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Nachricht vom 14.05.2017    

Barrenstein unterstützen Max Mutzke in Wissen

Eine Woche vor der Eröffnung konnte mit BARRENSTEIN noch kurzfristig ein brandheißer Act als Vorgruppe für Max Mutzke am Samstag, 20. Mai, verpflichtet werden, zu dem es auch eine kleine geschichtliche Verbindung mit dem Kulturwerk gibt. Tim Zimmermann, aufgewachsen in Birken-Honigsessen, kennt das Kulturwerk Wissen wie seine Westentasche.

Barrenstein unterstützen Max Mutzke in Wissen. Foto: Veranstalter

Wissen. Zum Anlass der WERKtage gibt es im Kulturwerk ein freudiges Wiedersehen: Im Trubel der Eröffnung und Aufbruchszeit 2009 sprang Tim Zimmermann als erster Absolvent eines freiwilligen, kulturellen Jahres im Kulturwerk mit ins kalte Wasser. Als Mitglied der Schlagzeug-Show „Drumsformers“ trug er mit brennenden Trommelstöcken und Instrumenten aus Blech dazu bei, den Begriff der Industriekultur in Kulturwerk zu etablieren. Später arbeitete er als Schlagzeug-Dozent für die Kreismusikschule in den Unterrichtsräumen des Kulturwerk.

Es folgten ein Studium am „Drummers Institute Düsseldorf“ und am Institut für Musik in Osnabrück. Neben vielen weiteren musikalischen Projekten ist er heute Schlagzeuger des Kölner Bandtrios Barrenstein, das aktuell die Republik mit authentischen Texten und eigenem Sound erobert. Dabei werden die drei Newcomer von derselben Hamburger Künstler- und Konzertagentur gemanagt, die auch Max Mutzke auf seinen Konzerttouren betreut. Und so freut sich das Team des Kulturwerks, dass sich der Kreis schließt und am 20. Mai Barrenstein als Supportband den Konzertabend mit Max Mutzke eröffnen.

Drei Typen, Gitarre, Bass, Schlagzeug. Barrenstein drücken den roten Knopf, mehr Explosion geht kaum noch. So kann eine Rockband mit schlauen deutschen Texten tatsächlich klingen? So viel Wow war lange nicht mehr. Letztlich geht nichts über drei Musiker. Drei, die kleinste denkbare Rockband-Unit, das Nirvana-Prinzip. Damit das funktioniert, muss sich die Band blind verstehen – und brennen wie Benzin. Barrenstein in Flammen. Klingt energetisch? Ist es halt auch.

Verschlungenere Pfade taten sich beim Zusammenfinden von Julius, Tim, Max auf, eine mittlere Deutschlandreise ist ein Spaziergang dagegen. Von Wuppertal über Köln, Osnabrück bis nach Hamburg und wieder zurück nach Köln ging und geht es.
Ein paar wenige Jahre geht das nun alles schon, aber jetzt wird es ernst. Dass es dafür an der Zeit ist, spürt man schon beim ersten Anschlag der Gitarre: Hier präsentiert sich eben nicht der nächste deutsche Rockpop-Act, der den Hörer beflissen in seine schmale Welt aus sterilen Gitarren und Jammerlyrik einladen möchte. Barrenstein halten sich an keiner Stelle auf mit Floskeln – nicht musikalisch noch in den Texten. Das Stück „Neue deutsche Einsamkeit“ ist eine Ansage – eine, die sich aber nie in Plattitüden zu verstricken weiß, schließlich geht es den Dreien nicht um die neue deutsche Eindeutigkeit. Man muss schon wach sein, um sich zusammen zu puzzeln, was es zum Beispiel mit einem Song wie „Undercover in Moskau“ auf sich hat. Homosexualität in totalitären Lebensumständen? Der Schluss liegt nahe, ziehen muss man diesen und andere aber schon noch selbst. Barrenstein wirbeln den Staub auf, doch niemand wird vor vollendete Tatsachen gestellt, dafür ist die Band einfach zu smart.




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Die Texte sind das Ding von Max, die Stücke bringt die Band letztlich gemeinsam in Form. Ach ja, und Max‘ Nachname lautet übrigens... Barrenstein. Doch das soll keine falschen Fährten legen, Barrenstein ist nur der klangvolle Name, den dieses Projekt übergestreift hat - es ist kein Solo-Ding, es ist eine Band. Und wie die wirklich guten Bands stellt sie dabei mehr als nur die Summe der einzelnen Teile dar. Hier und jetzt nimmt etwas seinen Anfang. Etwas, das man nicht verpassen sollte. Mein gut gemeinter Rat zu einer unglaublichen Band.

Das Konzert von Max Mutzke mit Barrenstein im Vorprogram findet am Samstag, 20. Mai, um 20 Uhr in der Halle kulturWERKwissen statt. Einlass ist ab 19 Uhr. Eintrittskarten gibt es für 28,- EUR, ermäßigt 25,- EUR im Online-Shop www.kulturwerk-wissen.de, bei den bekannten Vorverkaufsstellen (z.B. der buchladen, Maarstraße in Wissen) oder unter der Ticket-Hotline 0180 6050400 (0,20 €/Anruf inkl. MwSt. Festnetz, 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus allen Mobilfunknetzen).


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