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Nachricht vom 25.08.2017    

Berufsbildungsexperten planen Ausweitung der dualen Ausbildung in Mexiko

„Unsere bisherigen Erfahrungen mit der dualen Ausbildung sind ausgezeichnet und wir möchten dies auf weitere Berufsfelder erweitern“, beschreibt Staatssekretär Dr. Rodolfo Tuirán aus dem mexikanischen Bildungsministerium Hintergründe der jüngsten Deutschland-Visite. Zusammen mit mehreren Parlamentariern besuchte die mexikanische Regierungsdelegation in Begleitung deutscher Kooperationspartner die Handwerkskammer (HwK) Koblenz, um sich in der Praxis über die duale Ausbildung zu informieren.

Beim Rundgang durch das HwK-Zentrum für Ernährung und Gesundheit tauschten sich die Gäste aus Mexiko (vorne rechts Bildungs-Staatssekretär Dr. Rodolfo Tuirán) auch mit Lehrlingen und Ausbildern zu Inhalten der Ausbildung aus. Foto: HwK Koblenz

Koblenz/Mexiko. Im Zentrum für Ernährung und Gesundheit tauschten sich die mexikanischen Berufsbildungsexperten mit Hauptgeschäftsführer Alexander Baden und Präsident Kurt Krautscheid wie auch mit Lehrlingen, Ausbildungsmeistern und Ausbildungsberatern aus. Im Mittelpunkt standen Fragen zu den Vergleichbarkeiten deutsch-mexikanischer Ausbildungsinhalte und Zugangsvoraussetzungen für eine duale Ausbildung. „Auch wenn die Berufsfelder unterschiedlich sind und deren Zahl in Deutschland wesentlich höher ist, gibt es viele Parallelen“, machte auch Hortensia Aragón Castillo, Kongressabgeordnete und Präsidentin der Bildungskommission deutlich und sprach die positiven Erfahrungen des Zweiklangs aus betrieblicher und schulischer Ausbildung an.

„Unser Besuch in den Koblenzer Ausbildungswerkstätten der Bäcker, Konditoren und Friseure war sehr beeindruckend. Die Ausstattung und Ausbildungsinhalte sind hervorragend“, lobte Staatssekretär Tuirán, der sich im Gespräch mit Jugendlichen auch über ihre Motive und Pläne austauschte. Auf Initiative der Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit wurden die HwK-Berufsbildungsstätten ganz bewusst ausgesucht, um den Berufsbildungsexperten aus Südamerika Einblicke in die deutsche Ausbildungspraxis des Handwerks zu vermitteln.



„Mit den Möglichkeiten, nach der Ausbildung als angestellter Geselle zu arbeiten, oder mit bestandener Meisterprüfung einen Betrieb zu führen oder zu studieren, bietet das Handwerk Jugendlichen interessante Perspektiven. Die duale Ausbildung legt den Grundstein und auf sie baut alles auf“, weist HwK-Hauptgeschäftsführer Baden hin. Kurt Krautscheid ging seinerseits auf die Erfahrungen im Betrieb ein. Der selbstständige Dachdeckermeister und Ausbilder weiß um den hohen Stellenwert des dualen Systems, „dass sich tagtäglich in der Praxis bewährt. Es stellt einen gut ausgebildeten beruflichen Nachwuchs sicher, die Jugendlichen ihrerseits wissen, dass sie nach erfolgreicher Ausbildung hoch geschätzte und gesuchte Fachleute sind.“

„Unseren mexikanischen Gästen sprechen wir ein großes Kompliment aus“, unterstreicht die HwK-Spitze. „Denn während andere Staaten das deutsche Ausbildungssystem loben, einige sicher auch neidisch darauf schauen, hat Mexiko losgelegt und dieses System mit entsprechenden örtlichen Anpassungen eingeführt. Dass wir nun gemeinsam an der Verbesserung und dem Ausbau arbeiten, erfüllt uns als Handwerkskammer Koblenz mit Stolz und wir bringen uns gerne ein!“.

Weitere Informationen zur dualen Ausbildung bei der HwK Koblenz
Tel.: 0261/ 398-339, Fax-990, jens.fiedermann@hwk-koblenz.de


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