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Nachricht vom 26.05.2009 - 18:37 Uhr    

Keine Alternativen zu regenerativen Energien

Umweltdialog mit Ministerin Margit Conrad in Betzdorf: "Es gibt keine Alternativen zu regenerativen Energien", war die Kernaussage der SPD-Politikerin.

Betzdorf. Über das "Energieland Rheinland-Pfalz" sprach die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad beim diesjährigen Umweltdialog in der Betzdorfer Stadthalle, zu dem der Landtagsabgeordnete Dr. Matthias Krell eingeladen hatte. Krell machte in seiner Begrüßung an die zahlreich erschienenen Gäste, darunter Vertreter der Forstwirtschaft, der Naturschutzverbände und der Kommunalpolitik, auf die wachsende Bedeutung regenerativer Energien aufmerksam. Die Energieversorgung stelle mit Blick auf die endlichen Ressourcen eine der größten zukünftigen Herausforderungen dar, erklärte der SPD-Politiker. Der Kreis Altenkirchen verfüge mit seinem hohen Waldanteil über ein großes Potenzial an erneuerbarer Energie, so Krell, der in diesem Zusammenhang auf die Initiativen der SPD-Kreistagsfraktion zur Verringerung des CO2-Ausstoßes im Landkreis hinwies.
"Zu den regenerativen Energien gibt es keine Alternativen", bestätigte Umweltministerin Margit Conrad und erteilte der Atomenergie eine klare Absage. Das zukünftige Energiesystem müsse ein Mix aus verschiedenen erneuerbaren Energiequellen wie Solarenergie, Erdwärme sowie Wind- und Wasserkraft sein. "Wir können auf eine CO2-arme Energieversorgung setzen und haben in Rheinland-Pfalz dafür die erforderlichen Ressourcen", so Conrad, die in ihrem Vortrag auch die Initiativen des Landes in den Bereichen Energiesparen und Energieberatung vorstellte.
Eine Schlüsselfunktion komme den Kommunen als Infrastrukturträger sowie aufgrund deren Planungs- und Gestaltungskompetenz zu. Conrad forderte ein intelligentes Energiemanagement vor Ort, welches natur- und menschenverträglich umgesetzt werden müsse. So plädierte die Ministerin dafür, auf ein System kleiner und dezentraler Energieanlagen zu setzen, das ein wichtiger Baustein für die Entwicklung des ländlichen Raums darstelle und zudem Arbeitsplätze in der Region schaffe. Von zentraler Bedeutung dabei sei die Akzeptanz vor Ort. "Ohne die Bereitschaft der Kommunen, als strategischer Partner im Energiesektor aufzutreten, werden wir die Energieprobleme der Zukunft nicht lösen können", war sich die Ministerin sicher. Sie versprach, den Wunsch nach einem noch stärkeren Engagement des Landes im Bereich der kommunalen Umweltweiterbildung mit nach Mainz zu nehmen.
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Foto: Diskutierten über die zukünftige Energieversorgung im Kreis Altenkirchen (von links): Bürgermeister Bernd Brato (Betzdorf), Umweltministerin Margit Conrad, SPD-Stadtbürgermeisterkandidat Michael Weller (Kirchen), MdL Dr. Matthias Krell.



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