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Nachricht vom 11.06.2017    

Stadtbürgermeister in Wissen – keine leichte Aufgabe

Am Sonntag, 18. Juni ist die wahlberechtigte Bürgerschaft der Stadt Wissen aufgerufen, einen ehrenamtlich tätigen Stadtbürgermeister zu wählen. Berno Neuhoff, Diplom-Verwaltungswirt (FH) stellt sich der Herausforderung das Amt für zwei Jahre zu übernehmen. Ein Amt mit besonderen Akzenten, denn die Amtszeit sind nur zwei Jahre, dann muss insgesamt neu gewählt werden.

Berno Neuhoff bittet um rege Wahlbeteiligung. Foto: pr

Wissen. Berno Neuhoff ist ja in Wissen nicht unbekannt, als einer der Mitbegründer der Zukunftsschmiede Wissen, der Wissener eigenART, des Fördervereins Kulturwerk hat der 48-Jährige viel erreicht und viel für die Stadt bereits getan. Im Gespräch mit dem AK-Kurier macht Neuhoff deutlich, was ihn bewegt und wo er für die kommenden zwei Jahre die Prioritäten setzen will.

Neuhoff ist überzeugt davon, dass die Stadt eine positive Entwicklung braucht um zukunftsfähig für Jung und Alt zu bleiben. Da gebe es viel zu tun und Stagnation in den Prozessen um die Innenstadtentwicklung sei nicht wünschenswert. „Ich habe mich nach intensiver Beratung, vor allem mit meiner Familie, dazu entschieden für zwei Jahre das Amt zu übernehmen. Es ist mir wichtig, da hier Heimat und Zukunft liegt. Es ist auch so was wie Probelauf, kann ich das, passt meine Familie ins Konzept“ sagte Neuhoff.

Prioritäten will er setzen, so steht ganz vorne auf der Agenda die Innenstadt und die Rathausstraße. Zur Sanierung der maroden Unterwelt von Wissen (Abwasser) gibt es gesetzliche Vorgaben der Aufsichtsbehörden. Die müssen abgearbeitet werden. „Da gilt es die Anwohner, die Eigentümer, die Geschäftswelt und die Bürgerschaft zusammenzubringen, nur gemeinsam mit allen Beteiligten wird es Lösungen geben", meinte Neuhoff. Das Bild der Innenstadt müsse sich den Lebenswirklichkeiten der heutigen Gesellschaft anpassen, dazu gehöre nicht nur die Rathausstraße sondern auch die angrenzenden Bereiche, wie etwa der Marktplatz oder die Steinbuschanlagen. Neuhoff macht klar, das er in seiner Amtszeit den Dialog mit der Bürgerschaft will und beabsichtigt zu den gravierenden Themen Bürgerwerkstätten ins Leben zu rufen.

„Ich will für die Leute da sein, die Ideen zusammenführen, das Machbare aufzeigen und da wo es gravierende Missstände gibt, auch zügig mit den beteiligten Gremien und der Verwaltung Lösungen finden und umsetzen. Mir ist klar, in zwei Jahren kann ich Wissen nicht verändern, aber kleinere Projekte sind durchaus denkbar. Ich denke da an die Attraktivität der Spielplätze im Stadtgebiet, an den Marktplatz und die Planungen für die zukünftige Gestaltung der Innenstadt“, führte Neuhoff aus.

Dabei hat er auch den Platz im Auge, wo jetzt noch das Rathaus steht. Dort nur einen Supermarkt oder Discounter anzusiedeln sieht Neuhoff kritisch. Es müsse ein Platz mit mehreren Angeboten und Aufenthaltsqualität entstehen. Berno Neuhoff ist sich der Herausforderung sehr wohl bewusst und er hat auch konkrete Vorstellungen vom Amt. Neben dem Hauptberuf als Leiter der Regionalentwicklung des Landkreises bei der Kreisverwaltung gibt es ja bereits eine Reihe von Ehrenämtern. „Da werde ich ein wenig zurücktreten müssen, denn meine Familie will ich nicht vernachlässigen“, machte Neuhoff deutlich. Deshalb freut er sich auch auf die Zusammenarbeit mit dem Team der städtischen Beigeordneten, denn ohne diese partnerschaftliche Zusammenarbeit werde es nicht funktionieren.

Ist das Amt jetzt Sprungbrett für die Bewerbung um die Wahl zum VG-Bürgermeister im Jahr 2019? Das will Neuhoff nicht konkret beantworten. “Ich schaue jetzt mal ob so etwas für mich passt, da werde ich mich nicht festlegen“, machte er deutlich.

Die Idee für ein Büro des Stadtbürgermeisters hat Neuhoff, er kann und will es aber nicht nennen, da erst nach der offiziellen Nominierung durch den Stadtrat auch das Gremium über diesen Punkt entscheiden muss. Es wird aber in der Innenstadt sein, soviel verriet Neuhoff. Die Amtseinführung des Stadtbürgermeisters ist in der Sitzung am 7. Juli 18 Uhr vorgesehen. (hws)


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