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Nachricht vom 28.04.2017    

Brauhaus Wissen GbR feierte Richtfest

Was lange als Schandfleck Wissens galt, nimmt mit großen Schritten (wieder schöne) Formen an. Zum Richtfest für das Germania Brauhaus Wissen kamen viele Gäste, um die bisherigen Baufortschritte zu feiern.

Wo vor wenigen Monaten noch kaum etwas zu sehen war, ragen nun fast fertige Gebäude aus dem Boden. Fotos: Regina Steinhauer

Wissen. Christoph Fischer begrüßte im Namen der Brauhaus Wissen GbR Initiatoren des Projkets, Vertreter der Stadt und der Verbandsgemeinde sowie zahlreiche Anwohner. Besonders Letzteren dankte er für die Geduld während der Bauphase. Dreck und Lärm blieben in den letzten Monaten nicht aus, aber dies soll einer guten Nachbarschaft nicht im Wege stehen.

Auch dankte Fischer den Bauarbeitern und Handwerkern und nicht zuletzt Bauleiter Diplom-Bauingenieur Jürgen Klein, ohne den das Ganze gar nicht erst möglich wäre.

Auch der erste Beigeordnete der Stadt Wissen Claus Behner freut sich über die Entwicklung des Projekts. Er ist stolz, dass es in Wissen private Unternehmer gibt, die ein solches Vorhaben unterstützen. Das Germania Brauhaus Wissen werde mit Sicherheit ein Aushängeschild Wissens sowohl für Einheimische als auch für Gäste sein. Dank privater Investitionen geht es wieder aufwärts, so Behner.
Verbandsgemeindebürgermeister Michael Wagener machte deutlich, dass sich ein langer Atem lohne. Bereits vor 20 Jahren wurde sich schon Gedanken über diese und andere Flächen in Wissen gemacht. Was lange währt, wird endlich gut – und Wagener ist froh, dass alle am Projekt beteiligten offenbar „Lust auf Wissen“ haben.

Ulrich Schmalz, in dessen Wohnzimmer die ersten Überlegungen zum Germania Brauhaus stattfanden, zeigte sich sichtlich zufrieden und stolz. Gemeinsam mit Fritz Mayinger war er einer der ersten, der Ideen für das Projekt entwickelte. Vor 140 Jahren wurde der Brauereibetrieb in Wissen aufgenommen. Nun entsteht an diesem historischen Ort etwas ganz Neues. Die Botschaft des Gebäudes: Immer im Leben gibt es Aufstieg und auch Abstieg. Mit Beginn des Brauereibetriebs im 19. Jahrhundert war ganz klar ein Aufstieg verbunden, der schließlich, wie so häufig, im Abstieg endete. Jetzt sei es wieder an der Zeit, Wissen in den Aufstieg zu bringen, so Schmalz.
Auch er freut sich, dass es in Wissen Unternehmer gibt, die sich für die Stadt engagieren. Die Stadt müsse sich wieder neu erfinden und das Germania Brauhaus sei ein guter Anfang dafür.

Architekt Jürgen Klein merkte an, dass der Rohbau nun so gut wie fertig sei. Noch diese Woche nehmen die Dachdecker ihre Arbeit auf und Mitte Mai folgt dann der Einbau der Fenster. Klein ist guter Dinge, dass der geplante Termin zur Fertigstellung – Oktober 2017 – eingehalten werden kann.

Natürlich durfte auch der kirchliche Beistand nicht fehlen. Pfarrer Marcus Tesch hatte eine Bibel mitgebracht und das nicht ohne Grund. Wenn die Gäste des zukünftigen Hotels die Schubladen in ihren Zimmern öffnen, möchte er, dass sie darin eine Bibel vorfinden – genauso, wie er sich das auf Reisen wünscht. Christoph Fischer ging die Abmachung ein und so versicherte Marcus Tesch, die 37 noch fehlenden Bibeln für die fertigen Hotelzimmer zur Verfügung zu stellen.
Bevor es dann zum Spanferkelessen überging, vollzog Zimmermann Michel Hoffmann von der Firma Holzbau Merz aus Bannberscheid den Segensspruch hoch oben auf dem Gerüst neben dem Richtfestbaum. (rst)


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