Werbung

Nachricht vom 15.06.2017    

Ärzte- und Apothekertag in Hachenburg war informativ

Die Westerwald Bank hatte in Kooperation mit der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz zum nunmehr dritten Ärzte- und Apothekertag nach Hachenburg geladen. „Das Format ist angekommen“, freute sich der Vorstandssprecher der Westerwald Bank mit Blick auf die wachsende Teilnehmerzahl und richtete seinen Dank an die Referenten des Abends: Dr. med. Matthias Bender, Ärztlicher Direktor, und Marco Kranz, Geschäftsführer einer Steuerberatungsgesellschaft.

Wilhelm Höser (Vorstandsprecher Westerwald Bank), Sanitätsrat Dr. Michael Fink, Marco Kranz, Dr. Matthias Bender, Jörg Metternich und Torsten Gerhardt (Kompetenz-Center Westerwald Bank). Foto: Westerwald Bank

Hachenburg. Die Übernahme von Praxen/ Apotheken und die damit verbundenen Nachfolgeregelungen seien auch im gesamten Geschäftsgebiet der Bank ein Thema: „Wir sind hier, um gemeinsam zu diskutieren und Lösungen zu finden und auch anzubieten.“

Wo bleibt der Nachwuchs?
Zuvor richtete Dr. med. Michael Fink, Vizepräsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz und niedergelassener Allgemeinmediziner aus Gebhardshain, sein Wort an das Auditorium und fragte „Was treibt uns um? Vor allem: Was treibt junge Menschen um?“ Denn trotz steter Bemühungen komme der Nachwuchs nicht. Um dem Abhilfe zu schaffen, sollte man auf die Medizinstudenten zugehen, sich als Hausarzt in seinem medizinischen Alltag vorstellen und mit Vorurteilen aufräumen.

Die heutigen Rahmenbedingungen für Landärzte in Bezug auf abzuleistender Nacht- und Notdienste seien nach der flächendeckenden Einführung von Bereitschaftsdienstzentralen (BDZ) durch die KV Rheinland-Pfalz deutlich besser geworden, so Fink. „Der Einzelne ist seltener an der Reihe oder kann sich von externen Diensttuenden vertreten lassen, da die BDZ die sprechstundenfreien Zeiten wochentags sowie an Wochenenden und Feiertagen abdecken.“ Der Sanitätsrat wies ferner darauf hin, dass Nachfolgeregelungen frühzeitig erfolgen müssten und nicht erst drei Jahre vor dem geplanten Ende. „Machen Sie sich und Ihre Praxis interessant“, empfahl er, „mit Schulpraktika oder Famulaturen etwa. Beantragen Sie eine Befugnis zur Weiterbildung bei der Bezirksärztekammer. Denn hinsetzen und abwarten bringt nichts.“

„Burn out? Burn in!“
Dr. Matthias Bender lieferte interessante Ausführungen zum Phänomen „Burnout“. Er beleuchtete die unterschiedlichen Ursachen, die zur Überlastung führen (können). Auf der einen Seite lägen die Gründe in der Persönlichkeit, zum anderen seien sie situativ bedingt. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Erscheinung der Neuzeit, Symptome zeigten sich unter anderem Namen bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Seit über zehn Jahren erhält Burnout aber eine erhöhte mediale Aufmerksamkeit, fast schon inflationär und Burnout klinge einfach „besser“ als Depression. Der positive Nebeneffekt: das Tabu sei gebrochen, die Diskussion entfacht, der Begriff entstigmatisiert. Bender schloss mit einem Zitat von Friedrich Nietzsche: „Wir aber wollen die Dichter unseres Lebens sein und im Kleinsten und Alltäglichen zuerst.“

Ganz praktisch: Tipps für Abgabe und Übernahme
Steuerberater Marco Kranz ging in seinem anschließenden Vortrag mit ganz konkreten Hinweisen auf die „erfolgreiche Praxis- oder Apothekenabgabe und -übernahme“ ein. Ein schwieriges und komplexes Thema, das nicht zuletzt auch emotional stark behaftet ist.

Wer abgibt, fragt sich „Kommt meine Praxis in gute Hände?“ Wer übernimmt, denkt „Wo wird mich mein Weg hinführen?“ Zu beachten seien verschiedene Aspekte bei der erfolgreichen Vorgehensweise. Die Analyse der Marktsituation solle durch das Nutzen verschiedener Kanäle, beispielsweise das Netzwerk von Steuerberatern und Rechtsanwälten, die Westerwald Bank oder Apotheken- und Praxisbörsen erfolgen. Die Frage nach dem Kaufpreis beantwortete er mit dem Satz „Den absolut richtigen Wert gibt es nicht. Viel wichtiger ist der zukünftige Ertragswert.“

Zum Thema Kauf- und Mietvertrag riet er: „Vertrauen Sie nicht dem Mustervertrag aus dem Internet.“ Kranz gab zum Abschluss seiner kurzweiligen Ausführungen steuerliche Empfehlungen gratis - schließlich geht es um viel Geld auf beiden Seiten. Damit einer optimalen Übergabe und Nachfolge nichts im Wege steht.

Das Kompetenz-Center Freie Berufe der Westerwald Bank - namentlich Torsten Gerhardt für die Region Altenkirchen/ Neuwied und Jörg Metternich für die Region Westerwald - versorgen die Kunden der Freien Berufe und hier insbesondere die Heilberufe mit Spezialwissen, um ihnen aktuelle und fundierte Antworten auf deren Fragen im Alltagsgeschäft zu geben.


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Hachenburg auf Facebook werden!


Kommentare zu: Ärzte- und Apothekertag in Hachenburg war informativ

Es sind bisher keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum AK-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Kreis Altenkirchen.

Beliebte Artikel beim AK-Kurier


Wild West im Westerwald? In Hirz-Maulsbach fielen Schüsse

Man könnte meinen, morgens um 8:30 Uhr sei im beschaulichen Dorf Hirz-Maulsbach die Welt noch in Ordnung. Rinderherden grasen friedlich auf dem Weiden und auch die Pferde genießen die letzten Sonnenstrahlen im November. Wenn dann plötzlich mitten im Dorf Schüsse fallen, wird man schnell aus dieser Idylle aufgeschreckt und in Panik versetzt. So geschehen am heutigen Dienstag, 24. November.


16 neue Positiv-Fälle – Kreisweit aktuell 129 Infektionen

Die Kreisverwaltung Altenkirchen informiert am Dienstagnachmittag, 24. November, zur jüngsten Entwicklung der Corona-Pandemie im Kreis: Die Zahl der seit Beginn der Pandemie mit dem Corona-Virus infizierten Menschen im Kreis steigt gegenüber Montag um 16 auf 1048.


Impfzentrum in Wissen soll Mitte Dezember einsatzfähig sein

Für das Impfzentrum des Kreises Altenkirchen, das in Wissen entstehen soll, räumt die Verbandsgemeinde Wissen ihre Sitzungssäle im Gebäude der Westerwald Bank – hier steht ausreichend Platz zur Verfügung. Nach Vorgabe des Landes Rheinland-Pfalz soll das Impfzentrum am 15. Dezember seinen Dienst aufnehmen können.


Enkeltrick: 84-Jährige um fast 30.000 Euro betrogen

AKTUALISIERT | Sie gaben sich am Telefon als „Herr König“ von der Polizei aus und brachten so eine Seniorin aus Betzdorf um insgesamt 27.000 Euro. Dies gelang den Tätern mit einem perfiden Täuschungsmanöver. Die „wahre“ Polizei bittet nun um Hinweise, insbesondere zu Personen oder Fahrzeugen, um die Betrüger dingfest zu machen.


17 Klassen an neun Schulen im Kreis von Corona betroffen

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie mit dem Corona-Virus infizierten Menschen im Kreis Altenkirchen liegt nach Angaben der Kreisverwaltung am Mittwoch, 25. November, bei 1070, das sind 22 mehr als am Dienstag.




Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


Landwirte und Handelsketten im Schlagabtausch über Preise

Region. Die vier Handelsketten hatten sich in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über Aussagen von Julia Klöckner ...

Bis zu 2.000 Euro für Lieblingsverein bei „Wäller-VereinsVoting 2020“: Noch bis 6. Dezember abstimmen

Region. „Als regional verwurzelte Genossenschaftsbank fördern wir seit jeher die Arbeit der Vereine in unserem Geschäftsgebiet, ...

evm bietet jetzt auch Videoberatung an

Koblenz. Insgesamt stehen sieben erfahrene Berater zur Verfügung. „Durch die Erweiterung des Service-Angebots, das sich ...

Wäller Markt eG erste Mitglieder und Sponsoren sind schon dabei

Bad Marienberg. Das Projekt soll mit erheblichen Mitteln öffentlich gefördert werden. Bedingung für die Bereitstellung der ...

After-Work-Shopping in Wissen startet in die 2. Runde

Wissen. Wie bereits im November sind die teilnehmenden Geschäfte in der Innenstadt an beiden Tagen bis 19.30 Uhr geöffnet. ...

IHK-Akademie Koblenz erhält Award für Online-Lehrgang

Koblenz. Einmal im Jahr zeichnet die Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e. V. mit dem Comenius-Award herausragende ...

Weitere Artikel


Exkursion zum Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen

Hamm. Nach einer Führung mit der Museumspädagogin Franca Perchen durch die Richard-Meyer-Architektur des Museums und die ...

Kirchenkreis lädt ein: Zum Gottesdienst an den Barbaraturm

Malberg. Jeweils sehr erfolgreich waren die „Gottesdienste an ungewöhnlichem Ort" in Steinebach (Motorradgottesdienst am ...

Jugendpflege Altenkirchen: Erfolgreiche Detektivarbeit geleistet

Altenkirchen. Auf der Suche musste natürlich ein Fahndungsfoto erstellt werden, ein Hörtest absolviert, perfektes Anschleichen ...

Bundeswettbewerb "Zusammenleben Hand in Hand" ausgelobt

Region/Berlin. Für die Gewinner steht ein Preisgeld in Höhe von insgesamt bis zu einer Million Euro zur Verfügung. Alle teilnehmenden ...

Klar-Sicht Mitmach-Parcours zu Folgen von Tabak und Alkohol

Hamm. Unterstützung erhielt sie bei der Durchführung des Projekts von den Schulsozialarbeiterinnen Valeska Weber und Jenny ...

Zukünftige Schulkinder mit Jäger auf der Pirsch

Wissen. Die zukünftigen Schulkinder der Maulwurfgruppe der katholischen Kindertagesstätte „Adolph-Kolping“, Wissen, waren ...

Werbung