ist die Information über die Gefährdungen des Alkoholkonsums auf den Straßenverkehr ein besonderer Themenschwerpunkt.
Alkohol wirkt wie ein Betäubungsmittel, verlängert schon ab 0,2 Promille die Reaktionszeit und steigert die Bereitschaft, riskant zu fahren. Mit steigendem Promillewerten nimmt eine leichtsinnige Fahrweise zu, Fahrfehler häufen sich und das Risiko einen Unfall zu verschulden eskaliert. Die Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden, ist schon bei 0,5 Promille doppelt so hoch wie im nüchternen Zustand. Wer ist diesem Zustand noch Auto fährt, handelt ordnungswidrig und kann sich strafbar machen.

Junge Menschen sind besonders häufig an Verkehrsunfällen beteiligt, weil sie noch wenig Fahrerfahrung haben, sich auch schon ohne Alkohol, häufiger bei ihren Fahrfähigkeiten überschätzen und risikobereiter unterwegs sind. Deshalb gilt seit 2007 eine Null-Promille-Grenze für Fahranfänger und Fahranfängerinnen, die noch in der Probezeit oder noch nicht 21 Jahre alt sind. Sie müssen unbedingt nüchtern, wenn sie sich ans Steuer setzen.



Auch angetrunkene Fahrradfahrer leben gefährlich: Die Folgen des eingeschränkten Reaktionsvermögens sind dramatisch: Jeder vierte Alkoholunfall, bei dem mindestens eine Person verletzt wird, wird durch Fahrradfahrende verursacht. Ohne schützende Karosserie sind sie stark gefährdet, verletzt zu werden – besonders an Armen, Beinen und am Kopf.

Schwerpunkt der Aktivitäten des Regionalen Arbeitskreises Suchtprävention in der Alkoholwoche ist die Unterstützung der schulischen Suchtprävention in Form von Theaterpädagogik.
Am 15. und 18. Mai wird das Theaterstück „Der Blaumann“ vom Hein-Knack-Theater in der Berufsbildenden Schule Wissen und der der Bertha-von-Suttner Realschule Plus Betzdorf aufgeführt. Das theaterspiel Beate Albrecht präsentiert „Alkohölle“ am 16. und 17. Mai in der Realschule Plus Altenkirchen und in der Realschule Plus Daaden.

Zudem wird der Experte für Suchtprävention, Volker Schneider, Siegen, am 17. Mai, um 18 Uhr, über das „Risiko Alkohol“ im Informationsladen „AUFWÄRTS“, in der Gerichtsstraße 34 in Wissen referieren.

Interessierte werden um Anmeldung bei der Koordinationsstelle des Arbeitskreises per E-Mail unter horst.schneider@kreis-ak.de oder unter Telefon: 0 26 81-81 25 43 gebeten.

Die Vortragsveranstaltung „Risiko Alkohl“ wird sowohl im Rahmen der Lehrerfortbildung als auch in der Ausbildung Ehrenamtlicher in der Jugendarbeit anerkannt.

Die Aktionswoche im Kreis Altenkirchen wird ermöglicht durch eine Unterstützung durch die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.


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