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Nachricht vom 23.07.2017 - 09:55 Uhr    

Zeltlager hielt viele Überraschungen bereit

Ob jegliche Wetterschwankungen, von Hagel über Gewitter bis zu Sonnenschein bei 25 Grad, Stromausfall, die unerwartete Ehrung des stellvertretenden Jugendfeuerwehrwarts Christoph Bähner oder ein Heiratsantrag, das diesjährige Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehren hielt besonders viele Überraschungen bereit. Egal ob sie erfreulich oder etwas unangenehm waren, das Zeltlager war ein kleines Abenteuer, das viel Spaß für die Teilnehmer und Betreuer bereithielt.

Die totale Überraschung im Rahmen des Zeltlager des Jugendfeuerwehr: Daniel Richter machte Kristin Korff den Heiratsantrag. Foto: jkh

Niederfischbach. Von Mittwoch, den 19. Juli bis zum Sonntag, den 23. Juli wurde das alle zwei Jahre stattfindende Zeltlager der Jugendfeuerwehren im Kreis Altenkirchen veranstaltet. In diesem Jahr fand es im Otterbachtal in Niederfischbach statt. 110 Jugendliche von 10 bis 16 Jahren aus neun Jugendfeuerwehren aus dem Kreis hatten wieder jede Menge Spaß. Zudem wurde das 25-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr Kirchen mit einem Festakt gewürdigt. Darüber hinaus gab es neben dem eigentlichen Programm einige überraschende Wendungen.

Die Kreisjugendfeuerwehr und die Jugendfeuerwehren Asdorftal, Betzdorf und Kirchen bauten bereits am Dienstag die vielen Zelte und die Bühne auf. Am Mittwochnachmittag reisten dann die jungen Teilnehmer zusammen mit den Betreuern an. Am Donnerstagmorgen fing das Programm des Zeltlagers an. Begonnen wurde mit einem etwas anstrengenden aber vergnüglichen Orientierungsmarsch. Abends folgte die coole Lagerdisco mit eigens engagiertem DJ. Freitag ging es dann mit einem spaßigen Lebend-Kickerturnier weiter.

Das Highlight stellte der Besuch in der Freilichtbühne „Die drei Musketiere“ dar. Die Teilnehmer waren allesamt begeistert von der Aufführung des Stücks „Alle für einen und einer für alle“. In der Nacht kam es dann zu schweren Gewittern und Regenergüssen, die zu einem Stromausfall führten. Doch dies milderte nicht die Freude an dem Zeltlager. Insgesamt überzog das Zeltlager jegliche Wetterumschwünge. Von Hagel bis Schwüle, war alles dabei. Dennoch regnete es glücklicherweise meist nur nachts, sodass alle Programmpunkte stattfinden konnten. Am Samstagmorgen wurde dann ein Ausflug in den Tierpark in Niederfischbach gemacht. Mittags feierte im Rahmen des Zeltlagers die Jugendfeuerwehr Kirchen außerdem ihr 25jähriges Bestehen. Diese wurde 1992 gegründet, um Nachwuchskräfte für die Feuerwehr zu gewinnen.

Kreisbeigeordneter Günter Knautz gratulierte im Namen von Landrat Michael Lieber zum 25-jährigen Jubiläum. Er spielte in seiner Rede auf die momentan entfachte Ethik-Diskussion im Rahmen der Behinderung der Rettungsdienste an und lobte die Teilnehmer, dass sie sich entschieden haben mitzuhelfen. Darüber hinaus überreichte er ein Geldgeschenk an die Jugendfeuerwehr Kirchen.

Der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Christoph Bähner stellte in seiner Rede heraus, wie viel Freude die Jugendfeuerwehr bringt. Man lernt nicht nur Teamgeist und Verantwortung zu übernehmen, sondern gewinnt auch Freunde fürs Leben. Er selbst stammt aus der Jugendfeuerwehr und auch viele andere sind heute in verantwortungsvollen Positionen. Die Vorarbeit in die Jugend war daher herausragend, betonte er.

Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Hain nutzte zusammen mit weiteren Rednern die Gunst der Stunde für Danksagungen und bedankte sich bei den Jugendfeuerwehren Asdorftal, Betzdorf und Kirchen, sowie deren aktiven Kameraden für deren Unterstützung beim Auf- und Abbau des Zeltlagers. Zudem bedankte er sich für „das beste Essen, das wir je hatten“. In diesem Jahr wurde kein Catering-Service wie sonst engagiert, sondern der DRK übernahm die Verpflegung. Die Jungendfeuerwehren seien darüber hinaus „eine echt tolle Truppe“. Über die Zukunft der Feuerwehr mache er sich daher keine Sorgen.

Rolf Dornhoff, der in Vertretung des Bürgermeisters Jens Stötzel kam, sprach von 25 Jahre Erfolgsgeschichte. „Mitmachen heißt zunächst lernen und üben“, betonte er in seiner Rede.

Während des Festaktes wurde der nichts ahnende Christoph Bähner zu seiner eigenen Überraschung, geehrt. Er erhielt das bronzene Ehrenzeichen der Landesjugendfeuerwehr für sein langjähriges Engagement in der Jugendarbeit. Seit insgesamt zehn Jahren fungiert er als Betreuer, stellvertretender Jugendfeuerwehrwart und Jugendfeuerwehrwart in der Jugendfeuerwehr Kirchen. Bereits 2015 richtete er mit seiner Jugendfeuerwehr und der Jugendfeuerwehr Asdorftal gemeinsam das letzte Kreiszeltlager aus, auch an der Ausrichtung in diesem Jahr ist er maßgeblich beteiligt. Mit den Jugendfeuerwehren aus der Verbandsgemeinde und sogar mit Nachbar-Jugendfeuerwehren außerhalb der Verbandsgemeinde wird regelmäßig zusammen geübt und die Zusammenarbeit gefördert.

Anschließend holte Jugendfeuerwehrwart Daniel Richter alle Betreuer nach vorne und sprach Betreuerin Kirstin Korff an. Ein Banner rollte für alle sichtbar von einem Feuerwehrkran herunter. Darauf stand: „Willst du mich heiraten“. Daniel Richter ging auf die Knie. Sichtlich gerührt sagte sie ja. Daraufhin gratulierten alle Kameraden dem frisch verlobten Paar. Eine besondere Überraschung, in die nur wenige eingeweiht waren.

Dann fand die Lagerolympiade statt. Dabei mussten die Teilnehmer viele verschiedene Stationen überwinden. Zum einen gab es ein Tastspiel, bei dem Feuerwehrgegenstände ertastet werden mussten. Zum anderen ein Hindernis-Parcours, bei dem es die Aufgabe war Wasser zu transportieren. Des Weiteren musste ein Tischtennisball durch einen Feuerwehrschlauch durchgeführt werden. Die Teilnehmer hatten viel Freude an der Olympiade, die vor allem Teamfähigkeit förderte.

Zum Abschluss wurde eine Nachtwanderung gemacht. Am Sonntag war das Zeltlager dann zu Ende. Als Geschenk erhielt jeder eine mit dem Logo des Zeltlagers bedruckte Brotdose sowie ein Teilnehmerfestivalbändchen. Das Zeltlager war auch dieses Mal ein kleines Abenteuer, das viel Spaß für die Teilnehmer und Betreuer bereithielt. Darüber hinaus erfüllte es voll und ganz seinen Zweck. Es führte die Teilnehmer und Betreuer näher zusammen und zeigte, dass man gemeinsam auch nicht so optimale Bedingungen erfolgreich meistern kann, egal welche Überraschungen einen erwarten. (jkh)



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