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Nachricht vom 08.06.2017    

Geselliger Seniorennachmittag in der Stadthalle Betzdorf

Rund 260 Gäste genossen den Seniorennachmittag der Stadt Betzdorf bei Kaffee und Kuchen. Der Betzdorfer Geschichte Verein präsentierte eine interessante Fotodokumentation zu den Betzdorfer Geschäftsstraßen von früher und heute. Die Gäste schwelgten in Erinnerungen, als sie die alten Fotos sahen.

Von links: Hedwig Blecker, Josef Holschbach, Erika Heer und Meta Doll wurden als älteste Teilnehmer von Bürgermeister Bernd Brato (Mitte stehend) geehrt. Foto: jkh

Betzdorf. Am Mittwoch, den 7. Juni, veranstaltete die Stadt Betzdorf für die älteren Mitbürger einen Seniorennachmittag. Rund 260 über 75-Jährige nahmen das Angebot, das nur alle drei Jahre stattfindet, gerne wahr. Ziel ist es einen tollen Nachmittag in Geselligkeit und Freude zu verbringen, wie es Bürgermeister Bernd Brato bei seiner Ansprache passend beschrieb. Er wünschte, dass die Senioren am Ende den Saal mit einem breiten Lachen verlassen und sich sagen, dass dies ein toller Nachmittag war.

Daraufhin genossen die Gäste den Seniorennachmittag in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen. Das Highlight war die Präsentation des Betzdorfer Geschichte Vereins. Dieser zeigte alte und neue Bilder der Gebäude und Geschäfte aus der Wilhelmststraße, Bahnhofstraße, der Poststraße und der Viktoriastraße. So wurden die ganzen Veränderungen über die Jahre hinweg sichtbar.

Die Reise in die Vergangenheit vor 50 bis 60 Jahren zeigte Betzdorf von einer ganz anderen Seite. Die Straßen sind voll mit kleinen Geschäften. Einige Konsume, Büdchen, Sattler, Polsterer, kleine Lebensmittelgeschäfte und die Waggonfabrik Emmert zierten unter anderem das Stadtbild. Betzdorf verfügte damals zudem über einige Hotels, wie das Hotel Siegerland oder das Hotel Deutsches Haus. Bäckereien gab es an jeder Ecke. Heute ist die Bäckerei Acher in der Viktoriastraße die einzig erhaltene Backstube aus dieser Zeit. In den Jahren hat sich viel verändert. Im jetzigen Mode-Geschäft Burghaus befand sich bis 1965 das Katasteramt. Die Waggonfabrik Emmert wich dem Aldi und wo die Pizzaria Royal ihren Sitz hat, stand einst eine Nebenstelle der Reichsbank. Einiges hat sich verbessert zu damals, anderes hat sich verschlechtert. Die Gäste schwelgten in Erinnerungen, als sie die alten Fotos sahen und tauschten sich aus.

Anschließend ehrte der Bürgermeister die ältesten Gäste des Seniorennachmittags. Josef Holschbach löste mit seinen 98 Jahren einen raunen in den Stuhlreihen aus. Trotz seines hohen Alters, ließ er es sich nicht nehmen nach vorne zur Bühne zu kommen. Die älteste Teilnehmerin des Seniorennachmittags war Hedwig Blecker mit 94 Jahren. Da sich mehrmaligen Aufrufen erst Blecker und auch die zweitälteste Meta Doll (94) nicht meldeten, rief Brato noch Erika Heer (92) auf. Schließlich kamen jedoch alle zur Bühne, so dass Brato zur Freude aller jedem ein Buch schenkte.

Insgesamt war es ein fröhlicher Nachmittag gewesen, auch wenn es einen kleinen Zwischenfall gab, bei dem der Sanitäter einen Schwächeanfall behandeln musste. Zufrieden gingen die Senioren am Abend wieder nach Hause, so wie es sich Brato gewünscht hatte. (jkh)


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