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Nachricht vom 24.04.2017    

Pflege durch Angehörige dominiert im AK-Land

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen im Kreis Altenkirchen ist angestiegen. Die meisten Pflegebedürftigen im Landkreis werden durch ihre Angehörigen versorgt. Das zeigt der Pflegereport der "BARMER GEK", den die Universität Bremen erstellt hat.

Landkreis Altenkirchen. Demnach lassen sich 37,4 Prozent der Pflegebedürftigen durch ihre Angehörigen versorgen und 34,2 Prozent durch ambulante Pflegedienste. Nur 28,0 Prozent entfallen auf die stationäre Pflege.

Volker Stausberg, Regionalgeschäftsführer der Barmer in Betzdorf, sagt: „Bei den Menschen im Landkreis Altenkirchen hat die Pflege durch Angehörige offensichtlich einen hohen Stellenwert.“ Beeinflusst werde die Form der Pflege zudem von der Einkommenshöhe der Pflegebedürftigen und davon, wie gut familiäre Netzwerke Pflege zuhause bewältigen können oder überhaupt wollen. Bei geringem Einkommen würden die privaten Zuzahlungen die Wahrscheinlichkeit mindern, dass ein Pflegebedürftiger im Heim gepflegt wird.

Auffallend ist, dass der Anteil der Pflegebedürftigen an der Gesamtbevölkerung im Landkreis Altenkirchen zwischen 2011 und 2015 gestiegen ist. Zählten die Statistiker 2011 noch 1,89 Prozent Pflegebedürftige an der gesamten Bevölkerung des Landkreises, waren es nur vier Jahre später schon zwei Prozent.

„Die Pflegekassen sind vor allem als Impulsgeber für gute Ideen gefordert“, betont Stausberg. So biete die Barmer bislang als einzige Kasse individuelle Beratung durch Familiengesundheitspfleger. Kurse für pflegende Angehörige seien besonders sinnvoll, da dabei nicht nur wichtiges Wissen vermittelt, sondern auch ein Austausch der Betroffenen untereinander ermöglicht werde.

„Eine effiziente Pflegeunterstützung sollte aber nicht nur von der Mitgliedschaft in einer bestimmten Krankenkasse abhängig sein. Wir müssen dafür sorgen, dass alle Betroffenen in schwierigen Lebenssituationen uneingeschränkt die Unterstützung erhalten, die sie benötigen“, sagt Stausberg. Die Barmer berät pflegende Angehörige persönlich, aber auch online unter www.pflegen-und-leben.de. (PM)





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