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Nachricht vom 04.06.2017    

Verkehrsunfall mit schwer verletztem Autofahrer in Roth

Mehrere Stunden war der schwer verletzte 43-jährige Autofahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt, aber niemand konnte den Verunglückten von der Straße aus sehen. Der Unfall in Roth ereignete sich am frühen Sonntagmorgen, erst ein Hausbesitzer, der die Unfallspuren bemerkte, alarmierte die Polizei. Die Bergung des Schwerverletzten am steilen Hang gestaltete sich extrem schwierig.

Fotos: Feuerwehr/Polizei

Roth. Am frühen Sonntagmorgen, 4. Juni, ereignete sich in Roth-Öttershagen ein Verkehrsunfall, bei dem der 43 Jahre alte Fahrer eines PKW Citroen schwere Verletzungen erlitt. Der Autofahrer befuhr die B 62 von Roth in Richtung Nisterbrück. Hinter dem Ortsteil Öttershagen kam er aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf regennasser Straße in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab.

Er durchfuhr ein kurzes Stück einen Vorgarten und stürzte vor der berüchtigten „Mommerzkurve“ rechts die Böschung hinunter. Hierbei überschlug er sich und blieb auf dem Dach liegend an einem Baum hängen, circa zehn Meter unterhalb der Straße. Das Auto war von der Straße aus nicht zu sehen.

Um 7.30 Uhr bemerkte der Vorgartenbesitzer die Fahrspuren des Autos in seinem Garten und fand nach Suche auch das Auto, worauf er die Polizei Altenkirchen verständigte. Wie die Ermittlungen ergaben, saß der Autofahrer zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Stunden eingeklemmt in seinem PKW und war bei Bewusstsein.

Zur Bergung des Fahrers wurde die Freiwillige Feuerwehr aus Hamm/Sieg alarmiert, die mit 24 Kräften im Einsatz war. Da sich die Unfallstelle in einer durch Starkregen aufgeweichten, mit dichtem Pflanzenbewuchs versehenen Hanglage befand, gestaltete sich die Rettung des Verunglückten sehr schwierig. Die Hammer Wehr sowie die Einsatzkräfte des DRK Rettungsdienstes aus Wissen kletterten den steilen Hang an Seilen gesichert herunter, um sich Zugang zum Eingeklemmten zu verschaffen. Dies war auf Grund der Fahrzeuglage nicht einfach.

Das Fahrzeug wurde gesichert. Danach musste eine Türe des Auto mit schwerem Rettungsgerät entfernt werden. Da der Fahrer sehr kompliziert zwischen den Sitzen eingeklemmt war, musste auch die Rückenlehne eines Sitzes herausgeschnitten werden. Mittels Rettungszylindern wurde dann der nötige Platz geschaffen, um die verletzte Person aus dem Auto zu retten. Mit der Schleifkorbtrage wurde der Mann den steilen Hang hoch zum Rettungswagen gebracht. Dort wurde er für den weiteren Transport mit dem Rettungshubschrauber vorbereitet.




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Ein Abschleppdienst zog anschließend das demolierte Unfallfahrzeug mit einer Seilwinde den Hang hoch. Mit einem Kran wurde es auf einen Abschleppwagen geladen. Im Einsatz befanden sich Kräfte des DRK-Ortsverbandes Hamm/ Altenkirchen, Rettungswagen und Notarzt aus Wissen. Der Schwerverletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 23 in ein Krankenhaus geflogen.

Für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die B 62 zeitweise für den Verkehr vollgesperrt werden. (Pol/Feuerwehr)


Lokales: Hamm & Umgebung
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