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Nachricht vom 16.05.2017    

Kirchener Südknoten: Erlebt der Kreisel ein Comeback?

Kirchener Politiker wollen aus dem provisorischen Kreisel am Südknoten eine Dauerlösung machen. Der LBM stellte nun erneut klar: Das Ampelsystem wird schon bald wieder eigeschaltet – eine Kreisellösung sei für die Zukunft allerdings nicht ausgeschlossen. Hat zumindest die derzeitige Übergangslösung eine Chance, ein paar Wochen länger zu überleben?

Hat ein Kreisel am Südknoten doch noch eine Chance? Lutz Nink, der Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Diez, erklärte der FDP-Politikerin Sandra Weeser die nächsten Schritte. Foto: ddp

Kirchen. Eigentlich ist die Sachlage klar: Der als Übergangslösung gedachte Kreisel am Kirchener Südknoten wird nach dem Abschluss der Bauarbeiten wieder dem gewohnten Ampelsystem weichen. Die Bundestagskandidatin der FDP, Sandra Weeser, hatte vor Ort die Medien eingeladen, um erneut dafür zu werben, aus dem Provisorium eine Dauerlösung zu machen. Dazu hatte sie extra einen besonderen Gast dabei: Lutz Nink, den Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) in Diez. Die Motivation der stellvertretenden Kreisvorsitzenden der Liberalen: Nink davon zu überzeugen, den momentanen Kreisel vielleicht doch noch ein paar Wochen, vielleicht einen Monat, zur Probe am Leben zu halten. Die Kandidatin erhoffte sich ein Zeichen des gutes Willens.

Nun, geduldig und offen zeigte sich Nink durchaus bei dem Termin. Doch dabei wich er nicht von seiner bisherigen Linie ab. Schon bald wird der Kreisel wieder abgebaut. Dass der Verkehr überhaupt noch rund laufe, liege daran, dass man die Ampel nicht einfach wie einen Lichtschalter wieder aktivieren könne. Das System müsse zum Beispiel erst mit anderen Ampeln abgestimmt werden. Und es stehe eh fest, dass der Kreisel weg kommt, wahrscheinlich noch bis Ende dieser Woche. In die „Verlängerung“ zu gehen, würde nur unnötige Kosten entstehen lassen. Vor Ort stellte er zudem einen Rückstau, hervorgerufen durch die aus der Bahnhofsstraße kommenden Autos, fest. Außerdem brausten in den derzeitigen Kreisel viele Fahrzeuge zu schnell rein.



Zumindest nach derzeitigem offiziellen Stand bleibt es also dabei: Bald regeln wieder Rot, Gelb und Grün den Verkehr am Südknoten. Für immer? Nicht unbedingt. Nink erklärte erneut das kommende Verfahren: Der LBM wird in Absprache mit der Verbandsgemeinde Kirchen eine Verkehrsstudie in Auftrag geben, um die Wirksamkeit eines dauerhaften Kreisels zu prüfen. Voraussichtlich im Frühling oder Herbst 2018 wird ein Sachverständigenbüro dann die Verkehrsströme für eine Woche quantifizieren. Dabei wird nicht nur der Südknoten untersucht. Die Experten sollen Antworten liefern auf die Frage: Wie kann die Verkehrssituation zwischen Kirchen und Betzdorf verbessert werden?

Der Bund verlange eine Prognose für zehn bis 15 Jahre. In der Studie wird bereits der Hellerkreisel, mit dessen Bau in rund drei Jahren begonnen wird, simuliert. Nink verschweigt nicht, dass er es für sinnvoller erachtet, mit entsprechenden Prüfungen so lange zu warten bis der Hellerkreisel fertiggestellt ist. Aber mit der kommenden Studie gebe man auch dem Druck vor Ort nach. Bis die Zahlen dann ausgewertet sein werden, könne durchaus ein Jahr ins Land ziehen. Wie lange ein Kreisel, dem der LBM-Mann grundsätzlich nicht abgeneigt sei, dann an Bauzeit benötige? Ebenfalls rund ein Jahr. (ddp)


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Kommentare zu: Kirchener Südknoten: Erlebt der Kreisel ein Comeback?

1 Kommentar
Mit Befremden habe ich die Kommentare des LBM-Chefs Lutz Nink zum Kreisel in Kirchen wahrgenommen. Für beide genannten Probleme, die aus seiner Sicht einen Probebetrieb verhindern, gibt es meiner Meinung nach eine einfache Lösung: So hatte die Stadt Kirchen bei der Kostenfrage bereits mehrfach und sehr früh im Abstimmungsprozess Gesprächsbereitschaft signalisiert, ja sogar eine Übernahme der Mehrkosten des Kreisel-Probebetriebs angeboten. Warum geht der LBM hierauf nicht ein?

Zur Durchfahrt aus Richtung Siegen ist zu fragen, warum die Einfahrt in den Kreisel nicht mit weiteren Absperrelementen auf die alte Abbiegespur nach Kirchen verschwenkt werden kann? Schließlich ist die B 62 dort dreispurig. Würde dieser Umstand ausreichend genutzt, wäre ein „Durchrasen“ nur noch schwer möglich. Ein Schild („geänderte Verkehrsführung“) würde sein Übriges tun.
#1 von Jan Hellinghausen, am 16.05.2017 um 10:30 Uhr

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