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Nachricht vom 18.08.2017    

Europas modernste Lackieranlage in Morsbach eingeweiht

Die Montaplast GmbH mit Sitz in Morsbach ist in einer Modernisierungs- und Ausbauphase. So ist geplant, auch am gemieteten Areal in Betzdorf (ehemals Wolf-Hallen) einen Produktionsstandort aufzubauen. Aber jetzt wurde erst einmal im Firmenstammsitz in Morsbach Europas modernste Lackieranlage mit Ehrengästen eingeweiht.

Montaplast Geschäftsführer Dr. Thomas Neumer, GF Wolfgang Bender, Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, GF Frank Schlieber, ehem. GF Josef Wagener (von rechts). Foto: Montaplast

Morsbach. Mit einem Betriebsrundgang hat Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Wirtschaftsminister des Landes NRW, in Morsbach eine neue Lackierstraße der Montaplast GmbH eingeweiht. Als spezialisierter Zulieferer für deutsche und internationale Automobilhersteller lackiert Montaplast dort in Zukunft Bauteile wie Stoßfänger, Spoiler, Kühlerschutzgitter, Türverkleidungen und Radhausverkleidungen.

Geschäftsführung und Arbeitnehmervertretung begrüßten den Minister sowie mehrere Ehrengäste zu einem gemeinsamen Rundgang anlässlich des offiziellen Betriebsstarts. „Wir weihen heute Europas wohl modernste Lackieranlage für Kunststoffe ein. Von hier aus beliefert Montaplast Audi, BMW, Daimler, Ford, Porsche, VW und viele andere“, so Montaplast Geschäftsführer Frank Schlieber. „Die moderne Wirtschaft setzt ein vollkommen neues Maß an Flexibilität voraus. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die gleichermaßen fortschrittliches Gerät und gut geschultes Personal erfordert. Deshalb legen wir seit jeher größten Wert auf unsere Auszubildenden.“

Im Vollbetrieb werden in der 22 Lackier-Roboter umfassenden Anlage zukünftig 300 Mitarbeiter tätig sein. Der Ausstoß beläuft sich dabei auf mehr als 1.000 Teile pro Stunde. Neue Technologien ermöglichen zudem ein energieeffizienteres und umweltschonenderes Lackieren. Insgesamt hat Montaplast 40 Millionen Euro in die neue Lackierstraße investiert. Neben technisch hochanspruchsvollen Prozessen zeichnet sich die Anlage durch die moderne Einbindung der Lackierung in die Lieferkette verschiedener Abnehmer aus. Mittels vernetzter Produktion bzw. Just-in-Sequence-Produktion können unterschiedliche Komponenten in direkter Abstimmung mit den Fertigungsprozessen des Kunden geliefert werden. Die zu verbauenden Teile werden in der benötigten Ausführung in der richtigen Reihenfolge und zum richtigen Zeitpunkt am Montageband bereitgestellt – und das fortlaufend bei einer Vielzahl an unterschiedlichen Aufträgen.

„Es ist großartig zu sehen, wie Sie Ihren Produktionsstandort weiterentwickeln und vor allem auch in Ausbildung investieren, einer Schlüsselgröße des wirtschaftlichen Fortschritts“, sagte der Minister in seinem Grußwort, dass er vor geladenen Gästen wie auch Mitarbeitern der neuen Anlage hielt.

Der Aufbau der neuen Lackieranlage ist Teil eines weitergefassten Wachstums- und Umstrukturierungsprozesses des Unternehmens. So sind zum Beispiel zwei neue Produktionsstandorte in Lichtenberg und Betzdorf geplant. (PM)



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